6. Mai 2021
Mit Gardinen und Vorhängen das Wohnzimmer verschönern

So verschönern Sie mit Gardinen und Vorhängen Ihr Wohnzimmer

Gardinen und Vorhänge sind eine praktische Möglichkeit, um Ihr Wohnzimmer schön zu gestalten und gleichzeitig vor Blicken von außen zu schützen. So verschönern Sie Ihre Wohnung mit Gardinen und Vorhängen.

Zugegeben, nicht in jedem Raum wäre es nötig, das Fenster mit Gardinen oder Vorhängen abzuhängen, denn ursprünglich wurden Gardinen und Vorhänge dazu erschaffen, um neugierige Blicke fernzuhalten. Als Alternative zum Fensterladen und zum Rollladen sind die Stoffe am Fenster entstanden. Doch bei weiter Wohnbebauung, in den oberen Stockwerken oder bei Fenstern aus Spiegelglas sind Gardinen und Vorhänge als Sichtschutz eigentlich überflüssig.

Heute jedoch ist der Fensterschmuck viel mehr als nur funktional. Er sorgt für Wohnatmosphäre und greift im besten Fall den roten Faden auf, der sich einrichtungstechnisch durch Wohnung oder Haus zieht. Die Highlights fürs Wohnzimmer stellt diese Beitrag schlaglichtartig vor – und bietet damit Inspiration für den Wohnraum zuhause.

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Luftig leicht und doch gemütlich – diese Eigenschaften haben besonders helle Dekoschals. Sie lassen das Maximum an Licht durch, geben dem Raum aber dennoch weichere Konturen.

Hübsch anzusehen: der Dekoschal

Wer das große Glück hat, dass das Wohnzimmer nicht einsehbar ist – aufgrund der Lage des Hauses, des Raumes oder weil der Garten uneinsichtig ist – der setzt bei der Wahl von Gardinen und Vorhängen in der Regel auf einen Dekoschal. Dieser kaschiert den Wandvorsprung optimal und lässt den Taster für den elektrischen Rollladen ebenso zuverlässig verschwinden wie den Gurt, um den Rollladen manuell hoch und runter zu bewegen. Doch welche Varianten gibt es, um via Dekoschal das Fenster im Wohnzimmer zu umrunden?

  • Für eine luftig-leichte Gardinendeko am Fenster sorgen Schlaufen- und Ösenschals. Dabei ähneln sich beide Modelle in ihrer Grundkonzeption. Der Schlaufschal hat aus Stoff gefertigte Schlaufen, die auf die Gardinenstange aufgefädelt werden. Beim Ösenschal sind eben dort meist silbern eingefasste Ösen zu sehen. Der Unterschied? Der Ösenschal hat mehr Führung, fällt ordentlicher und lässt sich leichter schieben.

  • Wer’s akkurat möchte und immer dieselben, ordentlich gelegten Gardinenfalten vor dem Fenster sehen möchte, der setzt auf einen Zugband- oder Kräuselbandschal. In beiden Varianten sorgt ein extra Band nahe der Gardinenstange dafür, dass die Gardinenfalten ordentlich gelegt werden können – und dort auch so bleiben.

  • Die mit Abstand luftigste Variante ist der Fadenvorhang, der ein wenig an Spaghetti beim Trocknen erinnert. Hauchdünne Stofffäden wurden dabei am oberen Ende des Dekoschals fest miteinander verwebt. Tipp: In Haushalten mit kleinen Kindern, die die Spaghetti als Spielzeug missverstehen könnten, sowie wenn Haustiere in der Wohnung oder im Haus leben, ist dieser feine Vorhang nicht ideal.

Deko-Tipp: Am kreativsten lassen sich Schlaufenschals am Fenster drapieren. Dadurch, dass eine feste Führung fehlt, die den Dekoschal und seine Falten akribisch genau erhält, sind hier viele Dekovarianten denkbar. So könnte ein lockerer Knoten auf etwa ein Drittel der Gardinenhöhe (vom Boden ab gemessen) die Gardine sehr kreativ fixieren. Auch Gardinenklammern können sich dort gut anbringen lassen.

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Der Schlaufenschal lädt ein zum Kreativsein. Er lässt sich zweifarbig drapieren, binden, knoten und zusammenhalten.

Symmetrisch und modern: die Schiebegardine

Die Schiebegardine ist ein Stück weit die Antwort auf die Scheibengardine, die in die Küche zurückgedrängt wurde und vornehmlich dort zu finden ist. Die Schiebegardine hingegen hängt von der Gardinenschiene nach unten – ordentlich, symmetrisch und je nach Stoff auch mehr oder weniger blickdicht. Wer es besonders ordentlich möchte und verhindern will, dass die Gardine bis an den Boden reicht, der setzt auf mehrere Bahnen des Schiebevorhangs, die nebeneinander gehängt werden. Der Schiebevorhang hat die perfekte Länge, wenn er einige Zentimeter über dem Boden schwebt. In sich dynamisch wird das Konstrukt dann, wenn mehrere Schiebegardinen voreinander hängen, die dann variabel hin- und hergezogen werden – ohne sich dabei zu behindern.

Deko-Tipp: Trotz aller Symmetrie muss ein Schiebevorhang mitnichten eintönig sein. Das beweisen moderne Scheibenvorhänge mit Lasercut. Auf etwa ein Drittel der Länge (von unten gemessen) wurde bei diesen Modellvarianten ein pfiffiges Ornament ausgestanzt. Kreise, Ecken und andere symmetrische Formen durchbrechen die strenge Form der Bahn – für ein witziges Dekoelement, das vielleicht auf einem Wandtattoo wieder aufgegriffen werden könnte, um eine stimmige Gesamtdeko zu erreichen.

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Die Kombinationsmöglichkeiten im Wohnzimmer sind vielfältig. Wer den Streifenlook schätzt, könnte einen Doppelrollo am Fenster anbringen, um vor Blicken oder Sonneneinstrahlung zu schützen. Denkbar ist dazu ein Dekoschal in heller oder dunkler Farbe.

Gut kombiniert: Dekoschal und Schiebegardine

Kombiniert werden darf das, was gefällt. Das ebnet auch die Dekobahn für eine Kombination aus Dekoschal und Schiebegardine. Eine Komponente sollte dabei möglichst schlicht gehalten werden. Oder andersherum gedacht: Zu einer transparenten Schiebegardine darf gerne ein kräftig bunter Dekoschal kombiniert werden – wenn es zur Wohnzimmereinrichtung passt. Von Vorteil ist die Kombination aus Schiebegardine und Dekoschal beispielsweise in dem Fall, dass die Schiebegardine vor neugierigen Blicken abends schützt – ohne dass direkt der Rollladen geschlossen werden muss. Auch wenn der Essbereich ins Wohnzimmer integriert ist, ist es oftmals angenehmer, wenn beim Essen mehr Privatsphäre herrscht.

Tipp: Wenn der Nachwuchs nicht den unmittelbaren Blick auf die im Garten tobenden Nachbarskinder hat, dann wird es auch einfacher, das Mittagessen strukturiert und ordentlich über die Bühne zu bringen.

 

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