Ängste als Stolperstein im Leben Wie Betroffene damit umgehen können

Ängste hat jeder Mensch, allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Manchmal können sie so stark sein, dass sie das Leben nachhaltig beeinflussen. Wir zeigen Auswege.
Bindungsangst Tipps und Symptome
Die Möglichkeit eines Flugzeugabsturzes, das Risiko eines Spinnenbisses oder die Enge im Fahrstuhl – es gibt viele Situationen im Alltag, mit denen Menschen konfrontiert werden. Und die nicht weiter darüber nachdenken. Für einen gewissen Prozentsatz bedeuten diese Situationen allerdings Herzrasen, Schwindel und schweißnasse Hände. Die Rede ist von Ängsten. Letztere lösen innere Beklommenheit und das Gefühl von starker Enge aus. Angst ist eigentlich etwas Natürliches. Allerdings kann sich diese Angst steigern und schwerwiegende Formen annehmen. Die Medizin spricht hier von Angststörungen. Und diese können in der Tat so stark werden, dass sie Betroffene sprichwörtlich lähmen. Es fällt ihnen schwer, den Alltag zu bewältigen und sich im Job zurechtzufinden.
 
Was kann Ängste auslösen? In der Praxis können es Situationen sein oder Objekte. Zu den bekannten Ängsten gehört wahrscheinlich die Platzangst und die Angst vor Spinnen. Aber auch belebte Plätze oder Höhe kann zum Auslöser für Angst werden. Für Betroffene bedeutet der Angstzustand fast immer eine erhebliche Einschränkung und den Verlust an Lebensqualität. Besonders stark kann dies bei generalisierten Ängsten oder Panikattacken sein.

Was ist eigentlich eine Angst?

Angst ist – sofern es um medizinisch relevante Krankheitsbilder geht – ein Begriff, der auf Angststörungen abzielt. Betroffene fühlen sich beengt und innerlich gelähmt. Angst umfasst aber ein wesentlich breiteres Spektrum an Gefühlen. Der Begriff selbst ist bereits seit Jahrhunderten im allgemeinen Sprachgebraucht belegt. Entlehnt aus dem Indogermanischen, haben sich Begriffe für Angst in verschiedene Sprachen verbreitet.
 
Übersetzen lässt sich beispielsweise der lateinische Terminus „angustus“ mit Enge oder Bedrängnis. Grundsätzlich wird der Angst das Gefühl einer Bedrohung bzw. des Ausgesetztseins zugeschrieben. In einem sehr engen Zusammenhang mit dem Angstbegriff steht die Furcht. Getrennt werden beide unter anderem durch die Unterscheidung auslösender Faktoren:
  • Angst – ohne Objektbindung
  • Furcht – objektbezogen.
In der Psychoanalyse gehört Angst zu den sogenannten Grundemotionen/Grundgefühlen. Soll heißen: Angst ist eine Emotion, die zum Menschen gehört und auf einer Stufe mit Gefühlen wie Freude oder Wut steht. Warum tauchen Angst und Furcht überhaupt auf?

Warum gibt es Ängste?

Angst – speziell die Form der Angststörung, welche in Zwängen resultieren kann – erschwert den Alltag. Prüfungsangst kann die berufliche Entwicklung stören oder Platzangst die Teilhabe am sozialen Leben erschweren. Steht natürlich die Frage im Raum, welche Funktion Angst eigentlich hat.
 
In der Natur spielt Angst eine sehr große Rolle. Angst und Furcht sichern das Überleben eines Individuums. Hintergrund: Angst entsteht als Reaktion auf eine bedrohliche Situation. In diesem Zusammenhang löst sie einerseits den Fluchtreflex aus, kann aber auch in die andere Richtung steuern. In der Psychologie ist diese Gegensätzlichkeit auch als Kampf-oder-Flucht Reaktion bekannt.
 
Angst löst in diesem Zusammenhang konkrete biologische Reaktionen aus. So sorgen die vom Gehirn an die Nebennierenrinde gesandten Signale für eine Ausschüttung von Adrenalin, was wiederum:
  • Herzminutenvolumen
  • Atmung
  • Muskelspannung
erhöht. Diese biologischen Reaktionen sorgen beispielsweise für eine Aktivierung der Körperkraft, was etwa in einem Kampf die Überlebenschance erhöhen kann. Aufgrund der Bedeutung, welche diese Reaktionskette in der Natur hat, erklärt sich die starke Gewichtung der Angst. Hieraus resultieren aber auch die Probleme, welche Angst auslösen kann.

Wo ist die Grenze zwischen gesunder Angst und einer Angststörung?

Angst hat eine fundamentale – über die Evolutionsbiologie erklärbare – Bedeutung. Den Früh- und Urmenschen hat sie das Überleben gesichert. Aufgrund ihrer feinen Einstellung kann die Reaktionskette hin und wieder „Fehlalarm“ auslösen. Sprich: Es wird auf eine Situation mit Angst und den entsprechenden körperlichen Reflexen reagiert, die eigentlich keine echte Bedrohung darstellt.
 
Die moderne Psychologie hat Angst bzw. Angststörungen als psychische Störung bereits im 19. Jahrhundert erkannt. Im Bewusstsein ist das Ganze allerdings schon deutlich länger verankert. Was ist eine Angststörung genau?
 
Grundsätzlich handelt es sich hierbei um eine Fehlsteuerung der Angstreaktionen. Letzter fokussiert sich auf Objekte und Situationen, die als beklemmend und bedrohlich wahrgenommen werden. In der Realität geht allerdings von den Angstauslösern keine Bedrohung aus. Zu den klassischen Beispielen gehört die Spinnen-Phobie. Auslöser sind die Achtbeiner, welche in Deutschland fast ausnahmslos harmlos und für den Menschen ungefährlich sind.

Bekannte Ängste im Überblick

Ängste/Angststörungen sind ein sehr komplexes Themengebiet der Psychologie und können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Auch die Situationen und Objekte, gegen welche sich die Angst richtet, variieren sehr stark. So kennt die moderne Psychoanalyse vielfältige Ängste und Phobien. Bei einigen handelt es sich um objektbezogene Ängste, andere gehören in die Gruppe der sozialen Phobien.
 
Achtung: Aus den einzelnen Ängsten können sich Angststörungen entwickeln. Hinsichtlich der Ursachen handelt es sich nicht selten um ein multifaktorielles Geschehen. Sprich die Angst hat nicht einen Auslöser, sondern setzt sich aus mehreren Motiven und Einflussfaktoren zusammen. Da Ängste durchaus in der Lage sind, sich zu verschlimmern, ist die gezielte Behandlung oft die einzige Option den Kreis zu durchbrechen.
 
1. Prüfungsangst
Prüfungsangst gehört in der Medizin zu den sozialen Phobien. Im Kern geht es darum, dass die Angst durch Situationen ausgelöst wird, in denen Fertigkeiten und Fähigkeiten der betroffenen Person bewertet werden. Als möglichen Zeitpunkt der Entstehung sehen Experten das Grundschulalter an.
 
Ursache ist einerseits der eigene und äußere Erwartungsdruck, welcher auf Kindern lastet. Auf der anderen Seite spielen schlechte schulische Leistungen eine Rolle. Hierdurch wird das Selbstwertgefühl in Mitleidenschaft gezogen. Prüfungsangst wird von der Gesellschaft allerdings unterschiedlich wahrgenommen. Mitunter stellt sich der Verdacht, dass diese Form der Phobie missbräuchlich eingesetzt wird. Letztlich obliegt die Diagnose aber immer einem Fachmann.
 
2. Flugangst
Flugangst – auch als Aviaphobie bezeichnet – ist eine situative Angststörung. Nach international gültiger Klassifikation handelt es sich um eine isolierte Phobie, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Symptome wie:
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Darmkrämpfe
treten bei einigen Betroffenen bereits Tage vor einer Flugreise auf. Es kann aber auch passieren, dass sich die Flugangst erst kurz vor dem Start des Fliegers bemerkbar macht.
 
Auslöser können unterschiedlicher Natur sein. Ein sehr turbulenter Flug, Probleme bei Start oder Landung – nur einige mögliche Ursachen. Umfragen gehen von rund 16 Prozent der Deutschen aus, die unter Flugangst leiden, allerdings gibt es signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Als Auslöser für die Flugangst kommt das Gefühl des Ausgeliefertseins in Frage. Betroffene fürchten den Flugzeugabsturz – obwohl Flugzeuge allgemein als sehr sichere Verkehrsmittel gelten.
 
3. Klaustrophobie
Die Angst vor dem Eingesperrtsein und geschlossenen Räumen ist der Allgemeinheit auch als Platzangst bekannt – obwohl die Psychologie diesen Begriff eigentlich anders belegt hat. Die Ausprägung der Raumangst kann sehr unterschiedlich sein. Einige Betroffene haben bereits ein Problem damit, wenn in einem Raum die Tür geschlossen wird. Andere Patienten leiden unter Klaustrophobie, sobald sie sich in einen Fahrstuhl begeben müssen oder diagnostisch – etwa in einem MRT – untersucht werden.
 
Raumangst führt dann zu Panikattacken. Für den Alltag kann die Klaustrophobie eine sehr starke Einschränkung bedeuten, da Fahrstühle, Umkleiden oder Verkehrsmittel gemieden werden.
 
4. Spinnenangst
Arachnophobie – also die Angst vor Spinnen – scheint bei vielen Menschen verbreitet. Allerdings muss hier zwischen einer echten Angst/Angststörung und Ekel unterschieden werden. Wird das Bild der Spinne einfach nur als unangenehm empfunden, muss noch keine Angststörung mit Behandlungsbedarf vorliegen.
 
Zur Entstehung der Arachnophobie existieren verschiedene Erklärungsansätze. Auf der einen Seite gehen Experten davon aus, dass hier eine Aversion von Eltern auf Kinder durch Lernprozesse weitergegeben wird. Auf der anderen Seite sehen einige Experten die Möglichkeit evolutionärer Zusammenhänge. Eine Rolle könnte aber auch spielen, dass viele Menschen Spinnen erst spät – also nah am Körper wahrnehmen – und die Art und Weise der Fortbewegung zur Angst beiträgt. Ein sehr verbreitetes Mittel zur Behandlung ist übrigens die Konfrontationstherapie.
 
5. Erythrophobie
Erythrophobie wird den sozialen Phobien zugerechnet. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Tatsache, dass Betroffene einerseits den Zustand des Errötens negativ bewerten, auf der anderen Seite aber schon die Erwartungshaltung Teil des Problems ist. Bei der Erythrophobie wird davon ausgegangen, dass andere das Erröten wahrnehmen und sich Betroffene damit blamieren. Im Alltag wird versucht, Situationen gezielt zu vermeiden, in denen es zum Erröten kommen kann. Auch eine sehr starke Selbstfokussierung ist für die Erythrophobie typisch.
 
Zum Problem wird die Angst, wenn sich die Ausprägung und die Symptome verschlimmern. In diesem Fall kann es zu sozialer Isolation sowie Problemen im Beruf kommen. Neben der Konfrontation als Therapieansatz werden bei der Behandlung einer Erythrophobie auch Entspannungstechniken miteinbezogen.
 
Von diesen einer Ursache zuordenbaren Ängsten zu unterscheiden sind Panikstörungen und generalisierte Angststörungen. Hier treten die Symptome bzw. Merkmale von Angst isoliert auf – ohne dass ein konkreter objektbezogener oder situativer Auslöser erkennbar ist. Zu den Anzeichen gehören unter anderem:
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Schwindel
  • Reizbarkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Beklemmung.
Die Reaktionen können an Heftigkeit so stark zunehmen, dass Betroffene das Gefühl haben, einen Infarkt zu erleiden – es wird Todesangst empfunden.
 
Besonders schwerwiegend kann eine generalisierte Angststörung sein. Hier ist kein konkreter Auslöser zu erkennen, Angst ist eher diffus ausgerichtet. Betroffene leiden so stark unter der Störung, dass oft der Alltag darunter leidet.

Ursachen von Ängsten

Was löst Ängste bzw. Angststörungen aus? Die normal regulierte Angstreaktion ist bezüglich ihrer Ursachen sicher einfach zu erklären. Auslöser sind Situationen und Objekte, welche eine reale Bedrohung darstellen. In der Natur sind dies Fressfeinde oder Reize, wie Hitze/Feuer, die auf den Körper wirken und die normale Angstreaktion auslösen. Im Alltag können unterschiedliche Ursachen auftreten – etwa im Straßenverkehr.
 
Erklärungsversuche zu Ursachen von Angststörungen sind wesentlich komplexer. Übrigens: Angststörungen scheinen kein Phänomen zu sein, welches exklusiv nur beim Menschen in Erscheinung tritt. Beispielsweise macht der Verein Hundepfoten e. V. darauf aufmerksam, dass Angststörungen auch bei Hunden auftreten können – und hier oft keine Einzelfälle sind.
 
Als Ursachen für die Entstehung einer Angststörung diskutieren Experten recht unterschiedliche Ansätze. So existieren in der Psychologie das:
  • Lerntheoretische Modell
  • Entwicklungsmodell
  • Kognitive Modell.
Letzteres zielt beispielsweise darauf ab, dass die Wirklichkeitswahrnehmung gestört ist. Hieraus resultiert eine Fehlinterpretation verschiedener Situationen – was die Angst schürt. Aber: Es lassen sich als Auslöser auch biologische Faktoren ins Feld führen.
 
Bekannt ist beispielsweise, dass Fehlfunktionen der Schilddrüse die Entstehung einer Angststörung begünstigen. Darüber hinaus kann Angst auch entstehen, wenn verschiedene Botenstoffe oder die beteiligten Organe geschädigt oder fehlreguliert sind.

Was können Betroffene tun?

Angst ist wichtig, um im Alltag gewisse Situationen meistern zu können. Auf der anderen Seite kann Angst – im Fall der Angststörungen – aber auch ein Ausmaß annehmen, dass zum Problem wird. Letztere schränken den Alltag der Betroffenen mitunter so stark ein, dass ein normales Berufs- und Sozialleben nicht mehr denkbar ist.
 
Bereits das Verlassen der Wohnung kann so zu einem Martyrium werden. Angststörungen zu verhindern wäre in diesem Zusammenhang sicher die beste Lösung. Allerdings setzt dies natürlich voraus, dass Betroffene und deren Umfeld das Vorliegen einer Angststörung erkennen. Da die einzelnen Phobien teils sehr früh, teilweise zuerst verdeckt entstehen, ist dies natürlich schwierig. Als Problem kommt Scham hinzu. Betroffene trauen sich nicht, Hilfe zu suchen. Dabei ist gerade diese für eine Therapie/Behandlung besonders wichtig.

Selbsttherapie

Hilfe zur Selbsthilfe – so lässt sich die Selbsttherapie bei Angst vielleicht am besten umschreiben. Konkret geht es darum, die Emotionen zu erkennen und sie ernst zu nehmen. Anschließend ist wichtig, geeignete Maßnahmen in Betracht zu ziehen. Gerade wenn es sich nur um leicht ausgeprägte Ängste handelt, bieten sich mitunter Entspannungsübungen und Stressabbau an.
 
So kann beispielsweise Yoga einen Beitrag dazu leisten, die innere Mitte wiederzufinden. Aber: Selbsttherapie kann nicht universelle „Heilmittel“ in die Hand geben. Jede Angst hat individuelle Auslöser – und muss mit individuellen Mitteln behandelt werden.
 
So kann gegen Prüfungsangst etwa zu:
  • Prüfungsgewöhnung
  • Prüfungssimulation
  • Hospitation
  • Selbstorganisation
gegriffen werden, um die Angst in den Griff zu bekommen. Auch bereits kleine Verhaltensveränderungen können schon eine Besserung bewirken, um die Panik vor und während der Prüfung zu lindern. Unter anderem ist die richtige Atmung wichtig, aber auch ausreichend Bewegung vorab trägt dazu bei. Die Selbsttherapie sollte allerdings in ihrer Reichweite nicht überschätzt werden.
 
Wirksam kann sie nur bis zu einem gewissen Grad sein. Erreicht die Angststörung ein bestimmtes Ausmaß, ist eine professionelle Therapie – im Rahmen der Psychotherapie – unbedingt anzuraten.
 
Ist dies jedoch noch nicht der Fall, können wir Ängste letztlich auch zu unserem Vorteil nutzen. Wenn wir uns ihnen stellen und die überwinden, macht uns dies letztlich stärker und gibt uns zusätzliches Selbstbewusstsein.

Ärztliche Therapiemaßnahmen

Damit Angstzustände ärztlich behandelt werden können, ist zuerst natürlich die Diagnose zu stellen. Letztere wird nach eingehender Anamnese durch einen Psychologen erfolgen – und setzt voraus, dass Betroffene sich dem Fachmann anvertraut haben. Hinsichtlich der ärztlichen Behandlungsmethoden können verschiedene Ansätze verfolgt werden, und zwar:
  1. Medikamentöse Behandlung
  2. Verhaltenstherapie.
Letztere umfasst ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Beispielsweise kann Hypnose eine Therapie unterstützen. Diese kann auch mit speziellen Trainings begleitet werden. Bei der Hypnose können die Patienten mit ihrer Angst in einer geschützten Umgebung und Atmosphäre konfrontiert werden. Schrittweise unterstützt der Therapeut die Person dann mit Hilfestellungen zur Kontrolle der Emotionen.
 
Auf der anderen Seite ist für einige Phobien – speziell jene, die situativ bedingt oder objektbezogen sind – die Konfrontation eine beliebte Therapiemaßnahme. Hier müssen sich Betroffene dem Angstauslöser stellen. Wie die Konfrontationstherapie aussieht, variiert von Patient zu Patient. Für die Behandlung von Flugangst lässt sich inzwischen auf verschiedenen Methoden zurückgreifen.
 
Möglich ist die Verwendung von VR (Virtual Reality), um Patienten mit der Angstsituation zu konfrontieren. Auch ein Flugsimulator kann hier zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden heute auch in Kooperation mit Fluggesellschaften spezielle Seminare für Betroffene angeboten. Diese Formen der Behandlung fallen alle in den Bereich der Verhaltenstherapie.
 
Darüber hinaus sucht die Psychoanalyse auch gezielt nach tiefsitzenden Motiven, welche zur Entwicklung der Angst bzw. Angststörung geführt haben können.

Medikamente

Arzneimittel gehören – neben der Verhaltenstherapie – zu den wichtigen Maßnahmen in der Behandlung von Angststörungen. Zum Einsatz kommen in diesem Zusammenhang unter anderem Anti-Depressiva. Allerdings sollte die Verordnung von Arzneimitteln erst nach eingehender Diagnose erfolgen.
 
Andernfalls kann es passieren, dass Patienten die falschen Medikamente verordnet werden. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise die generalisierten Angststörungen ein Problem. Aufgrund der Symptome besteht das Risiko, Benzodiazepine zu verschreiben, bei denen es zu einer Abhängigkeit kommen kann.

Fazit: Ängste und Emotionen ernst nehmen

Angst ist etwas Selbstverständliches und in der Natur an der Tagesordnung. Angst gehört sogar zu den Grundemotionen und hat in der Evolution den Vorfahren des Menschen das Überleben gesichert. Im modernen Alltag kann Angst allerdings Richtungen einschlagen, die zu einem Problem werden. Aus der einfachen Angst wird dann eine Angststörung. Letztere führen schnell in die soziale Isolation oder können sogar den Job kosten. Betroffene fühlen sich hilflos und alleingelassen.
 
Die Psychologie hat dieses Problem erkannt und nutzt heute verschiedene Mittel und Wege, um Betroffenen in ihrer Situation zu helfen. Dazu gehört zum Beispiel der Einsatz verschiedener Arzneimittel. Vorher wird allerdings oft versucht, mithilfe der Verhaltenstherapie am Zustand etwas zu ändern. Bei vielen Ängsten hat sich etwa die Konfrontationstherapie als Maßnahme bewährt. Dabei werden heute auch sehr moderne Methoden, wie Virtual Reality genutzt.