Nicht komedogene Pflege: Was ist das und warum sollten Sie es wissen?

Nicht komedogene Pflege: Was ist das und warum sollten Sie es wissen?

Vielleicht ist Ihnen auf Ihren Kosmetikprodukten schon einmal der Zusatz „nicht komedogen“ begegnet. Sie haben es nicht weiter beachtet, weil es Sie nicht interessiert hat? Dabei ist dieser Zusatz äußerst wichtig, denn er bedeutet, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zur Verstopfung der Poren führen und damit auch keine Mitesser auslösen. Die kleinen schwarzen Talgansammlungen unter der Haut können nämlich durchaus von falscher Pflege und komedogenen Produkten entstehen. 

Komedogene Pflegeprodukte haben negative Folge 

Sie pflegen täglich Ihr Gesicht, aber trotzdem treten immer wieder neue Hautunreinheiten auf? Möglicherweise nutzen Sie die falschen Pflegeprodukte. Eine nicht komedogene Sonnencreme beispielsweise sorgt dafür, dass Ihr Gesicht nicht mit zusätzlichen Belastungen konfrontiert wird und die Gefahr neuer Hautunreinheiten nicht befeuert wird.

Komedogene Pflegeprodukte hingegen fördern die Entstehung von Mitessern. Zwar tauchen diese nicht zwingend auf, sie können eine Verstopfung der Talgdrüsen aber zumindest begünstigen. Wie wichtig aber gesunde Haut fürs Wohlbefinden ist, wissen die meisten Menschen.

Um zu verstehen, welche Bedeutung das hat, ist es wichtig zunächst die Entstehung von Mitessern zu verstehen. In der Haut befindet sich Talg, der durch die Talgdrüsen produziert wird. Verstopfen sie, entsteht oft ein schwarzer Punkt unterhalb der Haut, es handelt sich um einen Mitesser. Kann der Talg nicht abfließen, kann er sich entzünden und es kommt zur Bildung eines Pickels.

Wie können Pflegeprodukte Mitesser fördern?

Eigentlich ist die tägliche Hautpflege dazu gedacht, Hautunreinheiten zu beseitigen. Doch gerade bei zusätzlichen Produkten wie Sonnencremes und Feuchtigkeitscremes wird die Pflegewirkung kaum berücksichtigt. Dabei droht hier besonders große Gefahr. Fetthaltige Cremes und Öle legen sich wie ein Schutzfilm über die Haut, nicht nur im Gesicht, sondern überall dort, wo sie angewandt werden.

Dieser Fettfilm schützt zum Beispiel vor Austrocknung oder vor UV-Bestrahlung. Wenn die Talgdrüsen aber gleichzeitig sehr viel Hautfett produzieren oder wenn die Haut generell empfindlich reagiert, können sich unter dem Schutzfilm Mitesser bilden. Die wiederum sind dann nicht nur unschön anzusehen, sondern bringen die Gefahr einer Entzündung mit sich.

Wichtig zu wissen: Der Zusatz „nicht komedogen“ auf Kosmetikprodukten bedeutet nicht, dass damit Mitesser behandelt werden können. Es bedeutet lediglich, dass die Förderung von neuen Mitessern nicht vorangetrieben wird!

Diese komedogenen Stoffe sollten Sie kennen 

In den meisten Fällen sind Öle und Fette in der Pflege dafür verantwortlich, dass die Haut Mitesser entwickelt. Doch es gibt eine weitere Anzahl an komedogenen Stoffen, auf die in der Hautpflege besser verzichtet werden sollte. Dazu gehören: 

  • Mineralöle wie Vaseline, Paraffin, Erdöl oder Braunkohle
  • tierische Fette wie Lanolin 
  • pflanzliche Fette wie Maiskeimöl, Kakaobutter, Kokosöl, Palmöl oder Olivenöl

So schadhaft kann komedogene Kosmetik für die Haut sein 

Nicht jeder Hauttyp bekommt durch die Verwendung komedogener Kosmetik automatisch Mitesser. Trockene Haut braucht teilweise sogar Öl-Produkte, um sie vor Austrocknung zu schützen. Hierfür sind Kokos- und Olivenöle sehr gut geeignet. 

Fettige Haut hingegen wird mit Ölen geschädigt, denn diese Haut produziert automatisch vermehrt Talg, sodass die zusätzliche Fettung zu Schäden führen kann. Nicht komedogene Öle gibt es allerdings auch, hierzu gehören Sheabutter, Arganöl und Jojobaöl. 

Nicht nur Kosmetik fürs Gesicht kann komedogen sein 

Mitesser können von verschiedenen Kosmetikprodukten verursacht werden. Dazu gehören dekorative Kosmetika, wie zum Beispiel Make-up oder Puder. Doch auch Körperlotionen und Sonnenschutzcreme können komedogen sein. 

Wenn Ihre Haut empfindlich ist oder zum automatisch nachfetten eignet, ist es für Sie besonders wichtig, dass Sie auf den Zusatz „nicht komedogen“ achten. Sonst kann es passieren, dass Sie sich im Sommer zwar vor Sonnenbränden und Sonnenschäden der Haut schützen, gleichzeitig aber die Entstehung von Mitessern fördern. 

Wichtig ist außerdem, dass Sie auf die Inhaltsstoffe der Kosmetikprodukte achten, denn der Zusatz ist derzeit nicht gesetzlich geschützt. Ob ein Hersteller ein Kosmetikprodukt als nicht komedogen bezeichnet, obliegt ihm selbst. Achten Sie also darauf, dass Sie tatsächlich keine entsprechenden Stoffe in Ihren Produkten vorfinden.

Für wen sind nicht komedogene Produkte geeignet?

Grundsätzlich können nicht komedogene Produkte für jede Haut verwendet werden, besonders empfehlenswert sind sie aber bei zu Akne neigender Haut oder zu generell fettiger Haut. Durch ihre leichte Textur und die Verringerung des Fettanteils wird das Auftreten lästiger Mitesser verhindert. 

Ob ein Produkt jedoch wirklich komedogen oder nicht komedogen ist, hängt vom Gesamtbild ab. Neigt die Haut generell zu Mitessern, ist der Zusatz auf dem Kosmetikprodukt wichtig. Als Orientierungshilfe ist der Zusatz sehr wertvoll, um die eigene Hautstruktur zu schützen. 

Einzelne komedogene Inhaltsstoffe bedeuten außerdem nicht, dass tatsächlich die Bildung von Mitessern gefördert wird. In der Praxis zeigt es sich, dass es auf die Gesamtzusammensetzung aller Stoffe ankommt. So kann ein einzelnes Öl nicht schädlich sein, wenn die Menge in Relation zu anderen Produkten geringfügig ist. 

Fazit: Beim Kauf von Kosmetik achtsam sein 

Der Kauf von Pflege- und Kosmetikprodukten erfordert Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Es lohnt sich, manchmal mehr als einmal die Inhaltsstoffe durchzulesen und im Zweifel auch bei Google nach unbekannten Stoffen zu recherchieren. Vor allem bei saisonaler Pflege wie Sonnencreme wird dem Zusatz nicht komedogen zu selten Bedeutung beigemessen, mit unangenehmen Folgen für die Haut.  

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