Gesundheit Die vier wichtigsten Narkose-Arten

Mehr als 40 Prozent der Deutschen fürchten sich vor einer Narkose. Das wäre gar nicht nötig, denn Anästhesien sind heute so sicher und sanft wie noch nie.

Angst vor Narkose

 


Je nach Lokalisation, Dauer und Schwere des Eingriffs variiert die angewandte Betäubung. Hier die wichtigsten Formen.

 

 

Die Vollnarkose

wird fast immer mit einer Schlafmittel-Infusion eingeleitet. Zusätzlich bekommt der Patient starke Schmerzmittel und Medikamente, die die Muskeln entspannen. Weil dieser Cocktail u. a. die natürliche spontane Atmung ausschaltet, wird er durch ein weiches Rohr (Tubus) künstlich beatmet. Bei kürzeren Eingriffen reicht eine Atemmaske. Um die Narkose aufrechtzuerhalten, verabreicht der Arzt meist ein Gasgemisch, das aus Sauerstoff für die Atmung, Lachgas gegen Schmerzen und einem ätherähnlichen Gas für den Tiefschlaf besteht.

Bei der Xenon-Narkose

enthält die künstlich zugeführte Atemluft in der Vollnarkose das Edelgas Xenon. Das schont schwache Herzen und mildert Verwirrungszustände nach der OP, die z. B. bei älteren Patienten vorkommen können.

Bei der Plexusanästhesie

wird im Achsel-, Hals- oder Schulterbereich ein Mittel zur örtlichen Betäubung an ein Nervengeflecht gespritzt, das macht den Arm schmerzfrei und unbeweglich, der Patient bleibt wach.

Die Periduralanästhesie

arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Das lokale Betäubungsmittel wird jedoch in den Rückenmarkskanal gespritzt, was von der Einstichstelle abwärts die Muskulatur lähmt und Schmerzen ausschaltet; auch hier bleibt der Patient wach.