Was sind Glückshormone und was bewirken sie?

Damit der Mensch sich glücklich fühlt, muss zunächst einmal die Chemie stimmen. Dies gilt im wahrsten Sinne des Wortes. Die folgenden sechs Hormone sind für unser Glück verantwortlich. Stimmt die Zusammensetzung, dann schweben wir sprichwörtlich im siebten Himmel. Sie beeinflussen unser Wohlbefinden, denn sie sind die Basis jeder Emotion.
Sind Sie glücklich?

Serotonin sorgt für Schwung

Serotonin wirkt im Körper nicht nur auf den Schmerz, sondern auch auf das Schlafempfinden und den emotionalen Zustand. Das Hormon wird mit Beginn des Frühlings verstärkt produziert, bekämpft so die bei vielen Menschen auftretende Frühjahrsmüdigkeit und sorgt für mehr Schwung im Leben. Es kommt im zentralen und im peripheren Nervensystem, sowie in Zellen des menschlichen Magen-Darm-Trakts vor. In Kombination mit Dopamin sorgt es für das Glücksempfinden des Menschen. Serotonin beeinflusst daneben auch noch die Körpertemperatur, ebenso wie den Appetit und den Antrieb, Dinge zu unternehmen.

Dopamin lässt uns Glück empfinden

Dopamin ist jener Botenstoff in unserem Körper, der unsere Glücksempfindungen steuert. Spricht der Volksmund von Glückshormonen, dann ist Dopamin gemeint. Im Gehirn des Menschen sorgt es für Motivation und Antriebssteigerung. Dies kann nach Sportarten wie Fußball oder Basketball, wenn man große Erfolge gefeiert oder sein Ziel erreicht hat, stattfinden. Dann aktiviert der Körper sein Belohnungssystem im Gehirn und schüttet Dopamin aus. Das passiert auch durch ganz simple Dinge, wie das Hören des Lieblingssongs, wie beispielsweise "Don't stop me now", das fast 98% der Bevölkerung motiviert oder "Viva las Vegas", das laut Betway die Energie und Spannung vermittelt, die man fühlt, wenn man Zeit mit Menschen verbringt, die einem wichtig sind und die einen begeistern. Auch das Spielen von Videospielen auf einer Konsole oder Tischspielen wie Blackjack, die einen glücklich machen, führt zum Ausstoß von Dopamin. So belohnt einen das Gehirn nach positiven Erlebnissen. Sehr oft schüttet der Körper Dopamin in Verbindung mit Serotonin aus. Im Überschwang der Gefühle kommt es dabei sogar zu rauschähnlichen Zuständen. Das waren aber noch lange nicht alle Fähigkeiten dieses Glückshormons. Der Botenstoff wird auch in der Medizin als Arzneistoff für die Behandlung des Herz-Kreislauf-Schocks verwendet. Es erweitert die Gefäße und kann so im Notfall Leben retten. Der Stoff kommt auch bei der Behandlung von Parkinson zur Anwendung.

Noradrenalin macht uns wach

Noradrenalin steuert im Gehirn des Menschen den Wachheitsgrad und die Aufmerksamkeit. Das Hormon befindet sich in den Nebennieren und im zentralen Nervensystem. Der Körper schüttet Noradrenalin in psychischen oder physischen Stresssituationen aus und sorgt so dafür, dass der Betroffene hellwach wird. Noradrenalin steigert darüber hinaus auch noch die Motivation und sorgt dafür, dass man bereit ist, seine volle Leistung zu erbringen.

Endorphine lindern den Schmerz

Endorphine sind eine Art körpereigenes Medikament und Schmerzmittel. Der Körper schüttet Endorphine bei Verletzungen und Schmerzen aus, um diese zu mildern. Der dadurch ausgelöste „Rauschzustand“ soll den Körper dabei unterstützen, mit der Notfallsituation besser umzugehen. Endorphine werden im Gehirn produziert. Diese körpereigene Medizin reguliert aber auch unser Hungergefühl und die Stimmung, in der wir uns gerade befinden. Wer regelmäßig Sport betreibt und so Stress abbaut, kennt den Moment, wo der Körper Endorphine freisetzt. Sie versetzen den Sportler in ein Hochgefühl und lassen ihn länger aktiv sein.

Phenethylamin für Sportler und Verliebte

Das zweite Bewegungs-Glückshormon ist Phenethylamin. Es wird ebenfalls beim Sport, und zwar bei langem Ausdauertraining freigesetzt. Das berauschende Glücksgefühl, das viele Sportbegeisterte nur zu gut kennen, kommt von Phenethylamin. Sie sind damit nicht allein, auch Verliebte kommen in den Genuss dieses Hormons. Die typischen Anzeichen, wie das Kribbeln im Bauch oder das Herzklopfen, wenn man seinen Schwarm trifft, werden von Phenethylamin ausgelöst.

Oxytocin bekämpft die Angst

Oxytocin reduziert die Angst und den Stress. Es fördert das allgemeine körperliche Wohlbefinden, steigert die Empathie und unterstützt so die soziale Kompetenz. Man nennt das Osytocin auch das „Kuschelhormon“, denn es wirkt sich positiv auf das Bindungsverhalten bei Menschen aus.
 
Diese sechs Glückshormone beweisen, dass der menschliche Körper für beinahe jede Situation im Leben das passende Hormon bereithält. Die Stoffe beeinflussen nicht nur unsere Stimmung und unser Glücksgefühl, sondern lindern gleichzeitig Schmerzen und sorgen dafür, dass wir uns in Gesellschaft wohl fühlen. Mit diesen Wundermitteln ist der Mensch für jede Herausforderung bestens gerüstet.