Hilfe bei Beeinträchtigungen: So werden die eigenen vier Wände sicherer

Hilfe bei Beeinträchtigungen: So werden die eigenen vier Wände sicherer

Das Alter, körperliche Einschränkungen oder auch nur die eigene Unbeholfenheit: Das eigene Heim kann zu einer größeren Gefahr werden. Dabei gibt es Hilfsmittel für diejenigen, die unsicher zu Fuß sind, gesundheitliche Einschränkungen haben oder schlichtweg die Last des Alters auf ihren Schultern spüren. Doch welche Hilfsmittel können im Hausalltag helfen.

Brille
© Pixabay/Felix Wolf
Die Brille ist eine Sehhilfe, die viele Menschen schon recht früh benötigen. Bei weiteren Beeinträchtigungen und im Alter lassen sich jedoch noch weitere Hilfen nutzen.

Hausnotruf

Für Hausnotrufgeräte kann nicht ausreichend plädiert werden. In der Tat: Er kann Leben retten. Die Angebote gibt es von verschiedenen Institutionen, doch sie haben stets die wichtigsten Gemeinsamkeiten:

  • Alarm – ob als Kette um den Hals, als »Smart-Notruf« am Handgelenk oder teilweise auf Zuruf zum Gerät: Sobald der Nutzer fällt oder sich in einer schwierigen Lage befindet, kann er über das Gerät Hilfe erhalten. Die Gadgets sind mit der Zentrale verbunden, die wiederum den Notarzt oder auch die Feuerwehr ruft. Meist wird ein Schlüssel drapiert, damit Helfende hineinkommen.
  • Nutzung – der Hausnotruf geht auf die ärgste Problematik ein: Im Haus geschehen viele Unfälle und gerade ältere Personen erleiden oft schwere Schäden, weil ihnen nicht rasch genug geholfen wird. Über den Hausnotruf lässt sich bei einem Sturz direkt Hilfe ordern.
  • Reichweite/Memo – je nach Anbieter deckt der Alarm nicht nur die Wohnung, sondern auch Garten oder Keller ab. Meist ist es so gehalten, dass sich Nutzer abmelden, wenn sie beispielsweise zum Einkaufen gehen und wieder anmelden, wenn sie zurückkommen. Andere Anbieter wünschen sich eine kurze Bestätigung morgens und abends – einfach, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.

Der Hausnotruf kann eingeschränkten Personen nur dringend empfohlen werden. Wer allein daheim lebt, der kann nicht auf fremde Hilfe bei einem Sturz hoffen.

Anti-Rutschmatten

Schon in jungen Jahren fliegt der eine oder andere über einen Teppich oder mit ihm hin. Was im Märchen jedoch perfekt gelingt, endet daheim oft mit Blessuren. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Teppiche und Läufer mit Anti-Rutschmatten auf dem Boden zu befestigen. Es gibt jedoch Einschränkungen: Sehr dünne Läufer neigen dazu, sich an den Enden aufzurollen. Hier hilft nun keine Anti-Rutschmatte gegen die Stolpergefahr, doch spezielle Klebestreifen bieten Abhilfe.

Wo Anti-Rutschmatten absolut sinnvoll und notwendig sind: Im Badezimmer. Dusche und auch Badewanne sollten mit sicheren und fest haftenden Matten bestückt werden. Auch die Badematte vor dem Ausstieg ist sicherer, wenn sie auf dem Boden haftet.

Produkte bei Seh- oder Hörschädigung

Lässt die Sehkraft deutlich nach oder fiel das Hören früher wesentlich leichter, sind meist Hilfsmittel nötig. Früher waren diese Hilfsmittel eher sporadisch anzutreffen und vor allem sehr auffällig. Das hat sich dank neuerer Technik geändert:

  • Sehhilfen – die moderne Technik lässt sehschwache Personen gut am Leben teilhaben. E-Bookreader erlauben das Lesen, auch Bildschirme lassen sich auf die Augen einstellen. Noch viel wertvoller sind jedoch Vorleseprogramme. Ob als App auf dem Smartphone, die es erlaubt, die Fernsehzeitung zu scannen und schließlich vorzulesen, ob als digitaler Assistent, der Bücher, Rezepte und Kalender vorlesen kann – die Technik bietet diverse Hilfen.
  • Hörschädigung – hat es geschellt? Diese Frage stellen sich etliche Personen mit Hörschäden. Abhilfe kann wiederum die Technik schaffen: Türklingeln lassen sich mit digitalen Assistenten verbinden, wer dies nicht möchte, der findet Kombinationen mit Leuchten: Schellt es, so leuchtet die Lampe. Auch Smartphone-Apps können nun helfen, wobei sie wiederum bedeuten, dass das Gerät stets zur Hand sein muss. Wer das nicht mag, der kann sich mit vielen Fitness- und Smartwatch-Uhren behelfen: Einmal mit dem Smartphone verbunden, lassen sich die Benachrichtungs-Apps auswählen. Schellt es beispielsweise an der Tür, wird nun die Uhr am Handgelenk vibrieren.

Auch für Gegensprechanlagen oder Telefonate gibt es längst gute Hilfsmittel. Etliche Programme verwandelt Wort zu Text, sodass ein Hörgeschädigter während des Telefonats das Gesprochene ablesen kann.

Fazit – sicher und komfortabel

Die heutigen Möglichkeiten, um auch im höheren Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen noch gut zu Hause leben zu können, sind vielfältig. Die Technik macht vieles möglich. Auf den Hausnotrufknopf sollte jedoch niemals verzichtet werden. Er hat schon häufig verhindert, dass Senioren nach einem Sturz für Stunden – oder gar länger – hilflos im Bad lagen.

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