Anti-Ageing Anti-Age-Kosmetik

Ein Besuch im Kosmetikstudio ist nicht gerade günstig. Da will niemand die „Katze im Sack“ buchen. Darum stellen wir Ihnen fünf verschiedene Anti-Age-Gesichtsbehandlungen vor, die sich sichtbar lohnen und ihren Preis wert sind – alle von der Redaktion getestet. Zum Beispiel mit hoch dosierter Dermo-Kosmetik, mit Hightech-Pflanzenextrakten oder mit echter Naturkosmetik. Auch eine Expressbehandlung zum schnellen Auffrischen war dabei. Entdecken Sie Ihren Favoriten und lesen Sie, was Sie wissen sollten, bevor Sie einen Termin vereinbaren

Gesichtsbehandlung

Stille Schönheitsrituale mit rhythmischen Massagen und milden Pflanzenextrakten

Kosmetikstudios sind eigentlich nicht meins. Dieses Herumgedrücke und Geziepe im Gesicht, unterlegt mit der kompletten Lebensgeschichte der Behandlerin – der pure Stress! Im „Imageraum“ von Kosmetikerin Ute Blödorn, mitten im quirligen Hamburg-Eimsbüttel, ist alles anders. Nach einem Hautanalyse-Check fast 70 Minuten einfach nur Ruhe. Kein Sterbenswörtchen, im Hintergrund nur leise meditative Klaviermusik. Dazu der fast sinnliche Duft ätherischer Naturöle. Sie erinnern mich an eine satte Blumenwiese, irgendwie auch an frisch gewaschene Wäsche in der Sommersonne. Die Aromen steigen aus hoch konzentrierten Pflanzenextrakten in meine Nase. Die Kosmetikerin hat sie – maßgeschneidert für meine „durstige und müde Haut“ – aus den neun verschiedenen Anwendungsvarianten der Clarins Methode Pro zusammengestellt.

In Gesicht, Hals, Dekolleté, ja sogar Nacken und Arme massiert Ute Blödorn das revitalisierende Pflegeprogramm „Strahlende Leuchtkraft“ ein: Bioenzym-Peeling plus sieben Masken- und Wirkstoffkonzentrate. Mit einem hingehauchten Streichen, Drücken und Kreisen. Rhythmisch wie mein Herzschlag – im Takt der „Kunst der Berührung“, wie sie das Clarins-Ritual nennt. Ich mag das, meine Seele, meine Haut. Die leuchtet wirklich, fühlt sich so prall an. Jung irgendwie und weit „geöffnet“. 75 Minuten ca. 120 Euro

Susanne Schütte, Ressortleiterin Gesundheit

 

Viel duftende Natur und überraschende Berührungen

Ein fester Händedruck, ein gerader Blick, und die gebuchte straffende Behandlung beginnt – allerdings am anderen Ende meines Körpers: mit einem Fußbad. Michaela Lindenau, Dr.-Hauschka-Naturkosmetikerin, massiert meine Füße und Unterschenkel, dann meine Arme. Was für eine Ouvertüre! Danach werde ich auf eine Liege gebettet. Wenn ich in den nächsten Stunden überhaupt mal gucke, dann in den Baum vor dem Fenster. Ansonsten genieße ich mit geschlossenen Augen. Los geht’s mit warmen Kompressen, die nicht nur die Haut entspannen und beruhigen.
Meine To-do-Liste, gedanklich sonst immer parat, entschwebt in weite Ferne. Es folgt das Ausreinigen der Haut, aber kein Peeling – das widerspräche der Hauschka-Philosophie. Kernstück ist die Lymphstimulation. Sorgfältig streicht Frau Lindenau immer wieder über mein Gesicht, um die Augen herum und über meinen Hals, um das Gewebe zu entstauen. Ich wusste aus dem Prospekt, dass sie dafür auch Pinsel verwendet – aber ich muss kurz die Augen öffnen, um zu sehen, wann Pinsel oder Finger zum Einsatz kommen. Erstaunlich, wie angenehm fest sich so ein Pinselstrich anfühlt. Die Behandlung endet mit kühlen Kompressen, die göttlich nach Zitrone duften. Ich verlasse das „Kosmetikzimmer“ mit dem beschwingten Gefühl, dass dieser Tag mir gehört – obwohl ich direkt in die Redaktion an den Schreibtisch muss. 135 Minuten ca. 125 Euro

Juliane Schaffrath, Textchefin

Schlagworte: