9. Juli 2021
Hart oder weich: Mit dem richtigen Matratzen-Härtegrad gesünder schlafen

Hart oder weich: Mit dem richtigen Matratzen-Härtegrad gesünder schlafen

Wenn Sie sich morgens trotz ausreichend Schlaf wie gerädert fühlen, kann der Härtegrad Ihrer Matratze Schuld sein. Wir erklären, wie Sie mit dem richtigen Matratzen-Härtegrad gesünder schlafen.

Der Härtegrad der Matratze beeinflusst unsere Schlafqualität.

Fühlen Sie sich trotz ausreichend Schlaf am Morgen wie gerädert? Sind ihre Muskeln im Bereich der Schultern und am Nacken verspannt? Zeigen sich Schmerzen im Rücken oder an den Beinen und Armen? Dann liegt das oft an einer falschen Matratze. Deren Härtegrad trägt wesentlich zu einem erholsamen Schlaf bei. Ist die Unterlage zu hart oder zu weich, wirkt sich das negativ auf die Gesundheit aus. Wir verraten Ihnen, wie Sie den richtigen Härtegrad für Ihre Bedürfnisse finden.

Was bedeutet der Härtegrad bei Matratzen?

Für jeden gibt es den perfekten Härtegrad. Dieser richtet sich nach dem Körperbau und dem Körpergewicht. Weitere Faktoren sind:

  • Alter,
  • mögliche Erkrankungen und
  • individuelle Schlafgewohnheiten.

Zu unterscheiden sind fünf Härtegrade von H1 (weich) bis H5 (ultra-fest).

Den optimalen Matratzen-Härtegrad erkennen Nutzer nur durch Ausprobieren. Legen Sie sich auf die Aufleger, bildet Ihr Körper in Seitenlage eine perfekte Linie. In Rückenlage behält der Rücken seine normale S-Form. Sinken Sie mit den Schultern und Hüften zu wenig oder zu weit ein, knickt das Rückgrat ab. Die Matratze stützt es nicht ausreichend. Durch eine falsche Matratze zeigen sich verschiedene Symptome. Betroffene klagen über:

  • Kopfschmerzen,
  • Erschöpfung und
  • dauerhafte Verspannungen.

Welcher Härtegrad eignet sich für Ihr Gewicht?

Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl ist das Körpergewicht. Es beeinflusst, wie stark Sie in die Unterlage einsinken. Schwere Nutzer setzen daher auf härtere Materialien als Leichtgewichte.

Ein Überblick über die verschiedenen Härtegrade zeigt, welche Matratze sich am besten für Sie eignet:

  • Härtegrad 1 (H1): Heranwachsende und Nutzer unter 60 Kilogramm
  • Härtegrad 2 (H2): für 60 bis 80 Kilogramm Gewicht
  • Härtegrad 3 (H3): optimal für 80 bis 110 Kilogramm
  • Härtegrad 4 (H4): für Anwender mit 110 bis 130 Kilogramm geeignet
  • Härtegrad 5 (H5): für schwere Nutzer ab 130 Kilo

In Deutschland sind die Härtegrade H1 und H5 relativ selten. Verbreitet sind mittlere bis harte Bereiche. Frauen bevorzugen den Härtegrad 2, Männer den Härtegrad 3.

Wie beeinflusst die Körperform den Härtegrad?

Die Einteilung nach dem Gewicht dient als erste Orientierung zur Auswahl des Matratzen-Härtegrades. Zu beachten gilt, dass die Angaben zwischen den Herstellern schwanken. Zudem spielen die Körperproportionen eine weitere Rolle. Sind Sie schlank und groß, benötigen Sie einen geringeren Härtegrad. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßiger über die Fläche, wodurch Sie weniger tief einsinken. Umgekehrt sieht es bei kleinen, korpulenteren Personen aus. Hier ist die empfohlene Matratze in vielen Fällen zu weich. Muskulöse, sportliche Typen empfinden härtere Unterlagen als angenehmer.

Wie hängt die Schlafposition mit der Matratzenhärte zusammen?

Im Bestfall sinken Seitenschläfer mit den Schultern und den Hüften weit in die Matratze ein. Das unterstützt eine ergonomische Positionierung der Wirbelsäule. Die optimale Schlafposition ergibt sich in Rückenlage. Wichtig ist, dass der Aufleger hart genug ist, damit der Lendenbereich nicht zu stark einsinkt. Etwas fester sind die Unterlagen von Bauchschläfern. Sie ermöglichen eine ausgeglichene Lagerung von Körper und Kopf.

Fazit: Der Härtegrad hängt nicht nur vom Gewicht ab

Der Härtegrad einer Matratze ist entscheidend, wenn es um gesunden, erholsamen Schlaf geht. Ein ungeeigneter Aufleger führt zu körperlichen Beschwerden. Es zeigen sich Kopfschmerzen, Verspannungen in Nacken und Schultern oder Rückenschmerzen. Teilweise klagen Nutzer trotz ausreichend Schlaf über eine unerklärliche Erschöpfung. Schuld daran ist in vielen Fällen ein falscher Härtegrad. Diesen bestimmen Sie anhand von Körperbau und Körpergewicht. In Deutschland verbreitet ist der Härtegrad 2 für Frauen mit 60 bis 80 Kilogramm Gewicht. Schwere Männer mit 80 bis 110 Kilogramm setzen auf die Matratze mit Härtegrad 3. Weitere wichtige Faktoren sind die Schlafposition und die Körperproportionen.

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