Glänzende Haare

Unsere Wünsche fürs neue Jahr? Glück, Gesundheit – und eine Extraportion Schimmer fürs Haar! Ob es mit den ersten beiden klappt, wissen wir noch nicht, aber für den letzten haben wir jede Menge strahlender Tipps

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BRILLANTE INHALTSANGABE

Fragt sich nur: Was ist an Shampoos für mehr Leuchtkraft eigentlich anders? Zuerst einmal die Basis. Da mattes Haar meist auch spröde ist, besteht die Grundlage in der Regel aus extramilden Waschsubstanzen, deren austrocknende Wirkung zusätzlich durch die Kokosfettsäure Betain ausgeglichen wird. Die zweite Besonderheit ist meist ein recht hoher Anteil an Silikon, das in 80 bis 90 Prozent aller Glanzshampoos und -spülungen eingesetzt wird. Damit lösen Sie nämlich gleich drei Probleme in einem Aufwasch: Silikon schmiegt die abgespreizten Hornschüppchen an den Schaft, schützt vor Verdunstung und reflektiert das Licht wie ein eng anliegender Satinanzug. Hinzu kommen dann noch pflegende Pflanzenöle und unterschiedliche Glanzwirkstoffe, die entweder einzeln oder kombiniert in die Rezeptur eingearbeitet werden.

Ruhig mal sauer werden!

Wenn das Haar strohig herunterhängt, sind klassische Zusätze wie Zitronen-, Beeren- oder Milchsäure eine glänzende Idee. Grund: Sie entfernen Reste von Stylingprodukten und Kalk, der manchmal aus hartem Leitungswasser auf den Haaren zurückbleibt. Außerdem zieht Säure das Haar zusammen, sodass Hornschüppchen, die vorher wild abstanden, sich wieder anlegen. Das hat einen schönen Nebeneffekt. Dr. Frauke Neuser: „Dabei werden auch die winzigen Luftbläschen, die von Natur aus in unserem Haar stecken, zusammengedrückt. So kann das einfallende Licht, das vorher diffus gestreut wurde, besser zurückgeworfen werden.“

Der Schonwaschgang-Trick

So schützen Sie die strapazierten Enden vor Glanzverlust, wenn Sie Ihre Haare wachsen lassen wollen: Bereits vor (!) dem Shampoonieren einen Klecks Haarkur ins trockene Haar kneten. Das schließt die aufgeraute Schuppenschicht, laugt sie beim Spülen weniger aus.

Blitzblank – Wasser sei Dank

Um super glänzen zu können, brauchen Haare nicht nur Fett, sondern auch Feuchtigkeit. Optimal sind 10 Prozent Wasser im Innern, die es in Form feinster Tröpfchen funkeln lässt. Viele Schimmershampoos enthalten deshalb auch Durstlöscher wie Aloe vera und Panthenol, die in den Haarschaft schlüpfen und dort Feuchtigkeit binden.

Dichtung und Wahrheit

Ein frisch zugefrorener See glitzert in der Sonne. Ziehen Schlittschuhläufer die ersten Kreise darauf, ist es vorbei mit dem Glanz. Ähnlich ist es mit unseren Haaren. Je mehr Hornschüppchen wir beim Stylen oder durch Kämmen und Bürsten abgerissen haben, desto weniger schimmern die Haare. Shampoos und Spülungen mit Diamant-Partikeln, Perlenprotein oder dem Salz Behentrimoniumchlorid dichten gezielt kleine Löcher ab, gleichen Unebenheiten aus und verstärken den Glanz.

Mehr als nur heiße Luft

Bloß nicht so hitzig, lautet das Motto für glanzschonendes Föhnen, denn Wärme trocknet aus. Neue Pflegelotions drehen jetzt den Spieß um: Sie enthalten Ceramide, die durch Föhnwärme schmelzen und so Lücken im Haarschaft füllen (z. B. „Chroma Thermique Hitzeaktivierte Pflege“ von Kérastase, 150 ml ca. 28 Euro).

PRODUKTE: z. B. „Diamond Gloss Shampoo“ von Nivea Hair Care mit Diamant-Partikeln, Panthenol, 250 ml ca, 2 Euro; „Schöner Schimmer Glanz Shampoo“ von Herbal Essences mit Fruchtsäure aus Beeren, 250 ml ca. 2 Euro; „Elvital Nutri- Gloss Light Pflege-Spülung“ von L’Oréal Paris mit Perlenprotein und Zitronensäure, 200 ml ca. 3 Euro; „SP System Professional Shine Define Mask“ von Wella Professionals mit Milchsäure, Panthenol, Behentrimoniumchlorid, 200 ml ca. 25 Euro; „Nature Fusion Moisture Balance Pflegespülung“ von Pantene Pro-V mit Aloe vera, 200 ml ca. 3 Euro

Autor: Kerstin Brockmann

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