Alles auf Anfang: So gelingt der Neubeginn

In unserem Leben kommen wir immer wieder an einen Punkt, an dem ein Neuanfang notwendig ist, sei es nach einer schmerzlichen Trennung, einem Umzug oder Jobwechsel oder auch nach einer überstandenen schweren Krankheit. Starke Veränderungen können uns den Boden unter den Füßen wegziehen und sind meist mit großen Herausforderungen verbunden. Unsere Tipps helfen dabei in solchen Situationen die Orientierung zu behalten, sich seinen Ängsten zu stellen und den Start in den neuen Lebensabschnitt erfolgreich zu meistern.
Frau lacht und ist glücklich

Den Neuanfang wagen

Der allererste Punkt betrifft dabei unsere ganz grundlegende Einstellung. Einen richtigen Neubeginn können wir nur angehen, wenn wir auch bereit dazu sind. Dem voraus geht selbstverständlich überhaupt erst der Wunsch nach einer Veränderung. Hat sich dieser einmal in unserem Kopf festgesetzt, gibt es allerdings immer noch eine Menge Hürden, die uns daran hindern können, den nächsten Schritt zu gehen und Taten auf dem Weg in die Zukunft folgen zu lassen. Auch diese ganz unterschiedlichen Herausforderungen gilt es zunächst zu meistern.  

Leben heißt Veränderung

Denn nicht immer fällt es gleichzeitig leicht, loszulassen. Ein Neuanfang bedeutet in den allermeisten Fällen nämlich auch, dass dabei alte Dinge zurückgelassen oder verändert werden. Und Veränderung kann Angst machen. Denn wir müssen uns dann meist nicht nur von vertrauten, bislang funktionierenden und liebgewonnenen Routinen oder Verhaltensweisen lösen, sondern uns oft genug auch auf ganz unbekanntes Terrain begeben:
 
Ein Zwiespalt zwischen der unglücklichen Situation, aus der wir uns befreien wollen und dem Neuen noch fremden – ohne wirkliche Garantie auf Besserung oder Erfolg. Der Punkt, an dem wir begreifen, dass es höchste Zeit ist, die Reißleine zu ziehen, kommt oft erst, wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Es scheint noch verträglicher zu sein, mit der belastenden Situation zu leben und sich mit dem bekannten Kummer und Schmerz zu arrangieren als neue Risiken einzugehen – auch, wenn diese eine Verbesserung mit sich bringen können.  
 
Ich weiß nicht, ob es besser wird, 
wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, 
wenn es besser werden soll.
Georg Lichtenberg, dt. Naturforscher und Aphoristiker
 
Dennoch ist diese Erkenntnis zur Notwendigkeit einer Veränderung der wichtigste Schritt. Er bedeutet, dass wir akzeptieren, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Damit kann ein Umdenken beginnen und wir können unsere Gedanken auf eine mögliche Zukunft lenken. Die Erkenntnis ist zudem ein wichtiger Impuls, der uns Motivation, Hoffnung und die notwendige Kraft gibt, um uns mit den nächsten Schritten zu beschäftigen.     

Mut für einen Neustart

Mit diesem Umdenken gelingt es auch, seine Situation distanzierter oder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und plötzlich wird klar, dass die Veränderung unumgänglich ist – etwa, wenn der Leidensdruck ein unerträgliches Maß angenommen hat. Gleichzeitig hilft uns das, neuen Mut zu schöpfen. Wenn wir erst einmal damit beginnen, über mögliche Alternativen nachzudenken, verlieren diese mitunter ihren Schrecken und wirken nicht mehr so angsteinflößend oder unbezwingbar.
 
Spielen wir mögliche Szenarien einmal detailliert in unseren Gedanken durch und überlegen uns dazu den schlimmstmöglichen Verlauf, wird meist deutlich, dass dies allemal besser ist, als der Status Quo.
 
Ebenfalls neue Kraft können wir finden, indem wir uns an andere Gegebenheiten in unserem Leben erinnern, in denen wir uns verändert und weiterentwickelt haben. Es zeigt, dass sich ein Wandel lohnen und viele Vorteile mit sich bringen kann. Auf diese Weise gelingt es, eine positive Einstellung mit der Veränderung zu verknüpfen. So wachsen Zuversicht und das Selbstvertrauen, um sich dem Neustart und allem, was damit verbunden ist, zu stellen.

Die Orientierungsphase

Mit dem ersten Entschluss zum Neuanfang fühlen wir uns manchmal gleichzeitig auch orientierungslos. Nicht immer ist deutlich, wohin die Reise ganz konkret gehen soll. Zudem stehen meist mehr als nur eine Möglichkeit zur Verfügung, um den künftigen Weg zu gestalten.
 
Hier gilt es, sich jetzt intensiver mit der Veränderung auseinanderzusetzen und nicht nur den aktuellen Standpunkt zu analysieren, sondern auch sehr detailliert zu überlegen, welche Wünsche und Vorstellungen man für die Zukunft überhaupt hat.

Den Status Quo analysieren

Von der Erkenntnis, DASS etwas geändert werden muss geht der nächste Schritt dahin, WAS dies genau sein soll. Nicht immer steckt ein eindeutig benennbarer Auslöser hinter einer misslichen Lage. Hier sollte man zunächst etwas Klarheit in seiner Gefühlswelt schaffen. Ein paar Fragen helfen dabei, seinen aktuellen Standpunkt und die Ausgangssituation genauer zu ergründen:
  • Mit welchem Lebensbereich bin ich unzufrieden?
  • Welche Punkte sorgen in meinem Leben immer wieder für negative Erfahrungen?
  • Welche Personen betrifft die Situation, die geändert werden soll?
  • Welche Verhaltensweisen bringen mich (immer wieder) in eine missliche Lage?
  • Mit welchen Erfahrungen verbinde ich ein positives Gefühl und konnte daraus profitieren?
  • Was kann ich aus bereits gemachten Erfahrungen (egal ob positiv oder negativ) lernen?
Die Fragen machen deutlicher, was genau geändert werden sollte. Wer sich intensiv damit auseinandersetzt, kann herausfiltern, worin das eigentliche Problem besteht – auch wenn dies wiederum eine schmerzliche Erkenntnis bedeutet.
 
Um die Gedanken in eine positive Richtung zu lenken, sollten gleichzeitig auch ganz konkrete Träume und Wünsche zusammentragen werden. Sie sind der größte Motivationsfaktor, der uns Mut und Kraft verleiht um die Veränderung auch tatsächlich in Angriff zu nehmen.
 
Ein wichtiger Aspekt dabei ist es, uns von der Beurteilung durch Andere unabhängig zu machen. Denn die Wertung von Anderen kann nicht nur falsch oder verzerrt sein, sie hemmt uns auch, uns selbst aus einem objektiven Blickwinkel aus zu betrachten.

Mit alten Dingen abschließen

Als nächstes sollte man sich an die Bewältigung seiner Vergangenheit machen. Ein Neuanfang fällt leichter, wenn wir mit alten Dingen wirklich abgeschlossen haben und diese uns in der Gegenwart oder Zukunft nicht mehr im Wege stehen. Auch hier helfen die obigen Fragen dabei, überhaupt die notwendigen Bereiche zu finden, die noch einer Klärung bedürfen. Wem dies schwerfällt, sollte sich klarmachen, dass es wichtige Gründe für die Veränderung gibt und dass sie am Ende zu einer Besserung führen wird.  
 
Für manche ist es wichtig, sich zu erlauben, Gefühle zu zeigen. Oft wurden diese in der Vergangenheit unterdrückt, um die Situation erträglicher zu machen. Nicht selten kann dies zu weiteren Beschwerden führen. Wer seine Emotionen dann zulässt, bringt möglicherweise noch weitere Aspekte oder Fragen zutage, die aufgearbeitet werden sollten.
 
Konzentriere nicht
all deine ganze Kraft 
auf das Bekämpfen des Alten,
sondern darauf, das Neue zu formen.
Sokrates, griech. Philosoph
 
 
Schließlich geht es darum, zu analysieren, wie es zu verschiedenen Situationen kommen konnte. Um mit der Vergangenheit abzuschließen hilft es zudem, auch Fehltritte oder falsche Entscheidungen zu akzeptieren. Zum einen lässt sich Vergangenes nicht mehr ändern. Zum anderen sollte klar sein, dass es zum damaligen Zeitpunkt Gründe für die jeweilige Entwicklung gab.
 
Das Loslassen sorgt dann nicht nur dafür, eine Last loszuwerden und sein Leben zu entrümpeln, sondern sollte auch mit einem Lernprozess einhergehen. So kann man aus Fehlern lernen oder gute Entscheidungen und Handlungsweisen aus der Vergangenheit auch künftig nutzen.
 
In verschiedenen Fällen betrifft das Abschließen mit der Vergangenheit auch ganz praktische Dinge im Alltag. Hier müssen Dinge neu strukturiert und organisiert werden. Zum Beispiel ist es nach einer Trennung oft notwendig, finanzielle Angelegenheiten neu zu ordnen.
 
Finanzielle Einschränkungen sind ein großes Hindernis bei einem Neuanfang. Eine Umschuldung kann ein guter Weg für sein, um bestehende Verbindlichkeiten vorteilhafter zu organisieren. Ob und zu welchen Bedingungen diese Lösung in Frage kommt, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Wichtig ist, dass sich beide Seiten über das Vorgehen einig sind und an einem Strang ziehen – ebenfalls ein wichtiger emotionaler Schritt um Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Bei manchen kann dies zudem dabei helfen, sich etwa aus einem finanziellen Abhängigkeitsverhältnis zu lösen.  

Neues ausprobieren

Wer die unliebsame Vergangenheit abgehakt hat, kann seinen Blick nach vorn richten. Um sich zu orientieren und genauer herauszufinden wie die Zukunft aussehen könnte, darf nun ruhig etwas experimentiert werden. Oftmals ist diese Phase von einer gewissen Euphorie geprägt. Vor allem die Erleichterung die entsteht, wenn frühere Lasten nicht mehr auf einem liegen, sorgt für ein Hochgefühl, das man gut ausnutzen kann.
 
Viele haben bestimmte Ideen und Träume, an die sie sich noch nie herangetraut haben. Viele haben sich in der Vergangenheit anderen zuliebe zurückgenommen. Jetzt ist die beste Gelegenheit dazu, sich etwas mehr um sich selbst zu kümmern. Wer offen ist für Neues, kann dabei verschiedene neue Erfahrungen machen.
 
Dabei ist es zunächst unwichtig, ob sie ganz konkret zum eigenen Neuanfang beitragen können. Oft profitieren wir eher indirekt davon, über den bisherigen Tellerrand hinauszublicken:
  • Es kann uns neue Sichtweisen auf die Zukunft, aber auch auf uns selbst eröffnen.
  • Manchmal entdecken wir dabei bislang unentdeckte Fähigkeiten und Talente.
  • Neues auszuprobieren sollte zudem in erster Linie Spaß machen. Dann führt es vor allem zu einer Stärkung unseres Selbstbewusstseins und hilft uns dabei, auch die nächsten Schritte mutig zu beschreiten.

Die Planungsphase

Nach und nach wird sich ein klarerer Weg abzeichnen. Manchmal sind es zufällige Begegnungen oder Situationen, die uns ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Um den Neubeginn auf sichere Beine zu stellen, ist es hilfreich sich auch für das weitere Vorgehen genaue Gedanken zu machen. Aus den Erkenntnissen der bisherigen Analyse kann schrittweise der Neustart vorangetrieben und organisiert werden.

Kleine Etappenziele planen

Der konkrete Wunsch für die Zukunft kann mitunter eine sehr einschneidende Veränderung bedeuten und zunächst unerreichbar erscheinen oder wiederum etwas Angst einflößen. Dann kann es sinnvoll sein, den Weg dorthin in kleinere Etappen zu unterteilen.
 
Zum einen wird auf diese Weise bereits klarer, welche verschiedenen Schritte notwendig sind. Möglicherweise lassen sich dazu auch bestimmte Maßnahmen benennen, die dazu beitragen, das Etappenziel erreichen zu können.
 
Zum anderen sind die jeweiligen Teilstrecken für sich viel weniger abstrakt und unerfüllbar. Je detaillierter man sich mit den Einzelheiten auseinandersetzt, umso mehr Sicherheit und Orientierung lässt sich dabei für den Neuanfang schaffen.
Wer beispielsweise einen beruflichen Neuanfang plant, hat sich als Wunsch etwa eine ganz konkrete Position ausgemalt. In der aktuellen Situation ist diese allerdings noch sehr utopisch. Hier gilt es zu analysieren, welche Fähigkeiten für die gewünschte Stellung notwendig sind, welche man bereits mitbringt und welche man sich noch aneignen muss. Möglicherweise geht der Weg zum Traumjob über mehrere Etappen – bei jeder davon kann man wichtiges dazulernen. Das konkrete Ziel vor Augen motiviert dabei, sich ins Zeug zu legen und seinem Wunsch schrittweise näherzukommen.

Unliebsame Gewohnheiten ändern

Mit den konkreten Plänen für die Zukunft ist uns oft auch klargeworden, welche unserer Gewohnheiten wir ablegen wollen oder müssen, um den nächsten Schritt gehen zu können. Gerade dies fällt uns meist besonders schwer. Denn vieles ist uns in Fleisch und Blut übergegangen – auf bestimmte Verhaltensmuster greifen wir ganz intuitiv und unbewusst zurück.
 
Jede Gewohnheit basiert auf einer Verknüpfung eines ganz bestimmten Auslösers, der das jeweilige Verhalten hervorruft. Eng damit verbunden ist die Ausschüttung von Dopamin als „Belohnungswirkstoff“ durch unser Gehirn. Denn eine Gewohnheit ist im Grunde dazu da, unser Verhalten einfacher zu gestalten und in verschiedenen Situationen schnell reagieren zu können. Damit sich bestimmte Verhaltensweisen etablieren können belohnt uns das Gehirn für das Entwickeln von Routinen. 
 
Auch hier hilft es, uns in verschiedenen Situationen ganz genau zu beobachten. Nur so lassen sich bestimmte Routinen überhaupt erst identifizieren. Um Gewohnheiten zu ändern muss man sich allerdings eines psychologischen Tricks bedienen. Denn die alltäglichen Verhaltensweisen sind sehr tief in unserem Gehirn verankert. Mitunter kann es etwas länger dauern, eine neue Gewohnheit dauerhaft zu etablieren – je nachdem wie stark wir auf die bisherige fixiert waren.
 
Versagen ist schlichtweg die Möglichkeit
neu zu beginnen, diesmal klüger.
Henry Ford, Ingenieur und Pionier des Automobilbaus
 

Neue Lösungen finden

Ein Neuanfang besteht nicht nur aus einem großen Schritt in ein neues Leben, oft müssen für viele Details im Alltag neue Lösungen gefunden werden. Was bisher funktioniert hat kann nicht immer für das weitere Leben weiter gelten. Manchmal sind wir auch durch bestimmte Handlungs- und Vorgehensweisen eingeschränkt. Suchen wir dann nicht nach neuen Lösungen, können wir uns nicht weiterentwickeln.
 
Neben dem Ablegen schlechter Gewohnheiten ist es dann notwendig, sich neue Verhaltensmuster und Lösungsstrategien anzueignen. Gut, dass wir zumindest schon einmal wissen, für welche Bereiche oder Situationen wir neue Lösungen brauchen. Auch hier können verschiedene Fragen dabei helfen, ans Ziel zu gelangen:
  • Welche Strategie wurde für ein Problem bislang eingesetzt und warum hat sie nicht gut funktioniert?
  • Was kann ich daraus lernen?
  • Welche anderen Vorgehensweisen haben in einem ähnlichen Zusammenhang schon besser funktioniert?
  • Kann ich eine andere Strategie, die gut für mich funktioniert darauf abwandeln?
  • Wie gehen andere Personen mit ähnlichen Situationen um? Haben sie bessere Vorgehensweisen?
Hat man eine Möglichkeit gefunden, gilt es, diese beim nächsten Mal auch in der Praxis auszuprobieren. Hier müssen wir oft aufpassen, dass wir unter Zugzwang und Handlungsdruck nicht automatisch wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen, sondern uns bewusst für die neue Vorgehensweise entscheiden.

Den Alltag neu organisieren

In den nächsten Schritten wird es immer konkreter. Wir können uns ganz gezielt in verschiedene Situationen aus unserem Alltag hineinversetzen. Denn jede Veränderung und jeder Neuanfang wird sich auch auf kleinere Details in unserem Leben auswirken. Je genauer wir wissen, welche Bereiche davon betroffen sein könnten, umso besser können wir uns im Vorfeld schon darauf vorbereiten und auch dafür neue Lösungen finden.
 
Manchmal kann es helfen, sich für einzelne Bereiche auch einen „Masterplan“ zurechtzulegen und die wichtigsten Details dazu schriftlich festzuhalten. Bei einer Trennung etwa und einem Neuanfang mit einer eigenen Wohnung sind unglaublich viele Dinge zu organisieren. Um sich davon nicht einschüchtern zu lassen und den Überblick zu behalten, ist eine To-do-Liste eine gute Stütze. Vom Ablauf des Umzugs, der Suche nach Einkaufsmöglichkeiten in der neuen Umgebung bis hin zum Aufdröseln bestehender Versicherungsverträge kann alles notiert werden. Das schafft Sicherheit.
 
Tatsächlich stecken gerade in ganz alltäglichen Dingen immer wieder Stolperfallen, die dazu führen können, dass wir in bekannte Routinen verfallen. Denn vieles erledigen wir hier ebenfalls ganz automatisch und ohne darüber nachzudenken. Je besser wir mit unserer gesamten Einstellung und unseren Gedanken bereits auf den Neubeginn eingestellt sind, umso leichter wird es gelingen, unser Handeln danach auszurichten.   

Die Umsetzungsphase

Nach all den emotionalen und gedanklichen Vorbereitungen geht es jetzt ans Eingemachte: den Sprung ins neue Leben. Nun müssen die geplanten Schritte und Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. Wer hier nochmal ins Stocken gerät und vielleicht kalte Füße bekommt, sollte sich nochmals vor Augen führen, welche Wünsche und Ziele vor einem liegen und kann sich diese gerne in den schönsten Farben ausmalen. Je detaillierter wir uns unsere Ziele vorstellen, umso konkreter wirken sie auf uns.  

An kleinen Erfolgen erfreuen

Auch auf dem Weg werden wir immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert werden. Nicht alles wird immer so reibungslos funktionieren, wie wir es geplant haben. Bestimmte Situationen werden uns zudem auch zum Zweifeln bringen. Daran, ob wir den Neuanfang erfolgreich stemmen können oder auch daran, ob wir überhaupt die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
 
Um den Mut nicht zu verlieren kann es dann helfen, uns an die Etappenziele zu erinnern. Gegebenenfalls müssen wir zusätzliche Zwischenziele erarbeiten. Oft sind wir zu streng mit uns selbst und setzen die Erwartungen zu hoch an. Dann kann ein Blick auf das bereits geleistete zeigen, welchen großen Schritt wir bereits getan haben und wie weit es uns gebracht hat.  
 
Jeder kann sich für solche Situationen eigene Mechanismen zurechtlegen, die als Motivation zum Weitermachen funktionieren und Unsicherheit und Zweifel bekämpfen.

Innehalten und Entscheidungen überprüfen

Gleichzeitig sollten wir jedoch nicht blind am Abarbeiten der geplanten Schritte festhalten. Das Leben lässt sich nun mal nicht komplett planen und immer wieder kann alles ganz anders kommen, als gedacht. Immer wieder sollten wir deshalb innehalten und genau nachforschen, ob sich die bisherige Entwicklung auch wirklich gut anfühlt.
 
Möglicherweise ist eine kleine Kurskorrektur notwendig. Manchmal tun sich ganz unerwartet auch neue Möglichkeiten und Chancen auf, an die wir zunächst gar nicht zu glauben wagten. Wer einmal damit begonnen hat, die Veränderung als wichtigen Begleiter für die persönliche Entwicklung zu begreifen, kann solche Situationen umarmen und sie spontan nutzen.
 
Viele der hier vorgestellten Punkte kann man gar nicht einzeln „bearbeiten“. Alles hängt irgendwie zusammen und es gibt eine Menge Überschneidungen und Abhängigkeiten – das heißt ein Schritt bedingt den anderen oder baut auf ihm auf. Mit Mut und Verantwortung für sich selbst wird die Veränderung zur Triebfeder für eine glückliche und selbstbestimmte Zukunft. Dann hat man die besten Chancen auf einen gelungenen Neuanfang.