29. Januar 2021
Puzzlen im Lockdown: Darum ist es so gesund!

Puzzlen im Lockdown: Darum ist es so gesund!

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist das Puzzle-Fieber ausgebrochen und wir verbringen Stunden damit, jedes Teil seinem richtigen Platz zuzuordnen. Doch wie lässt sich diese Begeisterung erklären und welche gesundheitlichen Vorteile verspricht das Puzzlen?

Das Puzzle erlebt in der Corona-Pandemie sein Revival. Nicht nur Kinder, auch uns Erwachsene hat während des Lockdowns das Puzzle-Fieber gepackt. Stundenlang sortieren wir kleine Puzzle-Teilchen, arbeiten uns von außen nach innen und sind mächtig stolz, wenn wir nach mühevoller Arbeit Landschaftsmotive, Tierbabys oder Wahrzeichen zusammengesetzt haben.

Puzzles sind bekannt dafür, die Konzentration zu schulen, das abstrakte Denken zu fördern und die Feinmotorik zu verbessern. Deshalb sind Puzzles nicht nur in Kindergärten, sondern auch in Altersheimen beliebt. Demenzkranke Menschen können beim Puzzeln ihre geistigen Fähigkeiten trainieren. Doch wie lässt sich diese Puzzle-Begeisterung während der Corona-Pandemie erklären und gibt es noch weitere gesundheitliche Vorteile, die das Puzzlen verspricht?

Puzzlen schüttet Glückshormone aus

„Entspannen und Abtauchen im stressigen Alltag, das ist für viele Puzzlefans der Hauptgrund, die kleinen Teilchen zusammenzusetzen. Zudem suchen Menschen in digitalen und schnelllebigen Zeiten eine haptische Auszeit, eine mit Fühlen und Anfassen“, heißt es in einer Pressmitteilung des Spiele- und Puzzleherstellers Ravensburger. Seit dem Beginn der Coronakrise ist die Nachfrage gestiegen: Im Frühjahr waren Puzzles so gut wie ausverkauft, auch jetzt noch sind sie gefragt.

Intelligenzforscher Dr. Siegfried Lehr sprach in einem Interview von einem sogenannten „Flowzustand“, der beim Puzzeln erreicht wird und der Glückshormone ausschüttet: „Bereits während des Spieles, wenn es nicht zu leicht und nicht zu schwer ist, treten bei vielen Personen Zeiten auf, in denen sie sich sowie alles um sich herum und auch die Zeit vergessen und ganz bei der Sache sind und einfach nur weitermachen wollen.“

Das erklärt also, warum das Puzzlen momentan auf solch große Begeisterung stößt. (Puzzle-)Stück für Stück erschaffen wir uns ein bisschen Ordnung und Normalität, die uns schmerzlich fehlen. Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand. Die Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus, Social Distancing und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dominieren unseren Alltag. 

Während der Corona-Pandemie versuchen wir, möglichst viele Dinge digital zu erleben: Satt persönlicher Meetings finden Videokonferenzen statt, wir schwitzen beim Online-Sportkurs in unseren vier Wänden und verabreden uns mit unseren Liebsten bei Zoom oder Skype. Beim Puzzlen hingegen ist Digital Detox angesagt. Wir sind vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt und beschäftigen uns nur auf das Zusammenlegen der Pappteilchen – kein flackernder Bildschirm, keine eintreffenden Nachrichten oder Anrufe, die uns ablenken können.

Die besten Tipps fürs Puzzlen

  • Anfänger sollten mit einer leichten Variante beginnen und sich das Puzzle mit 5000 Teilen für später aufheben. Das steigert die Motivation!
  • Die Wahl des Motives ist nicht unwichtig. Wählen Sie ein Motiv, das Ihnen gefällt, so haben Sie mehr Freude an Ihrem Puzzle.
  • Bevor Sie eifrig anfangen zu puzzlen, schaffen Sie genug Platz und räumen Sie gegebenenfalls den Esstisch frei. Eine Puzzleunterlage ist besonders praktisch, da sie sich einrollen lässt, ohne das Puzzle kaputt zu machen.
  • Beim Puzzlen werden Ihre Augen sehr beansprucht, deshalb sollten Sie für gute Beleuchtugn sorgen. Am besten Sie puzzlen bei Tageslicht und suchen sich einen Platz am Fenster.
  • Sortieren Sie die Stücke nach Farben oder nach auffälligen Objekten – so behalten Sie den Überblick.
  • Vielleicht kennen Sie diesen Tipp noch aus Kindertagen: Beginnen Sie stets mit dem Rand, der quasi das Fundament beim Puzzle bildet.
  • Setzen Sie erst auffällige Flächen und Motive zusammen. Heben Sie sich einfarbige Flächen bis zum Schluss auf.
  • Machen Sie eine Pause, wenn Sie nicht weiterkommen oder die Konzentration schwindet.
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