Soforthilfe SOS-Tipps gegen Sonnenbrand

Ob im Frühling, Sommer oder Herbst: Sonnenstrahlen auf ungeschützter Haut verursachen früher oder später Sonnenbrand. Mit diesen SOS-Tipps lindern Sie im Handumdrehen Schmerzen und Rötungen und fördern die Heilung.

Sonnenbrand

Wie entsteht Sonnenbrand?

Sonnenbrand entsteht, wenn UV-Strahlen auf die oberste Hautschicht treffen und diese schädigen. Die Haut äußert diese Entzündungen mit Rötung, Schwellungen und Schmerzen. In schlimmen Fällen kann es zu Fieber, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit oder gar einem Kollaps kommen. Auch um eine Schädigung der DNA und somit Tumore zu vermeiden, sollten Sie sich großzügig und regelmäßig eincremen.

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Kam es trotz Sonnenschutz zu einem Sonnenbrand, können diese Tipps Schmerzen lindern und die Entzündung hemmen. Gleichzeitig wird die Regeneration der Haut gefördert. 

1. Kühlen gegen Schmerz und Rötung

Der erste Schritt, um bei einem Sonnenbrand Linderung zu verschaffen, ist das Kühlen. Eiswürfel oder ein Coolpack in einem sauberen Handtuch können die Schmerzen lindern und Rötungen reduzieren. Je nach Größe des Sonnenbrands und der betroffenen Hautstelle können auch eine kalte Dusche oder ein Eisbad helfen. Die Kälte entzieht der Haut die übermäßige Hitze. Quark und Joghurt aus dem Kühlschrank haben ebenfalls einen kühlenden Effekt, sollten aber nur auf unbeschädigter Haut, also ohne offene Stellen oder Blasen, angewendet werden. Das Risiko, das Bakterien in die offenen Wunden gelangen und Entzündungen verstärken, ist zu hoch.

2. Pflegen für mehr Feuchtigkeit

Sonnengeschädigte Haut braucht viel Pflege und Feuchtigkeit. After-Sun-Lotionen ziehen schnell in die Haut ein, hinterlassen keinen Fettfilm, kühlen und spenden Feuchtigkeit. Zusätze wie Panthenol, Thermalwasser oder Hamamelis unterstützen die Hautregeneration. Fettreiche Cremes oder Öle sollten nicht angewendet werden. Sie reizen die verbrannte Haut und schränken die Heilung stark ein. Besser sind leichte Texturen oder auch das Gel der Aloe Vera Pflanze. Die fleischigen Blätter der Pflanze aufschneiden und das Gel direkt auf den Sonnenbrand schmieren. Es wirkt kühlend und unterstützt die Wundheilung. 

3. Trinken für den Heilungsprozess

Durch Sonneneinstrahlung und warme oder gar heiße Temperaturen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Bei einem Sonnenbrand ist die Haut stark ausgetrocknet, sodass der Kreislauf belastet ist und es zu Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen kann. Wichtig ist es deshalb, genug zu trinken, um den Flüssigkeitsmangel wieder auszugleichen und die Haut bei der Heilung zu unterstützen. 

4. Starke Schmerzen lindern

Helfen Kühlen und Feuchtigkeitscremes nichts, können kurzzeitig kortisonhaltige Cremes oder Sprays aus der Apotheke angewendet werden. Sie sind niedrig dosiert und wirken entzündungshemmend. Bei starken Schmerzen können auch Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen.

5. Erneute Sonneneinstrahlung meiden

Da die Haut nun schon schwer beschädigt ist, sollte erneute intensive Sonneneinstrahlung gemieden werden. Die verbrannte Haut schützen Sie durch die richtige Kleidung, z. B. einen Sonnenhut, langärmelige Shirt oder Kleider. Auch sollten Sie die Mittagssonne meiden.

Datum: 11.04.2020

Autor: Christina Liersch

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