3. Dezember 2021
Trockene Haut? Diese 4 Ursachen stecken dahinter

Trockene Haut? Diese 4 Ursachen stecken dahinter

Mit trockener Haut haben vor allem in den Wintermonaten viele Menschen zu kämpfen. Doch nicht nur die warme Heizungsluft macht unserer äußeren Schutzbarriere zu schaffen. Hier sind 4 häufige Ursachen für Hauttrockenheit.

Eigentlich sorgen die Talgdrüsen dafür, dass unsere Haut stets mit einem dünnen Fettfilm überzogen ist. Allerdings können äußere Einflüsse wie das Wetter dafür sorgen, dass die Drüsen weniger Talg produzieren oder bestimmte Hautschichten beschädigt werden. Ebenso kann ein ungesunder Lebensstil der Haut Feuchtigkeit entziehen und sie so zum Austrocknen bringen. Nicht selten kommt es dann zu einem rissigen, faltigen Hautbild und einer erhöhten Empfindlichkeit. Die folgenden vier Ursachen können dahinterstecken.

Trockene Haut? Diese 4 Ursachen stecken dahinter

1. Rauchen

Dass Rauchen nicht gut für unsere Lungen ist, ist weitgehend bekannt. Aber wussten Sie schon, dass die Zigaretten auch Ihr Hautbild stark beeinträchtigen können? Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) schadet das Rauchen von Zigaretten Ihrer Haut gleich auf mehrere Arten und Weisen: „Es beschleunigt die Hautalterung, beeinträchtigt die Wundheilung und fördert die Entstehung verschiedener Hautkrankheiten“. Das enthaltene Nikotin verengt die Blutgefäße, wodurch Ihre Haut schlechter durchblutet wird. Ebenso entzieht es der obersten Hautschicht Wasser und trägt somit zur Austrocknung bei. Dadurch lässt der Tabakkonsum Ihre Haut faltiger werden und vorzeitig altern: „So ist die Haut von Rauchern, die 20 Zigaretten pro Tag konsumieren, bereits im mittleren Lebensalter um zehn Jahre mehr gealtert als bei Nichtrauchern“, heißt es vonseiten des DKFZ.

2. Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

Essen Sie täglich zwei Portionen Obst und mindestens drei Portionen Gemüse? Falls nicht, könnte dies die Ursache Ihrer trockenen Haut sein. Denn, frische pflanzliche Lebensmittel haben einen enorm hohen Wasseranteil und leisten somit einen großen Beitrag zu unserem Flüssigkeitshaushalt. Ebenso enthalten sie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Haut pflegen und mithilfe von Antioxidantien vor Sauerstoffstress schützen. Fertigprodukte, Fast Food und Süßigkeiten sind hingegen kontraproduktiv und können das Hautbild verschlechtern. Ebenso wichtig wie die Ernährung ist es, vor allem im Winter genügend zu trinken. Mit Wasser und ungesüßten Tees sollten Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt aufrechterhalten. Alkohol hingegen sollte gemieden werden, da er dem Körper Wasser entzieht.

Spannend: Ein britisches Forschungsteam fand in einer Studie heraus, dass vor allem Menschen, die sich bislang ungesund ernähren, mithilfe einer Ernährungsumstellung ein als attraktiver wahrgenommenes Hautbild mit weniger Falten und einem strahlenderen Teint erreichen können. Die Forschenden empfehlen eine Erhöhung der Gemüse- und Obstzufuhr auf mindestens fünf Portionen am Tag – je mehr buntes Gemüse, desto besser.

3. Wetter

Tatsächlich kann unserer Haut nicht nur das kalte, ungemütliche Winterwetter zu schaffen machen. Auch im Sommer können wir unserer Haut schaden, indem wir sie lange und ungeschützt der Sonnenstrahlung aussetzen. Dann trocknet sie nicht nur aus und erleidet einen Sonnenbrand, auch das Risiko für Hautkrebs erhöht sich bei übermäßiger UV-Strahlung. Die meisten leiden jedoch vor allem im Winter unter einer trockenen und besonders empfindlichen Haut. Schuld daran ist einerseits die Kälte, durch die sich die Blutgefäße in unserer Haut zusammenziehen. Dadurch wird sie weniger gut durchblutet und die fettenden Talgdrüsen sind weniger aktiv. Ebenso entzieht die trockene, warme Heizungsluft unserem Körper Flüssigkeit, weswegen Sie gerade im Winter mindestens zwei Liter täglich trinken sollten.

4. Reinigungsmittel

Putzen Sie Ihre Wohnung stets ohne Schutzhandschuhe? Das sollten Sie zukünftig überdenken, da einige Putzmittel die natürliche Säurebarriere Ihrer Haut angreifen und beschädigen können. Hierzu gehören unter anderem Chlor, Wasserstoffperoxid, Natriumhypochloritlösung, Polyetherpolyphosphat, Sulfamidsäure. Das führt auf Dauer nicht nur zu trockener Haut, sondern begünstigt auch die Entstehung von Hautirritationen. Tragen Sie daher stets Handschuhe beim Putzen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.

Wann sollte ich mit trockener Haut zum Arzt gehen?

Da trockene Haut auch die Folge oder ein Symptom bestimmter Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Pilzinfektionen oder Allergien sein kann, sollten Sie bei entsprechendem Verdacht Ihren Hausarzt oder Hautarzt aufsuchen. Insbesondere bei einer plötzlichen Veränderung Ihres Hautbildes ohne veränderten Lebensstil könnte eine krankhafte Ursache vorliegen. Ebenso können einige Medikamente Ihre Haut empfindlicher machen oder ihr Flüssigkeit entziehen. Hierzu gehören Kortison, entwässernde Medikamente zur Blutdrucksenkung, Cholesterinsenker, Krebsmedikamente und die Pille.

Tipp: Wenn Ihre Haut trotz regelmäßiger Pflege ungewöhnlich trocken, wund, juckend oder schuppig ist, sollten Sie Ihre Hautärztin kontaktieren, um die Ursache abklären zu lassen.

Quellen: gesund.bund.de, aok.de, dkfz.de

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