Naturkosmetik Reis und Sesam für die Haut

Sechs Richtige: Weizen, Mais, Sesam, Reis, Hafer und Soja liefern Energie, wertvolle Fettsäuren und viele Vitalstoffe für eine ausgewogene Ernährung. Auch die Beauty-Industrie hat das Potenzial auf dem Acker entdeckt und Produkte aus den Naturkörnern entwickelt. Was die wichtigsten Feldpflanzen alles können – plus Rezepte zum Selbstanrühren.

Gesichts und Körperpeeling selber machen

 

Eine Portion Reis – für einen seidigen Teint und kräftige Haare

Das „Brot Asiens“ hat es in sich: Reis ist ein Energiespender, Top-Lieferant von B-Vitaminen und hilft, weil er wenig Natrium enthält, beim Entwässern. Dass auch viel Beauty-Power drinsteckt, wissen Asiatinnen längst: Sie nutzen seit Jahrhunderten rituelle Waschungen mit sanft peelender Reiskleie, um einen makellosen Porzellanteint zu bekommen: möglichst so weiß wie ein poliertes Reiskorn. Dabei hilft auch das feuchtigkeitsbindende Reiswasser, mit dem nach dem Kochen Gesicht und Hände betupft werden. Der Körper darf Reiswein trinken: Ein Schuss Sake im Badewasser lässt ihn „glänzen wie ein Juwel“. Und das Geheimnis der legendären Geisha-Blässe? Reispuder. Das macht schön: Reiskleie und -milch enthalten viele Proteine und Lipide, deren Bauplan den Ceramiden (Kittsubstanzen) unserer Haut ähnelt. Sie können Lücken im Lipidmantel schließen und die Hautbarriere stärken. Außerdem kitten sie winzige Risse in strapazierten Haaren und verleihen ihm mehr Substanz. In Reiskeimöl steckt eine Extraportion Vitamin E und Oryzanol (Pflanzenfett aus „Oryza“, Reis), eine antioxidative Power-Kombi. Reisstärke, die Kraftreserve des Korns, mattiert, ohne auszutrocknen, und saugt über schüssiges Fett auf (ideal bei Mischhaut). Neu als Beauty-Ingredienz: Puder aus Rotem Reis, der auf den tonhaltigen Böden der Camargue wächst.

Reiskleie-Abreibungen machen den Teint klar. Dafür ein Säckchen aus Seide oder Baumwolle mit (frisch gemahlener) Reiskleie füllen. Fünf Minuten in eine Schale mit warmem Wasser legen, leicht auswringen, bis sich das Wasser milchig färbt. Dann mit dem Säckchen sanft kreisend das Gesicht massieren. Mit Wasser nachspülen.

 

Sesam, öffne dich! Aber gern auch meine Poren!
Natürlich kennen Sie das orientalische Märchen von Ali Baba, der sich mit dem Losungswort „Sesam, öffne dich“ eine Schatzkammer erschloss. Ähnlich verhält es sich mit dem Sesamkorn, das vielerorts als Schatzkästchen der Natur gilt: Um an den kostbaren Samen einer der ältesten Ölpflanzen der Welt zu gelangen, muss man die Fruchtkapseln zum Aufplatzen bringen (z. B. mit Stockschlägen). Dann kann daraus das wertvolle Öl gewonnen werden. Es hat als tiefenreinigendes Massageöl in der ayurvedischen Medizin jahrtausendealte Tradition: Da wird es vorzugsweise für Entschlackungskuren – innerlich wie äußerlich – eingesetzt. Außerdem wirkt es erwärmend. Das macht schön: Da es reich an ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure ist, dringt Sesamöl gut in die Haut ein, überzieht sie mit einem samtartigen Film, wirkt rückfettend und schützt sie vor dem Austrocknen. Es soll Giftstoffe, die sich im Fettgewebe sammeln, lösen und ihren Abtransport erleichtern. Außerdem enthält das goldgelbe bis bernsteinfarbene Öl starke Antioxidantien wie Sesamolin und den Radikalfänger Vitamin E.

Sesamöl pflegt die Füße samtweich und wirkt morgens belebend, abends entspannend. Beide Füße mit warmem Sesamöl massieren, ca. 20 Minuten einziehen lassen. Reste mit feuchtem Handtuch abnehmen.

 

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