Haut & Haare Ein gespanntes Verhältnis: TROCKENE HAUT

Schluss mit Pflegefehlern und leeren Versprechungen! Mit etwas Know-how können Sie ganz leicht selbst herausfinden, was Haut und Haaren gut tut

untitled_4.jpg

Ein gespanntes Verhältnis: TROCKENE HAUT


Nur 14 Prozent der deutschen Frauen haben von Natur aus einen spröden Teint – etwa, weil ihre Haut nicht genug Harnstoff bildet, der wie ein Magnet Wasser in der Hornschicht bindet. Mit steigendem Alter sind aber immer mehr Frauen betroffen, da die Talgproduktion gedrosselt wird und das dünner werdende Bindegewebe nicht mehr genug Feuchtigkeit speichern kann. Trotzdem kennen auch viele jüngere Frauen das Problem: Die Haut spannt, als wäre sie eine Nummer zu klein geraten. Ihre Pflege hilft nur wenig. Woran liegt das?

FETT ODER FEUCHTIGKEIT?
Fest steht: Um möglichst lang jung und schön zu bleiben, braucht trockene Haut beides. Dieses gemischte Doppel liefert zwar fast jede Creme, aber das Mischungsverhältnis wechselt. Wenn Ihre Creme nicht den gewünschten Erfolg zeigt, könnte es sein, dass die Gewichtung nicht zu Ihrem Hautbedürfnis passt. Spannt Ihre Haut, juckt dabei und neigt zu Knitterfältchen, braucht sie eine Creme mit mehr Feuchtigkeit. Weist sie schuppige Stellen und Rötungen auf, sollten Sie lieber eine Creme mit extra viel Fett benutzen, damit die Hautzellen wieder zusammenhalten und einen Schutzwall bilden können.

TEUFELSKREIS
Sie cremen und cremen, und trotzdem fühlt sich Ihr Gesicht im Nu wieder völlig trocken an? Das könnte an einem hohen Paraffinanteil in Ihrer Creme liegen. In Maßen eingesetzt, bildet dieser synthetische, aus Erdöl hergestellte Stoff einen wasserabweisenden Film auf der Haut, der vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Steckt aber zu viel davon in einer Creme, kann sich darunter der Schweiß stauen. Folge: Die Hornhaut quillt auf, wird spröde. Cremes mit „Paraffinum Liquidum“ in der oberen Hälfte der Zutatenliste meiden.

SCHONWASCHGANG
30 Prozent der deutschen Frauen reinigen ihr Gesicht mit Seife. Sie auch? Dann brauchen Sie sich über trockene Haut nicht zu wundern! Damit Ihre ohnehin spärlichen Talgreserven nicht ausgewaschen werden, lieber Reinigungsmilch oder -öl benutzen, die viel Fett enthalten. Dann schadet auch anschließendes Abspülen mit Wasser nicht.

 

Autor: Kerstin Brockmann

Schlagworte: