Harmonielehre aus China Glücklicher und gesünder durch Feng Shui

Die Psyche hat bekanntlich großen Einfluss auf euer Wohlbefinden. Sie kann darüber entscheiden, ob ihr langfristig krank oder gesund seid, glücklich oder unglücklich. Wenn ihr bislang dachtet, Feng Shui sei nur esoterisches Chichi, habt ihr euch mächtig getäuscht. Denn die richtige oder eben falsche Einrichtung eurer Wohnräume kann tatsächlich ungeahnte Auswirkungen auf eure Psyche und somit eben auch auf euer Wohlbefinden sowie eure Gesundheit haben. Doch lasst uns von vorne beginnen…

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Definition: Was ist eigentlich Feng Shui?

Gewiss habt ihr schon einmal von dem Begriff „Feng Shui“ gehört. Manche Menschen ordnen ihn fälschlicherweise irgendwo in den Sportarten zwischen Tae Bo und Yoga ein. Andere wissen vielleicht bereits, dass er stattdessen etwas mit Raumgestaltung zu tun hat – nicht aber was genau. Tatsächlich stammt Feng Shui – wie Yoga und Tae Bo auch – aus dem asiatischen Raum und hat etwas mit der Erdung des Geistes zu tun. Genau genommen geht es um das Zusammenspiel aus Wind („Feng“) und Wasser („Shui“). Sie stehen symbolisch für die kosmische, alles durchdringende Energie, welche eben auch in Yoga, Tae Bo, Qi Gong und anderen asiatischen Wissenschaften eine zentrale Rolle spielt. Auch beim Feng Shui soll es also darum gehen, Körper und Geist des Menschen mit dieser Energie in Einklang zu bringen. Ziel ist ein gesundes, entspanntes sowie glückliches Leben. 

Für Menschen aus der westlichen Welt klingt das oft sehr abstrakt. Kein Wunder also, dass gewiss viele von euch das Feng Shui als esoterisches Chichi abtun. Doch genau genommen handelt es sich schlichtweg um die Lehre der menschlichen Raumwahrnehmung mit dem Ziel, das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und damit auch die psychische sowie physische Gesundheit zu steigern. 

Eine komplexe Lehre mit langer Tradition

Die Wissenschaft soll bereits vor mehr als 3.500 Jahren entstanden sein und umfasst, genau genommen, noch deutlich mehr als „nur“ die richtige Raumgestaltung. Stattdessen gibt es im klassischen Feng Shui neun Zonen, sprich neun Lebensbereiche, welche durch Feng Shui positiv beeinflusst werden sollen. Die jeweilige Wahl der Farbe, Möbel & Co kann also beispielsweise die Karriere in Schwung bringen, Konflikte in der Partnerschaft lösen oder zu Reichtum verhelfen. Zugegeben, es mag zu viel erwartet sein, wenn ihr nun eure Wände in Grün oder Rot streicht und anschließend auf den Geldregen wartet. Doch, dass sich Farben unmittelbar auf die Psyche eines Menschen auswirken, ist unumstritten. So ganz haltlos scheint Feng Shui also doch nicht zu sein – das müssen sogar Kritiker zugeben.

Farben können Stimmungen hervorrufen oder verändern

Untersuchungen zur Wirkung unterschiedlicher Farben auf die Psyche beziehungsweise die Stimmungen eines Menschen gibt es viele. Mittlerweile werden diese sogar manchmal bewusst im Rahmen einer Farbtherapie eingesetzt, um Emotionen zu verändern oder auch gezielt hervorzurufen. So wirkt beispielsweise die Farbe Rot anregend oder kann sogar aggressiv machen. Blau hingegen hat eine beruhigende Wirkung und helle, warme Farbtöne wie sanftes Geld können auch die Stimmung sprichwörtlich „erhellen“. Violett soll derweil die Konzentration fördern und sich somit besonders gut für Arbeits- oder Lernbereiche eignen. Helle Töne wie Rosa oder Pink werden aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung nicht nur gerne in Mädchenzimmern eingesetzt, sondern sogar in der modernen Traumatherapie. Auch, wer mit der Lehre des Feng Shui nur wenig anfangen kann, sollte also bei der Wohnungseinrichtung sorgfältig mit seiner Farbwahl umgehen.

Feng Shui ist mehr als „nur“ die richtigen Farben

Die Farbwahl ist im Feng Shui zwar essentiell, jedoch kann und soll das Wohlbefinden durch die richtige Raumgestaltung noch auf weiteren Ebenen gefördert werden. Im Wohnzimmer eignen sich beispielsweise helle Rot- sowie Orangetöne. Diese können sich an der Wand befinden – müssen sie aber nicht. Auch bei Teppichen, Sofakissen oder Pflanzen können diese Farben ihre Wirkung entfalten. Ziel ist also ein möglichst helles sowie freundliches Klima. Wer hingegen auch im Wohnzimmer schläft oder hier vermehrt arbeitet, kann ruhigere Farben wie Grün, Blau oder Violett wählen. Weiterhin macht es einen Unterschied, aus welchem Material die verschiedenen Wohnzimmermöbel sind: Holz, Glas, Metall oder Stein sowie deren jeweilige Farben können das Wohlbefinden im Raum positiv beeinflussen – oder eben auch negativ. Kleine Räume sollten durch den Einsatz von Spiegeln optisch vergößert werden. Zudem darf das Wohnzimmer gemäß Feng Shui nicht mit Möbeln überladen sein. Die Couch steht bestenfalls mit der Rückenlehne zur Wand, um ein Gefühl der Sicherheit sowie Geborgenheit zu vermitteln, und mit Blick auf ein Fenster. Tisch, Teppiche und Sitzecken werden bestenfalls rund gestaltet. Wird der Aspekt der fließenden Energie einmal beiseite gelassen, klingt Feng Shui also auch aus „westlicher“ Sicht irgendwie logisch – oder nicht?

Welche Bedeutung hat Feng Shui für euer Wohlbefinden?

Es sei also einmal dahingestellt, ob ihr Feng Shui in der klassischen Art und Weise praktizieren möchtet, oder einfach zukünftig mehr Achtsamkeit bei der Raumgestaltung walten lasst. Schlussendlich ist ein Fakt unumstritten – und zwar, dass die Gestaltung der Wohnräume euer Wohlbefinden positiv oder negativ beeinflussen kann. Angenommen, ihr haltet euch vier bis sechs Stunden pro Tag im Wohnzimmer auf, an Wochenenden sogar mehr: Ist es hier kalt, dunkel, ungemütlich oder kahl, wird das eure Stimmung früher oder später drücken – garantiert! Demgegenüber kann ein komfortables, freundliches, helles und ansprechend dekoriertes Wohnzimmer eure Stimmung heben, euch zum Einladen von Gästen motivieren oder an einem Sonntag mit Regenwetter in die völlige Entspannung zwischen kuscheligen Decken und der Lieblingsserie im TV geleiten. Und das Wohnzimmer ist nur ein Beispiel von vielen, denn Feng Shui sollte natürlich in allen Wohnräumen Anwendung finden. Wenn ihr euch in euren Wohnräumen also (noch) wohler fühlen und damit eure psychische sowie physische Gesundheit – und schlichtweg euer persönliches Glück – steigern wollt, solltet ihr euch Gedanken über die Raumgestaltung machen. 

Dieses Plus an Glück, Wohlbefinden und Gesundheit kann dann nämlich tatsächlich dazu führen, dass ihr eine harmonischere Beziehung, erfolgreichere Karriere, verbesserte finanzielle Situation und viele weitere positive Effekte im Leben haben werdet. An dieser Stelle schließt sich wieder der Kreis zum klassischen Feng Shui.