Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Es gibt viele Ursachen, die Haarausfall hervorrufen können. Sofern kein Mangel besteht oder genetische Gründe den Haarverlust verantworten, können einige Hausmittel dem Haarausfall entgegenwirken und das Wachstum anregen. 

Haarbüschel neben Bürste
© bina79/Adobe Stock

Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Jeder Mensch verliert täglich eine gewisse Anzahl an Haaren. Dieser Vorgang ist natürlich und nicht schädlich, da stetig neue Haare nachwachsen. Kritisch wird es nur dann, wenn ein Mensch mehr Haare verliert, als er neu bildet. In diesem Fall liegt ein unnatürlicher Haarausfall vor, der unterschiedliche Ursachen haben kann. Bestimmte Krankheiten, aber auch eine erhebliche Veranlagung oder hormonelle Störungen können Haarausfall auslösen. Ärzte vermuten außerdem, dass bestimmte Fälle von Haarausfall durch externe Umwelteinflüsse wie Schadstoffe entstehen.

Sofern der Haarausfall nicht erblich bedingt ist und beispielsweise aufgrund von Vitaminmangel oder einem übermäßigen Haarstyling entsteht, benötigt der Körper möglicherweise etwas mehr Unterstützung. Einige Hausmittel kämpfen schonend gegen den Haarverlust an, stärken die Kopfhaut und wirken wachstumsfördernd.

Bei lang anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe beanspruchen

Da sich eine eindeutige Ursache für den Haarausfall in vielen Fällen schwer bestimmen lässt, sollten Betroffene bei andauerndem Haarausfall zunächst eine ärztliche Untersuchung wahrnehmen. Anschließend entscheidet die Diagnose darüber, welche Medikamente und/oder Hausmittel zum Einsatz kommen. Auch erblich bedingtem Haarausfall stehen betroffenen Patienten nicht machtlos gegenüber. In schwerwiegenden Fällen können sie Finasterid kaufen, das vom Facharzt verschrieben wird und erblich bedingten Haarausfall nach einigen Monaten stoppen soll. Neben den medikamentösen Behandlungen ist es ratsam, die Haare fortan auf natürliche Weise zu pflegen. Dafür bieten sich Naturkosmetik-Shampoos ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe an. Diese Pflegemittel versorgen die Haare mit ausreichend Nährstoffen, sodass sie das Risiko für erneute Haarbrüchigkeit verringern.

Apfelessig gegen Haarausfall

Apfelessig gilt als wahrer Alleskönner und natürliches Haarpflegemittel. Dem natürlichen Produkt wird nachgesagt, die Widerstandsfähigkeit der Haarstruktur zu verbessern und auf diese Weise Haarbruch vorzubeugen. Gleichzeitig entfaltet die Essigsäure eine desinfizierende Wirkung, da sie Krankheitserreger abtötet und verstopfte Poren reinigt. Um den  Apfelessig anzuwenden, genügt es, für eine Haarwäsche 30 Milliliter Essig mit 60 Milliliter Wasser zu mischen. Mit dieser Kur lassen sich die Haare nach der normalen Wäsche ausspülen. Falls der Geruch zu unangenehm ist, können Anwender mit klarem Wasser nachspülen. Meistens verflüchtigt sich die Essignote aber im Laufe des Tages von selbst.

Bockshornklee unterstützt das Haarwachstum

Wissenschaftler konnten 2006 in einer Studie zeigen, dass Bockshornklee dank bestimmter Proteine das Haarwachstum anregt. Auch andere Inhaltsstoffe wie Vitamin B, C und Eisen unterstützen die Haarstruktur. So lässt sich einem Haarausfall unkompliziert mit den getrockneten Samen entgegenwirken, indem diese als Tee aufbereitet werden. Dafür einfach einige Samen mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen oder zu einer Paste anrühren. Anschließend wirkt die Mischung rund 30 Minuten auf der Kopfhaut ein und lässt sich danach mit lauwarmem Wasser ausspülen. Experten empfehlen, diese Bockshornklee-Spülung mehrmals pro Woche anzuwenden, um die Haarpracht dauerhaft zu stärken.

Brennnessel bei Haarausfall einsetzen

Brennnessel gehört zu den ältesten Heilkräutern der Welt. So enthält das Gewächs viel natürliches Vitamin C, A sowie Magnesium, Eisen und Kalzium. Mit diesen Bestandteilen wirkt Brennnessel vor allem einem ursächlichen Nährstoffmangel entgegen, der die Beschwerden auslöst. Eine Kur mit Brennnessel sollte mit jungen Pflanzen und entweder frischen oder getrockneten Blüten erfolgen. Alternativ schmecken die Samen pur oder als Beilage in Müsli, Suppen oder Salaten.

Aloe vera wirkt Haarverlust entgegen

Aloe vera bringt den Wirkstoff Beta-Sitosterin mit, der hormonell wirksam ist und unter anderem die Durchblutung anregt. Zudem wirkt die Aloe vera stark feuchtigkeitsspendend, was die Kopfhaut beruhigt. Um das Mittel bei Haarausfall anzuwenden, sollte es als Saft direkt auf der Kopfhaut aufgetragen werden und mehrere Stunden einwirken.

Koffein als durchblutungsförderndes Mittel bei Haarausfall

Auch Koffein im Kaffee eignet sich dazu, die Haarwurzeln zu stärken. Nutzen können Anwender abgekühlten Kaffee, der einfach einige Minuten auf der Kopfhaut einwirkt. Auch der übriggebliebene Kaffeesatz ist als Haarmittel nutzbar, indem er mit Wasser vermischt einmassiert wird. Nach höchstens zehn Minuten sollten Anwender den Kaffeesatz aus den Haaren waschen.  

Kokosöl stärkt das Haar von innen heraus

Kokosöl ist hilfreich, um entstandene Haarschäden zu reparieren und deren Struktur neu aufzubauen. Darin enthaltene Vitamine, Mineralien und gesättigte Fettsäuren wirken sich positiv aus. Idealerweise greifen Anwender hierbei auf naturbelassenes Kokosöl zurück, das hochwertige Inhaltsstoffe enthält. Zunächst sollte das Kokosöl erwärmt und, sobald es eine flüssige Konsistenz annimmt, auf der Kopfhaut einmassiert werden. Nach etwa einer halben Stunde (bei Bedarf auch länger) sollte das aufgetragene Öl mit der gewohnten Haarwäsche ausgewaschen werden.

Ätherische Öle einsetzen

Ätherische Öle sind ein universelles Hilfsmittel bei der Haar- und Körperpflege. Sie lassen sich bei übermäßigem Haarausfall mit einem sogenannten Trägeröl (etwa Kokos-, Oliven- oder Mandelöl) vermischen und sanft in die Kopfhaut einmassieren. Die Palette an dafür nutzbaren ätherischen Ölen reicht von Lavendel und Pfefferminze über Rosmarin und Salbei bis Zedernholz.

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