Wie wird man Fitnesstrainer - Wege und Möglichkeiten

Wie wird man Fitnesstrainer - Wege und Möglichkeiten

Sport ist Ihre Leidenschaft? Dann erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie Ihr Hobby zum Beruf machen können. Das müssen Sie zum Einstieg, zu den Qualifikationen und den Weiterbildungsmöglichkeiten wissen.

Fitnesstrainer
© Anastase Maragos/Unsplash

Während viele Menschen ihr tägliches Training mittlerweile online über Videos vollziehen, gibt es immer noch Millionen Mitglieder in den Fitnessstudios vor Ort, die auch dort – offline – auf Trainer angewiesen sind. Die Vielzahl der angebotenen Kurse werden dabei von unterschiedlichen Fitnesstrainern durchgeführt, die sich gegebenenfalls über Weiterbildungen entsprechend spezialisiert haben.

Wer sich ebenfalls dafür interessiert, andere Menschen beim Sport zu unterstützen, muss zunächst die Grundausbildung zum Fitnesstrainer absolvieren. Da dies aber kein geschützter Begriff ist, müssen andere Zugangsmöglichkeiten zu diesem Beruf gefunden werden. In diesem Beitrag stellen wir vor, wie man Fitnesstrainer werden kann und was die Voraussetzungen dafür sind.

Zugang über andere Ausbildungen

Auch wenn es keine klassische Fitnesstrainer-Ausbildung gibt, können verschiedene andere Ausbildungen in diesem Bereich als Basis genutzt werden, um Fitnesstrainer zu werden. Dazu gehören beispielsweise die Ausbildung zu Sportfachmann oder Sportassistent. Auch eine Physiotherapeuten-Ausbildung eignet sich gut. Anschließend gibt es dann natürlich entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten, um sich zu spezialisieren, oder die Option, Berufserfahrung über Praktika zu sammeln, um sich zu behaupten. Später muss dann noch der Trainerschein gemacht werden, sofern dies nicht in der Ausbildung inkludiert ist.

Ein (Fern-)Studium zum Einstieg

Alternativ zu einer Ausbildung kann auch ein Studium absolviert werden. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Bewegungs- und Sportwissenschaften
  • Sportmanagement
  • Outdoorsport & Adventuremanagement 
  • Angewandte Sportwissenschaften
  • Bewegung und Ernährung

In Kombination mit betriebswirtschaftlichen Themen kann auch ein Fitness-Studiengang oder BWL mit Sportmanagement belegt werden, was hilfreich wäre, würde man beispielsweise selbst ein Fitnessstudio eröffnen wollen oder ähnliches.

Ist ein normales Studium keine Option, gibt es auch duale Sport-Studiengänge (Sportmanagement) oder Fernstudiengänge im Bereich Sport. Ersteres verbindet von Anfang an die Theorie mit der Praxis, während ein Fernstudiengang ein 12-monatiges Selbststudium von zu Hause aus ermöglicht und somit beispielsweise nebenberuflich möglich ist. Sowohl das normale als auch das duale oder das Fernstudium müssen mit einer Trainerlizenz ergänzt werden.

Praktika zum Einstieg

Grundsätzlich sind Praktika für den Beruf des Fitnesstrainers, wie in allen anderen Berufen auch, unumgänglich, da immer Praxiserfahrung vorgewiesen werden muss. Neben Ausbildung oder Studium lohnt es sich also, ein Praktikum zu absolvieren oder auch, nach Möglichkeit, einen Minijob in einem Fitnessstudio zu haben. So lernt man praxisnah von geschultem Personal und weiß möglicherweise auch frühzeitig, in welche Richtung man sich später spezialisieren möchte.

Trainerlizenz als unverzichtbares Gut

Neben den bereits genannten Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf des Fitnesstrainers muss auch immer eine Trainerlizenz, auch Trainerschein genannt, vorgelegt werden können. Je nach Ausbildung oder Studium kann sie bereits in diesem Rahmen mit erworben werden, auch bei Fernstudiengängen, andernfalls muss sie selbstständig gemacht werden. Ohne diesen Schein darf niemand trainiert werden.

Die C-Trainerlizenz bildet dabei die erste Stufe, mit der in Fitnessstudios lediglich Hilfsarbeiten ausgeführt werden dürfen und wird oft für Mini- oder Nebenjobber verlangt. Damit Menschen zu trainieren ist noch nicht erlaubt, dazu wird mindestens die B-Lizenz benötigt. Als angehender Fitnesstrainer kann sofort die B-Lizenz gemacht werden, ohne dass eine C-Lizenz vorliegen muss.

Die A-Lizenz jedoch kann nur auf Basis der B-Lizenz gemacht werden – als Erweiterung. Diese befähigt einen Fitnesstrainer sogar dazu, Leistungssportler zu trainieren.

Für den Erwerb der Trainerscheine gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann diese über örtliche Vereine oder Verbände machen, im Präsenzunterricht in Fachakademien oder online, über einen Fernlehrgang. Dazu muss man lediglich ein Mindestalter von 16 Jahren und hohes Engagement sowie Sportaffinität vorweisen.

Voraussetzungen, um als Fitnesstrainer zu arbeiten

Tatsächlich bildet der Trainerschein die wichtigste Voraussetzung, um als Fitnesstrainer arbeiten zu können. Während in den genannten Ausbildungen oder Studiengängen bereits sehr viel theoretisches Wissen vermittelt wird, muss dieses mit dem Trainerschein entsprechend erweitert werden, um Menschen schließlich auf einer Trainingsfläche trainieren zu dürfen. Daher kann dieser auch oft im Rahmen der Ausbildung oder des Studiums erworben werden. Die Trainerlizenz weist also die entsprechenden umfassenden Qualifikationen über das Theorie- und Praxiswissen des Trainers nach.

Natürlich müssen aber auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, um überhaupt eine entsprechende Ausbildung machen oder sich für einen Sport-Studiengang einschreiben zu können. Meist geht es hier um den Schulabschluss und die dabei erreichten Noten.

Welche Weiterbildungen können Fitnesstrainer machen?

Viele Fitnesstrainer spezialisieren sich im Laufe ihrer Karriere auf einen bestimmten Bereich. Dazu gibt es viele Weiterbildungen, die beispielsweise bestimmte Trainingsmethoden vermitteln. Unter anderem kann man sich als Fachtrainer für Senioren oder für Rückentraining, für Seilzug und Freihanteltraining, für Homöopathie oder für Kleingruppentraining weiterbilden lassen.  Da eine gesunde Ernährung im sportlichen Kontext immer berücksichtigt werden muss, gibt es auch dahingehend Spezialisierungsmöglichkeiten für Fitnesstrainer.

Solche Weiterbildungen ermöglichen konkretere Einsatzgebiete in Fitnessstudios oder auch Wellnesshotels und ähnlichen Einrichtungen.

Wo arbeiten Fitnesstrainer?

In erster Linie findet man ausgebildete Fitnesstrainer natürlich in Fitness- oder Sportstudios oder in Vereinen. Auch in Sportverbänden, in Hotel und Freizeitanlagen, in Unternehmen mit Sportangebot für die Mitarbeiter oder in Physiotherapie- und Rehazentren werden sie tätig. Abhängig ist dies auch immer von entsprechenden Spezialisierungen und von der Berufserfahrung.

Neben Fitnesstrainern im Angestelltenverhältnis in Fitnessstudios gibt es selbstverständlich aber auch selbstständige Personal-Trainer, welche eine zusätzliche Ausbildung gemacht haben. Diese beinhaltet meist noch Mentaltrainings und Coachings sowie Online-Marketing Know-How, um Menschen ganz individuell trainieren zu können.

Heutzutage konzentrieren sich viele selbstständige Fitnesstrainer auch auf das Online-Training über verschiedene Videoplattformen, um Menschen das Training von zu Hause aus zu ermöglichen. Hierfür ist einiges an Wissen erforderlich, da neben der Vermittlung der Trainingsinhalte auch das Filmen und Schneiden des Videomaterials anfällt und natürlich für sich selbst Werbung gemacht werden muss.

Fazit

Um als Fitnesstrainer tätig zu werden, gibt es zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. In erster Linie zählen jedoch die Trainerlizenz und eine vorzeigbare Praxiserfahrung, um erfolgreich zu sein. Anschließend können viele verschiedene Weiterbildungen absolviert werden, um sich auf bestimmte Trainingsmethoden zu spezialisieren und so gegebenenfalls bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Da die Nachfrage nach Personal Trainern stetig wächst, lohnt sich eine entsprechende Zusatzausbildung eigentlich immer. Besonders durch das Internet gibt es viele zusätzliche Möglichkeiten, als Fitnesstrainer Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen. Dieser Beruf wird somit auch zukünftig sehr beliebt sein und die Jobaussichten für ausgebildete Fitnesstrainer werden voraussichtlich immer vergleichsweise gut sein.

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