Moderne Forschung Darmkrebs & Gebärmutterkrebs

Verfeinerte Diagnosen, raffinierte Medikamente, clevere Testverfahren und schonendere Operationen: Um unsere Gesundheit steht es in Zukunft gut.

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DARMKREBS

6 Neuer Blocker

Darmkrebspatienten, bei denen sich Tochtergeschwüre in der Leber gebildet haben, können hoffen. „Ein neuer Wirkstoff blockiert die Signalwege der Zellteilung“, sagt Dr. Klaus Mross von der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg.  

FAZIT: Bisher wurden in einer Studie etwa 50 Patienten behandelt. Die Ergebnisse waren ausgezeichnet.

7 Bio-Chip

Eine wirksame Ergänzung zur Darmspiegelung liefert ein Bio-Chip, der u. a. an der Uni Lübeck entwickelt wird. Er misst zwölf Tumormarker im Blut.

FAZIT: Wichtig, weil der Krebs trotz aller Vorsorgemaßnahmen bei 70 Prozent der Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird.

8 Mikrobläschen

Ultraschall-Checks mit speziellen Kontrastmitteln spüren Darmkrebs-Tochtergeschwulste exakter auf als bisher. Der Arzt spritzt gasgefüllte Mikrobläschen in die Gefäße. Sie machen die Durchblutung des Gewebes sichtbar. So erkennt der Mediziner, woher genau gestreute Tumore stammen.

FAZIT: Die Bläschen transportieren künftig auch Medikamente.


GEBÄRMUTTERKREBS

9 Frühst-Erkennung

Eine neue Diagnosemethode erkennt bereits Frühststadien des Gebärmutter-halskrebses. Sie misst im Abstrich die unterschiedliche Wasserverteilung in gesunden und erkrankten Zellen.  

FAZIT: „Operationen am Gebärmutterhals und in der Gebärmutter werden dadurch künftig schonender sein“, sagt Prof. Nandita de Souza vom Royal Marsden Hospital in London.

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