Gesundes Haar Tipps gegen Haarausfall - so stärken Betroffene ihre Haarstruktur

Haarausfall ist für viele Betroffenen nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern belastet auch die Psyche. Doch was lässt sich mit einfachen Mitteln gegen den Haarverlust unternehmen?

Haarausfall

Ernährung: Wichtige Nährstoffe aufnehmen

Zuweilen ist Haarausfall kein unabwendbares genetisches Schicksal, sondern einfach Zeichen einer Mangelernährung. Die folgenden Nährstoffe sind besonders wichtig für das Wachstum der Haare und können, laut dem Gesundheitsmagazin EDENext, gut supplementiert werden, falls die tägliche Kost nicht das volle Spektrum liefert:

  • Biotin: Das Vitamin B7, das vielen auch als Biotin bekannt ist, gilt als Schönheits-Vitamin schlechthin. Es sorgt für kräftige Haare und Fingernägel sowie eine schöne Haut. Biotin und Proteine bilden gemeinsam das Keratin, aus dem menschliches Kopfhaar besteht. Um eine Wirkung zu erreichen, sollte man mindestens 30 bis 60 Mikrogramm Biotin pro Tag aufnehmen.
     
  • Zink: Das Spurenelement stimuliert im Körper die Zellteilung und garantiert auf diese Weise auch das Haarwachstum. Liegt hier ein Mangel vor, werden die Haare glanzlos, strohig und dünn. Im Idealfall sollten Frauen 7mg Zink pro Tag zu sich nehmen, Männer 10mg. Für Schwangere und Stillende erhöht sich der Bedarf bis auf 11 mg. Reichlich Zink liefern Rindfleisch, Hartkäse, Austern und Garnelen.
     
  • Selen: Das Spurenelement wirkt antioxidativ und unterstützt das Haarwachstum durch enzymatische Prozesse. Besteht ein Selenmangel, leiden die Betroffenen neben Haarverlust auch unter weißen Flecken auf den Fingernägeln, trockener Haut und häufigen Infekten. Die 60 Mikrogramm, die Fachleute als tägliche Zufuhr empfehlen, unterschreitet der Durchschnittsdeutsche laut Statistik um 30 Prozent. Ein Grund, mehr Paranüsse, Linsen und Hering zu essen, die den Mikronährstoff in hoher Konzentration liefern.
     
  • Eisen: Eisenmangel erzeugt nicht nur Erschöpfungszustände, sondern ist häufig auch eine Ursache für diffusen Haarausfall. Wer sich vegetarisch ernährt, hat häufig Schwierigkeiten, ausreichend Eisen aufzunehmen. Der Grund: Zwar enthalten Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte das Spurenelement, allerdings behindern viele Pflanzenstoffe seine Aufnahme im Körper. Vitamin C kann hier helfen: Es macht pflanzliches Eisen besser verfügbar und hilft Vegetariern dabei, die empfohlenen 10 bis 15 mg pro Tag aufzunehmen.

Haarpflege: mit Shampoo nachhelfen

Viele Menschen waschen ihre Haare täglich. Das bietet eine gute Gelegenheit, die Haarsubstanz im selben Schritt zu stärken und das Haarwachstum anzuregen. Doch welche Shampoos eignen sich dazu?

  1. Shampoos mit Nähr- und Aufbaukomplexen
    Biotin, Zink, Keratin, Vitamine und Fettsäuren können dem Haar nicht nur durch die Nahrung, sondern auch lokal zur Verfügung gestellt werden. In vielen Shampoos sind deshalb Aufbaustoffe enthalten, die die Haarsubstanz stärken und die Haarstruktur verbessern sollen. Gegen Haarausfall wirken sie allenfalls präventiv: Ist die Haarsubstanz gesund, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass heiße Fönluft oder ein exzessiver Gebrauch des Lockenstabs gleich in Haarausfall mündet.
     
  2. Shampoos mit pflanzlichen Extrakten
    Koffein, Basilikum, Rosmarin, Minze und Ginseng – viele Pflanzen enthalten ätherische Öle, die ihrerseits den Haarfollikel stimulieren können. Der Grund liegt wahrscheinlich in einer antioxidativen Wirkung, welche die Haarwurzel vor Umweltschäden schützt. Ein Vorteil: Da die pflanzlichen Extrakte selten Nebenwirkungen mitbringen, schadet der Versuch nicht, selbst wenn Betroffene einer Wirkung skeptisch gegenüberstehen.

Weitere Tipps: Das hilft zusätzlich

Bei Shampoos gegen Haarverlust gelten im Prinzip dieselben Anwendungsregeln wie bei normalen Produkten. Das bedeutet konkret: Eine kleine Menge wird in den Händen verrieben und in Haaransatz und Kopfhaut einmassiert. Hier sollte das Shampoo kurz seine Wirkung entfalten dürfen. Wichtig: Das Shampoo gehört nicht in die Längen der Haare – hier haben die aktiven Inhaltsstoffe keinen Ansatzpunkt und die enthaltenen Seifen trocknen das Haar stärker aus als am Ansatz. Zum Ausspülen sollte lauwarmes Wasser zum Einsatz kommen, damit Kopfhaut und Haare nicht durch zu große Hitze strapaziert werden. Dasselbe gilt für Föhnen oder den Einsatz von Lockenstab und Glätteisen.

Fazit: Haarausfall lässt sich bekämpfen

Wenn mehr Haare im Kamm hängenbleiben als gewohnt, ist der Schreck bei den Betroffenen meist groß. Doch Haarverlust, der durch Stress und Mangelernährung entsteht, lässt sich mit den richtigen Nährstoffen und Pflegeprodukten durchaus wieder in den Griff bekommen. Somit muss das Problem kein Schicksalsschlag mehr bleiben.

Datum: 20.04.2020

Autor: Karin Dunkel