Haar Mehr Volumen fürs Haar

Ein Viertel aller Frauen in Deutschland ärgert sich über feines Haar. Sie auch? Nicht mehr lange. Wir verraten, wie Sie mit Styling-Tricks und neuen Pushup-Produkten dickeres, dichteres Haar bekommen.

Styling-Tipps für dünnes Haar

Muss ich mit feinem Haar auf Haarglätter und Lockenbürste verzichten?

Nicht wenn Sie mit den heißen Styling-Werkzeugen richtig umgehen. Vor dem Haareglätten unbedingt ein Hitzeschutzspray ins Haar sprühen, den Haarglätter nur im trockenen Haar und nicht täglich verwenden. Lockenbürsten sind vergleichbar mit Föhn plus Rundbürste und daher weniger strapaziös fürs Haar. Neu ist ein Volumenstyler mit Keratin-Keramik-Beschichtung auf der Bürste, die das Haar zusätzlich schützt (z. B. „Keratin Therapy Pro Volume Volumenstyler“ von Remington, ca. 35 Euro). Ebenfalls innovativ: ein Haarglätter für sensibles Haar, der beim Glätten über zwei Düsen Ionen an das Haar abgibt. Das soll gegen ein elektrisches Aufladen der Haare helfen und gleichzeitig die Feuchtigkeit im Inneren bewahren (z. B. „Satin Hair 7 Haarglätter“ von Braun, ca. 80 Euro).

Wie wirken eigentlich Styling-Sprays, die Haare verdicken sollen?

Volumen-Sprays, Ansatz-Booster oder Styling-Sprays arbeiten meist mit sogenannten Styling-Polymeren. Das sind verzweigte Molekülketten, die jedes einzelne Haar wie ein hauchfeines Netz umhüllen. So vergrößern sie den Haarumfang und bewirken, dass jedes Haar etwas auf Distanz zu seinen Nachbarn geht. Produkte in den Ansatz des feuchten Haares sprühen und es wie gewohnt stylen. Volumen-Styling-Sprays werden nach dem Föhnen am besten unter das Deckhaar gesprüht (z. B. „Volume Sensation Styling Spray“ von Nivea, 250 ml ca. 6 Euro; „Luxurious Volume Ansatz-Booster Blow Dry Lotion“ von John Frieda, 125 ml ca. 10 Euro). Das Ergebnis: mehr Volumen, dichter wirkendes Haar.

Wenn ich Naturshampoos benutzt habe, wirkt mein Haar fülliger als bei konventionellen Shampoos. Oder bilde ich mir das nur ein?

Durchaus möglich. Naturkosmetik-Haarpflege arbeitet in der Regel mit anderen Tensiden als konventionelle Kosmetik und verzichtet auf Silikone (z. B. „Hirse Pflege Shampoo“ von Weleda, 190 ml ca. 9 Euro). Diese machen das Haar zwar leicht kämm und frisierbar, doch besonders nicht wasserlösliche Silikone können auf Dauer zum „Build-up- Effekt“ führen: Sie lagern sich am Haar an und beschweren es. Gerade beim Wechsel von konventioneller auf Naturkosmetik erscheint das Haar daher oft fülliger, manchmal auch etwas störrischer. Praktisch: ein Reinigungsshampoo, das die Haare vom Silikon-Build-up befreit und die Kopfhaut wieder „durchatmen“ lässt (z. B. „Tiefenreinigung Shampoo“ von Swiss o Par, 250 ml ca. 2 Euro).

Farbe und Strähnchen bringen angeblich mehr Volumen. Richtig?

Das stimmt. Besonders blonde Strähnchen haben einen gewissen Push-up-Effekt, weil sie die Haarstruktur aufrauen. Dadurch „türmt“ es sich eher und gaukelt mehr Fülle vor. Clever für feines Haar sind auch neue Colorationen, die statt ein dimensionaler Farbe changierende Töne aufbringen: Dadurch sehen die Haare plastischer aus und scheinbar voluminöser (z. B. „Illumina Color“ von Wella; „Inoa Suprême“ von L’Oréal Professionnel).

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Autor: Silke Amthor

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