Hochkarätige Zutaten

Woran erkennt man, ob die Pflege ihr Geld wert ist?

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Hochkarätige Zutaten: Gold und Diamanten

Wer sich die Zutaten von Luxuscremes anguckt, entdeckt schnell den ersten Grund für die höheren Kosten. Die Wirkstoffe darin sind meist vom Feinsten: Gold, Diamanten und Kaviar liegen voll im Trend – und sind natürlich teure Rohstoffe. Klar, dass sich das auch im Preis niederschlägt. Hinzu kommt, dass Edelkosmetik oft in Designer-Tiegeln steckt, und auch das Marken-Image muss mitbezahlt werden. So viel Hollywood- Flair tröstet über manche Horrormeldung zur Weltwirtschaft hinweg. Aber tun Luxuswirkstoffe der Haut genauso gut wie der Seele?

Fakt ist, dass Gold – ähnlich wie Silber, das sogar in Neurodermitikerpflege eingesetzt wird – gegen Entzündungen und freie Radikale wirkt. Diamantenstaub reflektiert das Licht, so dass Falten gemildert werden, und hat eine peelende Wirkung. Kaviar strafft reife Haut durch seinen hohen Eiweißgehalt. Tatsache ist aber auch, dass es eine Menge günstiger Wirkstoffe gibt, die das Gleiche können. Bewährt hat sich z. B. Coenzym Q10, das heute zentraler Wirkstoff vieler erschwinglicher Anti-Age-Cremes ist. Das war aber nicht immer so.

Wer neueste Forschung will, muss zahlen

Wer 1997 sein Gesicht mit der Q10- Pflege „Rejuven“ von Juvena glätten wollte, musste dafür 60 Mark berappen. Wie kam es zu diesem stolzen Preis? „Das lag vor allem daran, dass wir die Allerersten waren, die diesen Wirkstoff eingesetzt haben“, erklärt Inge-Maren Risop, Brand Director International bei Juvena. Zehn Jahre Entwicklungsarbeit und über 1 Million Mark Forschungskosten waren nötig, bevor der neue Star am Anti-Falten-Himmel aufgehen konnte. Hinzu kamen hohe Kosten für Aufklärung und Werbung. Inge-Maren Risop: „Als wir ,Rejuven‘ auf den Markt gebracht haben, wusste ja noch niemand, was Coenzym Q10 überhaupt ist und wie es wirkt.“

Heute hat sich der Wirkstoff etabliert, wird auch synthetisch und in größeren Mengen produziert, so dass die Produkte damit günstig sind. Juvena dagegen hat „Rejuven“ nicht mehr im Sortiment, sondern konzentriert sich weiter aufs Entdecken von neuen Creme-Inhaltsstoffen – aktuell z. B. solchen, die die hauteigene Stammzellaktivität zur Bildung neuer Zellen unterstützen.

Autor: Kerstin Brockmann

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