Corona-Maßnahmen Friseurtermin trotz Coronavirus: Wie der Besuch jetzt aussieht!

Trotz des Coronavirus dürfen Friseure ab dem 4. Mai wieder öffnen und ihre Dienste anbieten. Dabei müssen jedoch bestimmte Auflagen beachtet werden. Wir erklären, wie Ihr Friseurbesuch in Corona-Zeiten jetzt aussieht!

Friseurbesuch

Ab dem 4. Mai dürfen Friseurläden nach wochenlanger Schließung nun unter bestimmten Auflagen, Hygienemaßnahmen und der Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen. Doch wie wird ein Friseurbesuch aussehen? Wir klären auf!

Ausgebucht und Wartezeiten

Schon bevor die Friseursalons überhaupt geöffnet hatten, war der Ansturm riesig. Auf Anfrage von Watson verschreibt die Online-Plattform Treatwell bereits 128.667 Buchungen bis Ende April für Friseur- und Kosmetikbesuche im Mai. Viele Friseure sind damit schon für mehrere Wochen ausgebucht. Ziel der Terminvergabe ist es, Wartezeiten im Friseursalon zu vermeiden und somit das Infektionsrisiko zu mindern. 

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Welche Regelungen gelten jetzt für Friseurbesuche?

In Zeiten des Coronavirus ist jeder Kontakt zu Personen mit einem Risiko verbunden. Die Abstandsregel sollte, so gut es geht, eingehalten werden, doch bei Friseurterminen ist das gar nicht möglich.

Stattdessen gelten folgende Regeln:

  • Die Kunden und Friseure tragen Schutzmasken. Man kann seine eigene Maske mitbringen oder aber vom Friseursalon gestellt bekommen. Friseure tragen zusätzlich Handschuhe.
     
  • Ausreichend Desinfektionsmittel wird vorhanden sein.
     
  • Vorzeitige Terminvergaben sollen Wartezeiten und Staus im Salon verhindern. Laufkundschaft kann bedient werden, es wird ohne Termin jedoch deutlich schwerer sein. Kunden müssen vor dem Salon mit ausreichend Abstand auf einen freien Platz warten.
     
  • Kranke Kunden werden nicht bedient.
     
  • Haare werden nur geschnitten, wenn sie zuvor gewaschen wurden. Dabei reicht es nicht, dass Kunden die Haare nur zu Hause waschen. Eine Wäsche beim Friseur soll mögliche Viren aus den Haaren entfernen, die auf dem Weg zum Friseur im Haar gelandet sein könnten.
     
  • Zwischen zwei Friseurstühlen wird es eventuell einen freien Platz geben.
     
  • Es besteht die Möglichkeit zum Schichtbetrieb, um die Öffnungszeiten zu strecken und den Kundenansturm zu bewältigen.
​Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat ein Hygiene-Konzept erstellt, in dem die Schutzmaßnahmen aufgeführt sind. Sie gelten jedoch nicht als bindend, sondern dienen eher der Orientierung. Dennoch legt der Zentralverband Wert darauf, dass Kunden und Friseure einen Mundschutz tragen, Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden ist und die Geräte regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.

Werden Friseurbesuche jetzt teurer?

Der zeitliche Mehraufwand und die Ausgaben für die neuen Schutzstandards, z. B. Handschuhe, Desinfektionsmittel und Schutzmasken, können dafür sorgen, dass Friseurbesuche etwas teurer werden. Wie viel teurer ein Haarschnitt wird, lässt sich nicht genau sagen. Der Verband Deutscher Friseurunternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von ein bis zwei Euro.

Welche Leistungen werden angeboten, welche nicht?

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, soll vorerst auf Bartpflege, Trockenhaarschnitte sowie Wimpern- und Augenbrauenfärben verzichtet werden. Friseure müssten da zu nah am Gesicht der Kunden arbeiten. Normales Haareschneiden wird jedoch möglich sein.

Friseure sollen Kontaktdaten sammeln

Kunden sollen nach einem Besuch beim Friseur ihre Kontakdaten wie Adresse, Handynummer und E-Mailadresse hinterlassen. Im Fall einer Coronavirusinfektion sollen so Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden. 

Datum: 04.05.2020

Autor: Christina Liersch