Psychologie Das ABC zum glücklich werden

Das Leben ist kein Wunschkonzert? Doch! Oft verlassen uns aber Mut oder Motivation. Für solche Momente erfand die psychologische Beraterin Su Busson ein Alphabet für die Seele. Jeder Buchstabe hilft, kleine wie große Träume wahr zu machen – und führt uns zu kraftvollen Antworten auf die Frage: Was will ich wirklich?

Glücksbringer Kleeblatt und Hufeisen

F wie Fokus

Ihre Wünsche haben es verdient, dass Sie sich mit voller Aufmerksamkeit um sie kümmern. Leichter gesagt als getan. Jeden Tag buhlen unzählige Reize um unsere Konzentration. Die Folge: Es fällt uns immer schwerer Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden.

Übung „Fokus-Ritual“: Nehmen Sie sich am besten jeden Morgen fünf Minuten Zeit. Ziehen Sie sich an einen ungestörten Ort zurück (i+S). Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich darauf, wie Sie ein- und ausatmen. Überlegen Sie: Was ist für mich heute das Allerwichtigste? Was bringt mich heute meinem Traum näher? Was möchte ich tun, damit es ein guter Tag wird? Danach werden Sie fokussiert(er) in Ihren Alltag starten.

G wie Glaubenssätze

Wir kennen Sie alle, die falschen Glaubenssätze (z.B.:"Das wird nie was", "Das schaffst du sowieso nicht"). Jeder spiegelt ein destruktives Denkmuster, das uns beim Träumen und Wünschen zurückzucken lässt, als hätten wir eine heiße Herdplatte berührt. Sie werden verkörpert von inneren Verhinderern, die auftauchen, sobald wir "herumspinnen": Schwarzmaler, Überbesorgte und Runterputzer.

Übung "Neue Glaubenssätze": Suchen Sie sich einen Wunsch auf ihrer Liste aus (A). Stellen Sie sich jetzt vor, alle ihre inneren Verhinderer setzen sich mit Ihnen an einen Tisch. Hören Sie sich an, was sie zu sagen haben. Fragen Sie sich: Ist das wirklich wahr (auf einer Skala von null bis 100 Prozent)? Vergessen Sie nicht, dass jeder Glaubenssatz bloß eine Möglichkeit darstellt, die Welt zu deuten. Suchen Sie nach Alternativen! Gestalten Sie beispielsweise eine große Karte, auf der möglichst viele Fortsetzungen für diesen Satz stehen sollten:"Meine Träume und Wünsche verwirklichen sich, weil ..." Diese Karte können Sie dann gut sichtbar an Ihren Kühlschrank hängen oder auf Ihren Schreibtisch im Büro stellen. 

H wie Handeln

Handlungsfähig bleiben – manchmal eine Hürde. Wenn sich die Dinge nur schleppend entwickeln, die Motivation nachlässt oder Angst uns lähmt. Scheint nichts voranzugehen, fragen Sie sich: Was hilft mir, durchzuhalten (i+B)? Wo kriege ich Unterstützung (i+U)? Was gewinne ich, wenn ich weitermache? Lässt Ihre Motivation nach, überlegen Sie: Will ich das wirklich? Warum? Wünsche verändern sich, oder wir erkennen schließlich, dass es doch nicht die eigenen sind (i+E). Dann ist es an der Zeit, loszulassen. Können wir die Folgen unseres Handelns noch nicht abschätzen, meldet sich die Angst. Zeit für einen Realitäts-Check: Wie wahrscheinlich ist eine „Katastrophe“? Was haben Sie in ähnlichen Situationen erlebt? Stellen Sie sich vor, Ihre Angst wäre eine Person, die verhindern will, dass Sie weitergehen.Nehmen Sie sich in Gedanken in den Arm und sagen Sie ihr:"Komm, wir gehen gemeinsam." (M)
 

I wie innere Führung

Sie besichtigen eine Wohnung und spüren: Das ist die Richtige. Sie fahren Auto und wissen plötzlich: Bieg ab, da ist ein Parkplatz. In solchen Momenten spüren wir unsere innere Führung (Intuition). Wir nutzen dabei Wissen, von dem wir oft gar nicht wissen, dass wir es wissen. Hört sich kompliziert an. Das Entscheidende ist aber: Sie können der inneren Führung vertrauen! In Momenten der Stille, in denen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz bei sich sind (i+F, i+S), hören Sie sie am intensivsten. Sie können ihr Fragen stellen, mit ihr sprechen oder ihr einfach nur zuhören. Je häufiger Sie das tun, desto zuverlässiger wird sie Ihnen beistehen, wenn es darauf ankommt.
 

Autor: Stephan Hillig