9. März 2021
Rosacea – Ursachen der chronischen Hauterkrankung

Rosacea: Welche Ursachen stecken hinter der Hauterkrankung?

Rosacea oder Kupferröte ist eine chronische Hautkrankheit, unter der in Deutschland bis zu vier Millionen Menschen leiden. Doch wie entsteht eine Rosacea und was sind die Ursachen? Wir verraten es Ihnen!

Die Hauterkrankung Rosacea betrifft vor allem Frauen ab dem 30. Lebensjahr und ist für Betroffene meist eine schwere Last. Das Unwohlsein wegen des eigenen Aussehens belastet die Psyche. Dazu kommen oftmals Schmerzen an den geröteten und knotigen Hautstellen. Doch was genau ist Rosacea und welche Ursachen stecken hinter der Krankheit?

Was ist Rosacea?

Rosacea – auch als „Kupferrose“ oder "Gesichtsrose" bekannt – ist eine chronische Hauterkrankung, die sich durch entzündete und gerötete Hautstellen äußert. In 90 Prozent der Fälle ist die mittlere Gesichtspartie betroffen und die Erkrankung trifft meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Rosacea betrifft in Deutschland etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung – also bis zu 4 Millionen Menschen.

Viele verwechseln den rötlichen Hautausschlag anfangs mit einer Allergie oder Akne. Bezeichnend für die Rosacea sind jedoch vor allem sichtbar hervortretende Äderchen, schmerzhafte Knötchen und Bläschen. Bei rund 50 Prozent der diagnostizierten Fälle klagen die Patienten auch über Augenbeschwerden.

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Was sind die Ursachen der Rosacea?

Die genaue Ursache dieser Hautkrankheit ist bisher noch ungeklärt. Hautärzte und Wissenschaftler gehen jedoch von einer multifaktoriellen Entstehung aus, d.h. es gibt vermutlich immer mehrere Ursachen für eine Rosacea. Als größter Faktor wird eine Überreaktion des Immunsystems genannt, welche die Entzündungsreaktionen der betroffenen Hautstellen erklären würde. Diese ähnelt denen anderer Autoimmunerkrankungen und könnte genetischen Ursprungs sein.

Des Weiteren könnten pathologische Veränderungen der Blut- und Lymphgefäße zur Entstehung der Rosacea beitragen, ebenso wie neuronale Ursachen, also Fehler in den Nervenbahnen und dem Nervensystem. So könnten all diese Faktoren dazu beitragen, dass ein bestimmtes Protein, welches in der Haut vorkommt, übermäßig produziert wird und eine übermäßige Abwehrreaktion hervorruft.

Eine bestimmte Milben-Art – die sogenannte Demodex-Milbe – wurde ebenfalls vermehrt auf der Haut der Betroffenen gefunden, weshalb auch hier ein ursächlicher Zusammenhang naheliegt.

Ernährung: Was sollte man bei Rosacea nicht essen?

Wie bei allen entzündlichen Erkrankungen sollten Sie auch bei der Rosacea auf eine pflanzenbetonte Ernährung mit möglichst wenig Zucker und gesättigten Fetten setzen. Denn Zucker und tierische Fettsäuren können Entzündungsreaktionen im Körper begünstigen und somit eine Rosacea befeuern. Zusätzlich gibt es bei der Rosacea bestimmte Auslöser oder Trigger, die die Krankheitssymptome verschlimmern und einen Schub auslösen können. Hierzu gehören Alkohol sowie scharfe Speisen und Gewürze wie Chili, Ingwer oder schwarzer Pfeffer.

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Quellen: rosacea-info.de

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