Langeweile Wie schafft man den Brückenschlag?

Langeweile - jeder kennt sie. Keiner mag sie. Aber wir brauchen sie! Ein Experte erklärt im Interview ihre unterschätzten Vorteile.

Ruhephasen richtig nutzen

Was lenkt uns ab?
Die nie abreißenden visuellen Informationen über Fernsehen oder Internet. Man spricht auch von Bilderfettsucht, wenn man alles ungefiltert in sich hineinstopft, ohne es zu verdauen, nur um abgelenkt und unterhalten zu werden.

in anderes Beispiel: Wir reden oft viel zu viel und haben Schwierigkeiten zuzuhören oder nur zu schweigen. Wer stets agiert und sich keine Pausen gönnt, in denen auch mal Langeweile aufkommen kann, sollte sich dafür bewusst Zeit nehmen und auf sein inneres Echo hören, um all das Erlebte sacken zu lassen.

Wie schafft man den Brückenschlag vom permanenten Zeitdruck zum süßen Nichtstun?
Stress lässt sich mildern, indem man eigene Werte überprüft und sich fragt: Was brauche ich wirklich zu meinem Glück? Neben der mentalen Reflexion hilft die Konzentration auf den eigenen Körper, zum Beispiel bewusstes Ein- und Ausatmen. Zu sich kommen, achtsam sein und sich in Genuss üben – dies alles geht nicht einfach so nebenbei. Auch Yoga oder Meditation können Achtsamkeit lehren. An einigen Flughäfen und Unis wurden schon Meditationsräume eröffnet – eine gute Idee, um bewusst in der Geschäftigkeit des Alltags innezuhalten. Wir sollten uns dem alltäglichen Druck nicht unreflektiert aussetzen, sondern ihn wo möglich reduzieren und lernen, mal überhaupt nichts zu tun. Denn es gibt doch nichts Besseres, als nichts Besseres zu tun zu haben!

Freuen Sie sich auf ein bisschen Langeweile …

1. … um so lange an die Decke zu starren, bis aus diesem Nichtstun von innen heraus wieder neue Ideen entstehen.

2. … um Fragen zu stellen, die Sie vor lauter Geschäftigkeit beiseitegeschoben haben.

3. … um zu lernen, zweckfrei nichts zu tun – der eigenen Entspannung zuliebe.

4. … um zeitliche Räume zu schaffen, in denen Sie Kraft schöpfen und Ihre Energiereserven wieder auffüllen.

Schlagworte: