13. Oktober 2021
Meditation: Das passiert, wenn Sie täglich meditieren

Das passiert, wenn Sie täglich meditieren

Besser mit dem Arbeitsstress fertigwerden, die Alltagssorgen hinter sich lassen oder seine Konzentration steigern. Das versprechen sich viele Menschen von der Meditation. Wir zeigen Ihnen, was laut Wissenschaft passiert, wenn Sie regelmäßig meditieren.

Ursprünglich stammt die Mediation aus dem religiösen und spirituellen Umfeld, erfreut sich jedoch heutzutage auch fernab jeglicher Esoterik einer wachsenden Beliebtheit. Besonders in psychotherapeutischen Kontexten werden Achtsamkeitsübungen wie geführte Meditationen oder bestimmte Atemtechniken vermehrt eingesetzt, da die Studienlage diesbezüglich sehr positiv ausfällt. Zudem zeigen viele Untersuchungen, dass meditative Techniken auch bei der Bewältigung des stressigen, modernen Alltags helfen können. Spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat eine große Zahl an Menschen angefangen, sich mehr und mehr mit dem Thema Achtsamkeit und mentale Gesundheit zu beschäftigen. Erfahren Sie, welche Vorteile Ihnen tägliches Meditieren bieten kann.

Das passiert, wenn Sie täglich meditieren

1. Ihr Stress reduziert sich

Die Praktik der Meditation assoziieren die meisten von uns wohl mit dem Ziel der Stressreduktion: Einfach mal den Geist zur Ruhe kommen und Alltagssorgen von sich abfallen lassen. Aber, werden Meditations- und Achtsamkeitsübungen diesem Anspruch auch wirklich gerecht? Laut Studien ja. So zeigte beispielsweise eine achtwöchige Untersuchung mit 238 Personen, dass die tägliche Verwendung einer Meditations-App auf dem Smartphone zu einer signifikanten Verbesserung des mentalen Wohlbefindens und einer signifikanten Reduktion der empfundenen Belastung durch den Job führte. Hierzu waren lediglich zwischen 10 und 20 Minuten täglicher Meditation erforderlich. Und erstaunlicherweise reduzierte sich nicht nur der subjektiv empfundene Stress. Auch ein typischer körperlicher Stressparameter – der systolische Blutdruck – reduzierte sich bei denjenigen, die täglich meditierten, signifikant im Vergleich zur Kontrollgruppe.

2. Sorgen und Ängste lassen nach

Falls Sie im Alltag häufiger von Sorgen, Ängsten oder depressiven Gedanken geplagt werden, könnte Meditieren etwas für Sie sein. Denn, wie eine großangelegte Metaanalyse von 47 Studien mit insgesamt 3515 Teilnehmenden herausfand, kann regelmäßige Meditation bereits nach acht Wochen eine kleine bis moderate Reduktion von Angstzuständen, Depressionen und sogar körperlichen Schmerzzuständen bewirken. Selbstverständlich sollten Sie bei auftretenden Depressionen oder Panikattacken schnellstmöglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Meditation ist keinesfalls ein Ersatz für Psychotherapie, kann jedoch ergänzend und unterstützend eingesetzt werden.

Falls Sie abends vor lauter Gedanken nicht einschlafen können, probieren Sie gerne eine dieser Atemübungen aus >>

3. Ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern sich

Wer wünscht sich nicht manchmal ein besseres Gedächtnis? Das können Sie – zumindest laut dieser Studie – mithilfe von meditativen Atemübungen erreichen. Darin haben die Forschenden die Hirnströme von Proband:innen, die verschieden Atemübungen durchführten, mittels EEG gemessen und festgestellt, dass insbesondere tiefes Einatmen durch die Nase die Aktivität im Hippocampus und der Amygdala erhöhte – zwei Hirnregionen, die als Teile des limbischen Systems für intellektuelle Leistungen, aber auch Emotionen zuständig sind. In der Studie schnitten jene Proband:innen, die durch die Nase einatmeten, bei Gedächtnisaufgaben im Vergleich zu jenen, die durch den Mund einatmeten, deutlich besser ab. Atmen Sie beim Meditieren also stets durch die Nase ein, nicht durch den Mund.

Quellen: forschung-und-lehre.de, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

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