Vielseitige Anwendung Karottenöl: So wirkt der neue Beauty-Allrounder

Das heiß geliebte Kokosöl bekommt nun Konkurrenz. Karottenöl ist der neue Beauty-Trend und dabei noch vielseitig einsetzbar. Wir verraten, was es mit dem Beauty-Allrounder auf sich hat.

Karottenöl

Karottenöl gilt als neuer Geheimtipp in der Haut- und Haarpflege. Es soll die Haare nähren und pflegen, für ein gleichmäßiges Hautbild sorgen und kann sogar die Foundation ersetzen. Es wird aus den Samen der Karotte hergestellt, hat antibakterielle und heilende Eigenschaften, viel Vitamin A und E, sowie einen hohen Anteil an Beta-Carotin. Karottenöl ist sehr ergiebig, günstig in der Anschaffung und kann sogar selbst hergestellt werden. Wir zeigen, wie es geht!

Für glatte und schöne Haut

Das in Karottenöl enthaltene Vitamin A schützt die Haut vor Freien Radikalen und versorgt sie mit intensiver Feuchtigkeit. Das Öl umgibt die Haut wie ein Schutzmantel und regt die Zellerneuerung an. So wirkt das Öl vorbeugend gegen Faltenbildung. Es pflegt vor allem trockene und rissige Haut, kann aber auch eine fettige Gesichtshaut ausgleichen. Dazu wenige Tropfen des Öls nach der Gesichtsreinigung in die noch leicht feuchte Haut einmassieren. 

Karottenöl als Foundation-Ersatz

Neben intensiver Feuchtigkeitsspende, sorgt Karottenöl auch für ein gleichmäßiges und leicht getöntes Hautbild und nimmt winterliche Blässe. Um unschöne Flecken zu vermeiden, das Gesicht regelmäßig peelen und das Öl sparsam auftragen.

Für glänzende und kräftige Haare

Die Vitamine A und E sorgen hier für kräftige Haare, da sie das Haarwachstum unterstützen und Haarausfall vorbeugen. Das Öl pflegt und nährt die Haarspitzen und sorgt für einen schönen Glanz. Als Kur auf der Kopfhaut aufgetragen, stärkt es die Haarwurzeln und schützt die Kopfhaut vor Umwelteinflüssen und auch leicht vor UV-Strahlung. In beiden Fällen das Öl für 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und anschließend ausspülen.
Doch vorsicht: Das Carotin des Öls kann die Kopfhaut an trockenen Stellen verfärben. Das Haar nimmt die Farbe jedoch nicht an. 

Karottenöl selber machen

Zutaten für ein Schraubglas mit 250 ml Fassungsvermögen (Kaltauszug):

  • 1 Bio-Karotte
  • 150 - 200 ml kaltgepresstes Öl, z.B. Sesamöl, Jojobaöl, Olivenöl oder Sonnnenblumenöl
  • Bügel- oder Schraubglas (ausgekocht) mit 250 ml Fassungsvermögen
  • Multuch
So geht's:
  1. Das Schraubglas auskochen. Die Möhre schälen, raspeln und in des keimfreie Glas füllen. 
  2. Die Karottenraspel mit dem Öl bedecken, das Glas verschließen und drei bis fünf Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Alle ein bis zwei Tage das Glas schütteln und das Kondenswasser abwischen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  3. Nach der Ziehzeit das Öl durch ein Multuch geben und in einer dunklen Glasflasche aufbewahren.
Sollte sich das Öl unerwartet verfärben oder anfangen zu riechen, sollte es entsorgt werden, da es verdorben ist. 
 
Wer weniger Zeit hat kann einen Heißauszug machen. Dabei gehen jedoch schneller die empfindlichen Inhaltsstoffe verloren. 
 
So geht's:
  1. Die geraspelte Karotte trocknen lassen und mit dem Öl im Schraubglas übergießen.
  2. Einen Topf mit etwas Wasser füllen und auf dem Herd auf 80 bis 90 Grad erwärmen. Nicht kochen.
  3. Das Glas ohne Deckel in den Topf stellen und ca. eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach abkühlen lassen, verschließen und bis zu vier Tage an einem warmen Ort nachziehen lassen.
  4. Das Karottenöl absieben und in eine dunkle Glasflasche füllen.

Autor: Christina Liersch