Gesund, fit und gut informiert am Computer

Alljährlich gibt es neue Studien, die zeigen: Die Deutschen verbringen (zu) viel Zeit vor dem Computer. Alljährlich werden diese Ergebnisse verbunden mit dem Hinweis, die Computerzeit zu reduzieren. Dieser Beitrag greift heute einen anderen Ansatz auf, und zwar diesen: Wer beruflich oder privat viel Zeit vor dem Computer verbringen muss oder möchte, sollte dies gesund, fit und gut informiert tun. Einige Tipps, Hinweise und Ratgeber wie das funktionieren kann, verrät der folgende Beitrag.

Frau, Computer

Tipp 1: Gesund sitzen reduziert Haltungsschäden

Häufig ist die falsche Haltung schuld daran, dass nach der Zeit vor dem Computer Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Verspannungen drohen. Diese gesundheitlichen Folgen können minimiert werden, in dem die Sitzhaltung vor dem Computer optimiert wird. 
  • Bezüglich der Höhe von Tisch und Stuhl gilt: Oberschenkel zu Unterschenkel und Unterarme zu Oberarme müssen im rechten Winkel aufeinander treffen. Würde man den Unterarm vom Ellbogen ab verlängern, führt er in einer geraden Ebene zur Handfläche, die Maus und Tastatur bedient. Ein Abstand von 50 bis 80 Zentimeter wird zwischen Mensch und Computer empfohlen. Um die Augen zu schonen und Ermüdungserscheinungen zu minimieren, hilft Tageslicht, das nicht blendet.
  • Die Sitzposition ist gerade und dynamisch. Beide Beine stehen fest auf dem Boden. Wer zu klein dafür ist und nicht bis zum Boden unter dem Schreibtisch reicht, kann eine Fußbank zur Hilfe nehmen. Da der menschliche Körper nicht per se dazu gemacht ist, stocksteif über Stunden zu verharren, ist Bewegung wichtig – auf einem Stuhl, der die Wirbelsäule elastisch hält oder bei kleinen, regelmäßigen Auszeiten vor dem Computer.
Achtung: Während eine gesunde Sitzposition im Arbeitszimmer und am Schreibtisch noch halbwegs gut umsetzbar ist, birgt die Arbeit am Notebook durchaus Probleme. Wer überall schnell mal das Notebook aufschlägt, um dort zu arbeiten, hat nur selten die optimale Sitzposition. Zudem lassen sich die Abstände vom Körper zum Notebook nur marginal beeinflussen, weil bei einem Laptop Bildschirm und Tastatur fest miteinander verbunden sind.

Tipp 2: Gut informiert und durchdacht den Computer nutzen

Zugegeben, wer beruflich am Computer zugange ist, hat meistens nicht die freie Wahl, wie er diesen Nutzen kann. Schließlich werden die zu nutzenden Programme meist vom Betrieb vorgegeben. Wer hingegen seine freie Zeit am Computer zubringt, sollte sich an einige Spielregeln halten:
  • Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik hat online ein übersichtliches Nachschlagewerk zusammengestellt, das privaten Usern dabei helfen soll, ihren Computer zu sichern. Eine grundlegende Sicherung zu installieren, ist wahrlich nicht schwer, schließlich schützt eine Anti-Schadens-Software davor, dass Daten auf dem Computer zerstört werden. Darüber hinaus ist eine Anti-Spy-Software ratsam, die vor ungewünschten Blicken in der Online-Welt schützt.
  • Wer einem speziellen, Computer basierten Hobby nachgeht, wie beispielsweise dem Computerspielen oder dem Glücksspiel im Online-Casino sollte vorab valide Ratgeber studieren, um sich vor finanziellen Verlusten oder gesundheitlichen Folgen (beispielsweise Suchterscheinungen zu schützen). Während die Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beispielsweise eine Beratung bei Glücksspielsucht ausweist, helfen Ratgeberportale wie Nachgefragt dabei, spezielle Einzelfragen zu klären. Ein Beispiel: Gerade mit Blick auf Bitcoins und Co. wird die Thematik des Echtgeld-Spiels immer prominenter. Valide Informationen und ein Vergleich möglicher Anbieter liefert dann das Verbraucherportal.
Tipp: Grundsätzlich gibt es (gerade online) heutzutage Ratgeber für wahrlich alle Themenbereiche. Wer diese konsumiert und ihnen Glauben schenken möchte, sollte auf die Autoren achten. Nur professionelle Autoren können valide Tipps geben.

Tipp 3: Essen und Trinken vor dem Computer. Ein No-Go oder ein Must-have!?

Grundsätzlich muss zwischen Essen und Naschen unterschieden werden und dafür gibt es eine klare Regelung mit Blick auf die Nahrungszufuhr vor dem Computer:
  • Trinken ist immer erlaubt und sogar gewünscht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich eine Menge von 1,5 Litern zu trinken. Das ist nur ein Richtwert. Zwar wird kaum einer schweißgebadet vor dem Computer sitzen (weil die körperliche Anstrengung gleich null ist), dennoch ist eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr wichtig, um Kopf und Gehirn, die die Haupt-Arbeit verrichten, gut zu versorgen.
  • Mit Blick auf das Essen hingegen gilt: Hauptmahlzeiten vor dem Computer einzunehmen, ist tabu. Frühstück, Mittag- und Abendessen sollten störungsfrei, idealerweise im Kreise der Familie und an einem regulären Esstisch eingenommen werden. Nur so kann der Körper sich auf das Essen konzentrieren oder vielmehr auf das Sättigungsgefühl, das beim Computerspielen (oder auch beim Fernsehen) häufig „überhört“ wird. Naschen ist bedingt erlaubt, allerdings kommt es darauf an, welche Naschereien vor dem Bildschirm warten.
Nasch-Idee: Naschen muss nicht per se schlecht sein. Der Trend zu einem zuckerfreien Lebensstil ist beispielsweise ein Faktor, der dem gesunden Naschen in die Karten spielt. Der originale Fruchtzucker beispielsweise, also der Zucker, der in Obst enthalten ist, ist in Maßen durchaus als Naschmittel erlaubt. Eine Schale mit mundgerechtem Obst, beispielsweise Trauben, Kirschen oder entkernten Pflaumen, ist also in jedem Fall eine gute Nasch-Idee. Auch Nüsse haben den Ruf, ein gesunder Snack zu sein. Sie helfen dem Kopf dabei, sich zu konzentrieren – aber Achtung: Nüsse sind fettreich und sollte nur in Maßen konsumiert werden.