Fasten und die Auswirkung auf Psyche und Körper

Fasten und die Auswirkung auf Psyche und Körper

Fasten ist längst nicht nur dem religiösen Kontext zuzuordnen, sondern hat sich mittlerweile zu einem beliebten Gesundheitstrend entwickelt. Wie sich Fasten auf Körper, Geist und Gesundheit auswirkt – all das erfahren Sie hier. 

Was ist Fasten?

Sei es Heilfasten durch Saftkuren oder Intervallfasten mit dem beliebten 16:8-Prinzip – Fasten hat sich in den letzten Jahren zum Gesundheitstrend gemausert. Beim Fasten wird über einen bestimmten Zeitraum auf bestimmte Speisen, Getränke sowie Genussmittel komplett oder teilweise verzichtet. Und das hat Auswirkungen auf Ihren Stoffwechsel: Aufgrund der niedrigen Kalorienzufuhr schaltet er in den Sparmodus um und greift auf seine Glykogen-, Protein- und Fettspeicher zurück, um Energie zu gewinnen.

Fasten: Auswirkung auf den Körper

Fasten verspricht zahlreiche verschiedene Vorteile. Beim Nahrungsfasten sinkt der Blutdruck und die Konzentration des Serotonins erhöht sich. Hierbei handelt es sich um einen Botenstoff, der Einfluss auf die Stimmung, Schmerzwahrnehmung und den Schlaf-Wach-Rhythmus hat. Durch den erhöhten Serotoninspiegel reduzieren sich Erregungszustände wie Stress und Angst.

Zudem unterliegt der Insulinspiegel keinen Schwankungen. Ständiges Essen schüttet nämlich Insulin aus und erhöht den Blutzuckerspiegel. Was dazu führt, dass überschüssige Energie in Fett gespeichert wird. Auf Dauer kann das zu Übergewicht führen. Gerade Bauchfett gilt als besonders gesundheitsgefährdend, weil es Entzündungen auslösen und Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck fördern kann.

Regelmäßiges Fasten kann die Selbstreinigung der Zellen – die sogenannte Autophagie – fördern. Autophagie heißt übersetzt Selbstverdauung und bezeichnet den Prozess der Zellerneuerung, -reinigung und -regeneration. Der Körper baut nicht benötigte und krankmachende Zellbestandteile ab und verwertet sie anderweitig.

Übrigens: Gerne wird im Zusammenhang mit Fasten vom Entschlacken gesprochen. Dabei handelt es sich Schadstoffe, die aufgrund des Fastenstoffwechsels aus dem Körper ausgeschieden werden. Medizinisch ist es allerdings nicht bewiesen, dass Giftstoffe beim Fasten verschwinden. In erster Linie sind unsere Nieren oder Leber für das Entgiften zuständig.

Fasten hilft bei Entzündungen im Körper

Fasten verhilft zusätzlich dem Körper weniger Botenstoffe zu bilden, die im Körper Entzündungen auslösen können. Das zeigt sich unter anderem durch eine Verbesserung des Hautbilds oder Linderung von Gelenkschmerzen bei Rheuma oder Arthrose.

Fasten gegen Depression? So wirkt sich Fasten auf Ihre Psyche aus

Neben der gesundheitlichen Komponente hat Fasten auch einen positiven Effekt auf Ihre Psyche. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wirkt sich Fasten nämlich positiv auf psychosomatische Erkrankungen aus. So verhilft Fasten zu mehr innerer Ruhe und einem besseren Wohlbefinden. Des Weiteren schult regelmäßiges Fasten die Wahrnehmung und Achtsamkeit. Fastende werden für ihren Körper und ihren Geist sensibilisiert – ideale Voraussetzungen, um seinen Lebensstil umzukrempeln und ungesunde Laster dauerhaft aufzugeben.

Doch zu Beginn einer Fastenkur, meist zwischen dem zweiten und fünften Tag, kann es zu einer Fastenkrise oder zu einer Fastenflaute kommen. Da der Körper Energie aus seinen Reserven zieht, macht sich das körperlich sowie psychisch bemerkbar: Symptome wie Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, allgemeine Erschöpfung und Müdigkeit können auftreten. Meistens lindern sich die Beschwerden nach etwa einem Tag und der Körper beginnt, Endorphine auszuschütten, die unsere Laune heben.

Video: Heilfasten, Intervallfasten und Co – Fastenmethoden im Check

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