Hautpflege Welches Peeling ist das richtige für meine Haut?

Eine gesunde und schöne Haut wünscht sich so gut wie jeder. Gut, dass es auch für jeden Hauttyp die perfekte Lösung gibt: Peelings beim Dermatologen oder der Kosmetikerin haben eins gemeinsam: Sie hinterlassen ein ebenmäßiges Hautbild. Wir erklären die gängigsten Peeling-Methoden.

Kosmetik_Behandlung

Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen und Talgreste aus dem Gesicht. Sie sorgen dafür, dass die Haut geglättet wird und verleihen somit ein ebenmäßigeres Aussehen. Gleichzeitig können Pflege- und Wirkstoffe besser in die Haut eindringen, sodass Sie z. B. optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden kann. Je nach Hauttyp und Wirkung kommt jedoch ein anderes Peeling infrage. Wir stellen die Gängigsten vor.

Enzympeeling

Bei einem Enzympeeling werden Moleküle eingesetzt, die den Abtransport von Ablagerungen auf der Haut beschleunigen. Häufig werden Enzympeelings mit pflegenden Inhaltsstoffen oder auch Vitaminen versetzt, um ein optimales Ergebnis zu liefern. Diese Art zu peelen ist die schonendste und besonders bei empfindlicher Haut und unreiner Haut sinnvoll, da Reizungen z. B. durch Reibung bei mechanischen Peelings ausbleibt. Das ist wichtig für sensible, gerötete und irritierte Haut. Bei unreiner Haut sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass keine Streuinfektionen vorliegen, da diese durch das Peeling verbreitet werden können. Ist alles im grünen Bereich, darf das Enzympeeling ein- bis zweimal pro Monat zur Anwendung kommen.

Mechanisches Peeling

Das mechanische Peeling wirkt oberflächlich und ist auch die am weitesten verbreitete Peeling-Methode für Zuhause. Kleine Partikelchen reiben abgestorbene Hautschüppchen ab und sorgen so für eine weiche und ebenmäßige Haut. Bei empfindlicher Haut und auch Akne sollte jedoch kein oder nur ein ganz feines Peeling verwendet werden, da es die Haut zu sehr reizen könnte. Für ein mechanisches und auch umweltfreundliches Peeling für Zuhause eignen sich diese Reibepartikelchen:

  • Quarzsand
  • Kaffeesatz
  • Heilerde oder Tonerde
  • Bimsmehl
  • Meersalz
  • Zuckerkristalle
Je nach Grobheit der Peelingpartikel kann ein mechanisches Peeling einmal pro Woche bis alle zwei Wochen angewendet werden. Häufiger sollte es nicht sein, da die Haut sonst nicht genügend Zeit zur Regeneration bekommt, sie gereizt werden und es vermehrt zu Unreinheiten und Pickeln kommen kann.
 

Chemisches Peeling

Im Gegensatz zu einem mechanischen Peeling oder Enzympeeling dringt das chemische Peeling in die Haut ein. Dort bewirkt es, dass sich die Hautschichten abschälen, sodass die darunterliegende Haut zum Vorscheinen kommt. Je nach gewünschtem Ergebnis empfiehlt sich ein oberflächliches, mitteltiefes oder tiefes chemisches Peeling. 

Oberflächliches Peeling
Ein oberflächliches Peeling reinigt die Haut sanft und beseitigt Hautunreinheiten und leichte Pigmentflecken. Zu dieser Art Peeling gehören die Fruchtsäurepeelings.

Mitteltiefes Peeling
Bei einem mitteltiefen Peeling verwenden Dermatologen eine 35-prozentige Trichloressigsäure (TCA), um z. B. Fältchen rund um den Mund oder die Augen zu behandeln. Kombiniert mit Glykolsäure dringt das Peeling bis zu 0,45 Millimeter in die Haut ein. 

Tiefes Peeling
Ein tiefes chemisches Peeling ist am aufwendigsten anzuwenden. Die Trichloressigsäure ist höher konzentriert und wirkt mit zusätzlichen Phenolen. Das Risiko unerwünschte Nebenwirkungen ist hier deutlich höher als bei den oben erwähnten Peelings. Ein tiefes Peeling dringt, wie der Name schon sagt, tief in die Haut ein und verursacht dort Verletzungen, sodass es einer intensiven Nachbehandlung bedarf. 

Fruchtsäurepeeling

Ein Fruchtsäurepeeling arbeitet meistens mit Glykolsäure, die in die Hornschicht der Haut eindringt und abgestorbene Hautschüppchen ablöst. Nach ca. zwei Tagen nach der Behandlung werden die Ergebnisse sichtbar, da sich die Haut abschält. Zusätzlich zum Peeling-Effekt sorgt die Fruchtsäure für eine verbesserte Zellteilung, sodass sich die Epidermis (oberste Hautschicht) verdickt und besser Feuchtigkeit speichern kann. Dadurch wirkt die Haut praller und Fältchen glätten sich. Zusätzlich sorgt die Fruchtsäure dafür, dass Hautpigmente nicht mehr verklumpen, wodurch Pigmentflecken gebleicht werden. Fruchtsäurepeelings sollten jedoch bei einer empfindlichen, gereizten und für Reizungen anfälligen Haut nicht verwendet werden. 

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Datum: 14.02.2020

Autor: Christina Liersch