30. September 2021
Haarausfall: Ursachen und mögliche Therapien

Haarausfall: Ursachen und mögliche Therapien

Beinahe jeder zweite Mann leidet unter Haarausfall. Im hohen Alter sind es gar 80 Prozent, die mehr oder weniger stark davon betroffen sind. Selbst Frauen sind nicht davor geschützt. Grundlegend gibt es heutzutage einige Behandlungsansätze. Doch zunächst gilt es zu klären, welche Form des Haarausfalls vorliegt.

Mann mit Haarausfall
© Manuel-F-O/iStock
Es gibt verschiedene Ursachen, die Haarausfall verantworten.

Ursachen für den Haarausfall

Pauschal lassen sich die Ursachen für Haarausfall zunächst nicht zusammenfassen. Vielmehr gilt es zunächst die unterschiedlichen Arten von Haarausfall zu betrachten, denen wiederum vielfältige Ursachen zugrunde liegen.

Die mit Abstand häufigste Variante ist der erblich bedingte Haarausfall, seltener auch androgenetischer Haarausfall genannt. Dieser betrifft sowohl Frauen als auch Männer. Die Ursache für den erblich bedingten Haarausfall ist eine Veränderung der Wachstumsphasen aufgrund genetischer sowie hormoneller Faktoren. Während die Phasen selbst zunehmend kürzer werden, steigt zeitgleich die Dauer von Ruhephasen an. Optisch gleicht sich der erblich bedingte Haarausfall oftmals. Bei Frauen beginnen die Haare primär im Bereich der Schädelmitte auszufallen. Bei Männern sind es hingegen in der Regel die Schläfen sowie der Hinterkopf, die vom einsetzenden Haarausfall betroffen sind.

Als Alopecia areata wird der kreisrunde Haarausfall bezeichnet, welcher im Gegensatz zum androgenetischen Haarausfall nicht erblich bedingt ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, die sich nicht auf das Kopfhaar beschränkt, sondern prinzipiell an allen behaarten Körperstellen auftreten kann. In den meisten Fällen äußert sich die Erkrankung jedoch am Kopfhaar. Tritt der erblich bedingt Haarausfall primär bei Männern auf, betrifft der kreisrunde Haarausfall hingegen häufiger Frauen.

Die dritte und letzte Form ist der sogenannte diffuse Haarausfall. Auch er tritt häufiger bei Frauen auf und zeichnet sich dadurch aus, dass er scheinbar willkürlich Regionen des Kopfes betrifft. Dabei können vielfältige Gründe zu diesem Krankheitsbild führen. In den meisten Fällen sind es jedoch Mangelernährung, Stoffwechselerkrankungen oder die Veränderung des Hormonhaushalts, die für den diffusen Haarausfall verantwortlich sind.

Abgesehen von den drei aufgeführten Arten sowie deren Ursachen gibt es weitere Gründe, die zu Haarausfall führen können. Ein Beispiel hierfür ist der Haarausfall nach medikamentösen Behandlungen. Darüber hinaus kann Haarausfall auch als Symptom schwerer Erkrankungen wie Diabetes oder einer Infektion auftreten. Sofern Sie sich bislang nicht sicher sind, ob Sie unter übermäßigem Haarausfall leiden, kann ein Test als erster Schritt sinnvoll sein. Je nach Ergebnis empfiehlt es sich anschließend Maßnahmen einzuleiten oder gegebenenfalls einen Dermatologen aufzusuchen.

Mögliche Behandlungen und vorbeugende Maßnahmen

Insbesondere die Ursache ist maßgeblich dafür, ob Haarausfall behandelt werden kann. Bereits bei den ersten Anzeichen sollten Sie daher nicht zögern und einen Dermatologen aufsuchen. Dieser kann anhand diverser Fragen sowie einer Untersuchung des Wachstumsstatus feststellen, welche Gründe zum Haarausfall führen. Sollte es sich um einen erblich bedingten Haarausfall handeln, so sterben die Haarwurzeln nach und nach ab. Je länger gewartet wird, desto mehr Haare gehen verloren. Kontaktieren Sie hingegen frühzeitig einen Arzt, so kann dieser den Haarausfall mithilfe einer medikamentösen Behandlung verzögern oder gar gänzlich aufhalten.

Das beste Mittel gegen einen nicht erblich bedingten Haarausfall ist zweifelsohne eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Allerdings muss festgehalten werden, dass es keinesfalls ausreicht, fortan mehr Obst und Gemüse zu essen. Tatsächlich ist die Ernährung ein viel komplexerer Faktor für den Erhalt der Haare. So gilt es einerseits sicherzustellen, dass die Ernährung vitamin- und nährstoffreich ist, wobei besonders Eisen eine wichtige Rolle spielt. Lebensmittel wie Spinat, Kürbiskerne oder Leinsamen sind erstklassige Eisenlieferanten. Ferner konnten Studien nachweisen, dass ein fetthaltige Ernährung das Risiko für Haarausfall drastisch erhöht. Um den natürlichen Haarausfall zu stoppen, sollten Sie daher sicherstellen, dass Sie Ihre Ernährung gänzlich danach ausrichten. Kleine Umstellungen wirken sich meist nur geringfügig aus und können den Verlust der Haare nicht stoppen, sondern bestenfalls verlangsamen.

Lade weitere Inhalte ...