Gesunder Schlaf Getrennte Schlafzimmer – so lässt es sich verwirklichen

Sie haben sich entschieden und wollen mindestens ab und zu getrennt schlafen. Doch wie setzt man dieses Vorhaben am besten um? Wir verraten, wie es funktionieren kann.

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Es gibt viele gute Gründe, nicht mehr wie selbstverständlich in einem Bett zu schlafen, was ganz und gar nicht bedeutet, dass mit der Beziehung etwas nicht stimmt oder man die Liebe vernachlässigen sollte. Ganz im Gegenteil ist das getrennte Schlafen ein Akt der Fürsorge und Rücksichtnahme, denn häufig haben Partner unterschiedliche Schlaf-Rhythmen und verschiedene Lebensgewohnheiten. Und um ehrlich zu sein, tut ein wenig Abstand auch dem Liebesleben gut. Wenn man die Dinge der abendlichen Routine allein erledigt, erscheint man am nächsten Tag dem Partner wieder strahlend schön, ohne dass er weiß, was man dafür alles gemacht hat. Ein wenig Intimsphäre ist auch in einer funktionierenden Beziehung nützlich, und das gilt oft auch für das Schlafen.

Viele Deutsche haben Schlafstörungen – doch wie oft liegt es am Partner?

Die Zahl der Menschen mit einem gestörten Schlaf nimmt immer mehr zu, doch bisher hat kaum jemand untersucht, wie oft der Partner dafür verantwortlich ist. Experten sagen, dass gerade Frauen, die von der Evolution darauf geprägt sind, nachts für die Kinder aufzuwachen, einen deutlich leichteren Schlaf als viele Männer haben. Und es ist eine Tatsache, dass sich jeder Mensch nachts hin- und her wälzt und dabei natürlich auch die andere Person im Bett beeinträchtigt. Wenn bei einem Partner der Wecker klingelt, während der andere erst später zur Arbeit muss, ist die Nacht trotzdem schon für beide vorbei. Die Lösungen sind einfach, wenn auch für die meisten Menschen wenig populär. Doch die Schlafgesundheit und die Beziehung werden es danken, wenn man einen neuen Weg geht.

Die „kleine“ Lösung: ein großes Bett und getrennte Matratzen

Französische Betten mit einer durchgehenden Matratze sind toll, allerdings mit ihrem Außenmaß von 140cm x 200cm nicht gerade für normal gebaute Paare geeignet. Auch viele Boxspringbetten, die nur eine Matratze haben, berücksichtigen nicht die unterschiedlichen Bedürfnisse zweier ganz verschiedener Körper. Wer also nicht mehr in Mitte des Bettes rollen möchte, nur weil sich der Partner dreht und lieber weich, als hart (oder umgekehrt) schläft, der investiert in ein richtig großes Bett und zwei unterschiedliche Matratzen, die auf den jeweiligen Schläfer angepasst sind.

Bei einem differenten Rhythmus oder dem Klassiker: Schnarchen hilft das jedoch nicht viel. In einem solchen Fall möchte man vielleicht wenigstens ab und an allein schlafen, etwa in der Frühschichtwoche oder wenn das Sägewerk wieder auf Hochtouren arbeitet. Dann kommt die nächste Lösung infrage, die wir als „mittlere“ bezeichnen wollen.

Die „mittlere“ Lösung: Ein Ausweichlager im Wohnzimmer

Wichtig ist, dass man nicht das Gefühl hat, einer flieht aus dem Schlafzimmer oder wird gar verbannt. Die Bedürfnisse beider Partner sind wichtig und sollten berücksichtigt werden. Es sich ab und an im Wohnzimmer gemütlich zu machen, um ganz in Ruhe schlafen zu können, gehört für viele Paare zum Alltag. Doch es ist nicht sonderlich bequem, auf den Polstern, die eigentlich zum Sitzen gedacht sind, sein Haupt zu betten. Wer also weiß, dass er auch mal ausweichen möchte, der muss ein paar Änderungen vornehmen.

Zunächst einmal braucht man eine sehr gute Schlafgelegenheit wie das Bruno Schlafsofa. Es ist in ausgeklapptem Zustand ein vollwertiges Bett mit Boxspring-Komfort und dient tagsüber als hübsche Sitzgelegenheit. Dann kann es ebenfalls sinnvoll sein, sich eine schicke Kommode oder ein ähnliches Möbel ins Wohnzimmer zu stellen, um dort die Bettwaren unterzubringen. So kann man vermeiden, dass man beim temporären Umzug zu viel herum raschelt und den Partner weckt.

Wenn ein Pärchen feststellt, dass es mit der Lösung des getrennten Schlafens ganz glücklich ist und keine Lust mehr hat, immer die Schlafcouch auf- und zuzuklappen, dann gibt es eine „große“ Lösung: ganz getrennte Schlafräume.

Die „große“ Lösung: ganz getrennte Schlafzimmer

Es gibt nicht wenige Paare, die sich für das Thema getrenntes Schlafen begeistern können, weil sie merken, dass es ihrem Körper, ihren Schlafgewohnheiten und auch ihrer Beziehung guttut. Es ist der Liebe nicht gerade zuträglich, wenn man nachts zig Mal seinen Partner in dem Versuch, die Sägemühle abzuschalten, anstößt. Viel schöner ist es doch, freiwillig und weil man Lust darauf verspürt, in einem Bett zu schlafen. Zu dir oder zu mir, Schatz?

In einem solchen Fall bietet es sich an, dauerhaft getrennte Schlafräume einzurichten, sofern es die räumlichen Möglichkeiten zulassen. Das Wohnzimmer ist in den meisten Wohnungen der größte Raum und wird nur selten zweckentfremdet werden, ein Schlafzimmer ist schon besetzt. Man kann dann nur hoffen, dass es noch ein Arbeitszimmer gibt, dass man zu einem Schlafzimmer umfunktionieren kann, oder dass die Kinder bereits ausgezogen sind und ein verwaistes Zimmer hinterlassen haben.

Das zweite Schlafzimmer muss nicht groß sein, aber es dient als „eigenes Reich“ und kann auch mit einem kleinen Arbeitsplatz ausgestattet werden.

Wenn eine Wohnung über zwei Zimmer verfügt, die etwa gleich groß sind, ist es auch möglich, auf die klassische „Wohnzimmer+Schlafzimmer“ Konstellation zu verzichten. Stattdessen richtet sich jeder Partner sein eigenes Zimmer ein und man besucht sich gegenseitig. Diese Variante ist nicht gerade gängig, hat aber viel Vorteile:

  • Jeder kann seinen Raum einrichten, wie es ihm gefällt und dabei seine Persönlichkeit ausleben.
  • Die Beziehung bleibt frisch und lebendig.
  • Wenn man Besuch bekommt, stört das den Partner nicht.

Bestimmt findet sich für jedes Pärchen eine perfekte Lösung für einen besseren Schlaf und ganz besondere, gemeinsame Momente. Wir hoffen, wir konnten die entsprechende Inspiration liefern.

Datum: 30.04.2020