Heilerde Heilerde schenkt Energie

Matsch ist nicht gleich Matsch. Viele Erden haben eine gesunde Wirkung. Hier ein Überblick über die wichtigsten.

Heisamer Matsch

Fango – heilende Kraft aus dem Vulkan

Woher kommt er? Aus Italien, der Name bedeutet „Schlamm“. Abgebaut wird Fango vor allem in der Region Venetien, aber auch im südlichen Deutschland.
Was steckt drin? Mineralien aus Vulkangestein, Thermalwasser und Mikroorganismen. Oft werden Algen hinzugefügt.
Warum hilft er? Warmer Fango auf der Haut verbessert die Durchblutung. Die zugesetzten Algenbestandteile regen die Produktion schmerzstillender Substanzen im Körper an.
Was kann er? Fango mildert Gelenkschmerzen und entspannt verkrampfte Muskeln. Die Mineralsalze des Thermalwassers bringen den Säurehaushalt der Haut ins Lot. Sie können Schuppenflechte und Akne lindern.


Wie wende ich ihn an? Die feste, kalte Masse wird erhitzt, abgekühlt und bei 45 Grad auf die betroffenen Körperstellen gelegt. Für zu Hause gibt es Platten, die im Backofen erwärmt werden. Wichtig: immer die Anwendungshinweise beachten.

Moor – konzentrierte Pflanzenkraft

Woher kommt es? Die feuchte Erde des Naturmoors wird in vielen Regionen Deutschlands abgebaut.
Was steckt drin? Moor ist ein Cocktail gesunder Pflanzenstoffe und -hormone mit östrogenartiger Wirkung. Z.B. desinfizierend wirkender Schwefel und Huminsäure, die Schadstoffe im Körper bindet.
Warum hilft es? Das Moorbad erwärmt den Körper, darauf reagiert er mit einem „künstlichem Fieber“. Das aktiviert die Selbstheilungskräfte.
Was kann es? Moor wirkt gegen Viren und Bakterien, hemmt Entzündungen, hilft bei Hormonschwankungen und Erschöpfung. Lindert Erkrankungen der Gelenke, Bandscheiben und Muskeln.
Wie wende ich es an? Als Bad, Wickel oder Packung. Fertige Moorerde-Kompressen lassen sich zu Hause in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmen. Für die innere Anwendung Moor-Pulver mit warmem Wasser anrühren.

Heilerde – der ideale Durchputzer

Woher kommt sie? Die in Deutschland am weitesten verbreitete Heilerde wird aus Löss gewonnen, einem porösen Gestein, das Böden fruchtbar macht.
Was steckt drin? Löss ist grobkörniger als Ton, aber feinkörniger als Sand. Er enthält Silizium und Mineralien wie Feldspat und Tonminerale.
Warum hilft sie? Löss bindet Schadstoffe, hilft dem Körper auf natürliche Art zu entgiften und zu entschlacken.
Was kann sie? Hilft bei Hautbeschwerden, Verbrennungen, Venen- und Gelenkerkrankungen.
Wie wende ich sie an? Am besten kalt als Wickel, Packung, Kompresse und innerlich als Trunk, Granulat oder Kapsel.

Meeresschlick – Salz und Schlamm im Doppel

Woher kommt er? Meeresschlamm wird z.B. aus dem Wattenmeer der Nordsee oder dem Toten Meer in Israel gewonnen.
Was steckt drin? Viel Sauerstoff, Meersalz, Schwefel und organische Substanzen pflanzlichen und tierischen Ursprungs.
Warum hilft er? Im Salz enthaltene Spurenelemente aktivieren den Hautstoffwechsel. Schwefel macht die Haut zarter und hat eine antiseptische Wirkung, sodass Wunden leichter heilen.
Was kann er? Lindert Venen- und Hauterkrankungen und Rheuma.
Wie wende ich ihn an? Zum Beispiel als Bandage oder Gesichtsmaske.

Ton – lindert Schmerz auf feinste Art

Woher kommt er? Weißer Ton oder Kaolin stammt in Deutschland vor allem aus Sachsen. Grüner Ton wird zum Beispiel in Frankreich abgebaut.
Was steckt drin? Ton enthält Mineralien wie Quarze, Silizium oder Kalzit.
Warum hilft er? Ton ist die Lehmart mit der feinsten Körnung. Die vielen winzigen Teilchen bilden zusammen eine große Oberfläche – dadurch bindet er schädliche Substanzen, saugt sie wie ein Blatt Küchen papier aus dem Körper. Dadurch hat er einen abschwellenden, entzündungshemmenden Effekt.
Was kann er? Feuchte Umschläge mit Ton-Heilerde lindern Schmerzen: Die Flüssigkeit erwärmt sich durch die Körperwärme und verdunstet. Das kühlt angenehm. Ton-Heilerde hilft bei Beschwerden des Magen-Darm-Apparats, weil sie überschüssige Säuren bindet.
Wie wende ich ihn an? Innerlich als Trunk, äußerlich als Packung oder Wickel.

Rügener Kreideschmeichelt der Haut

Woher kommt sie? Von den „weißen“ Küsten der Ostseeinsel Rügen.
Was steckt drin? Heilkreide besteht zu größten Teilen aus Kalkstein, der sich aus Schalen und Gehäusen von Muscheln und Meerestieren gebildet hat. Außerdem Silizium, Magnesium, Jod und andere.
Warum hilft sie? Warm oder kalt auf die Haut gebracht, verbessert Heilkreide den Stoffwechsel der Haut und ihre Barrierefunktion.
Was kann sie? Lindert rheumatische Erkrankungen, Gelenkbeschwerden, Arthrosen, Ischias und viele Hauterkrankungen. Die Haut ist glatter, sieht frischer aus und fühlt sich geschmeidiger an.
Wie wende ich sie an? Als Voll- oder Fußbad oder Packung.