Entspannung Grundübungen bringen den Körper in Einklang

Die Übungseinheiten der Grundstufe dienen dem Erlernen der richtigen Körperhaltung und der Atmung. Sie basieren auf den Erkenntnissen der Psychosomatik und sollen Körper und Seele ins innere Gleichgewicht bringen. In dieser Grundstufe liegt das Hauptaugenmerk auf dem Erlernen einfacher Grundübungen für Muskulatur, Kreislauf, Atmung, Kopf und innere Organe.

autogenes Training

 

Die Grundstufe gliedert sich in insgesamt sechs Übungseinheiten, die sich jeweils über einen Zeitabschnitt von drei bis 15 Minuten erstrecken. Dabei lernen Sie jede Übungseinheit mit einem bestimmten, formelhaften Satz zu verbinden. Dies verstärkt den Übungseffekt, da die eigene Stimme den größten Einfluss auf unser Unterbewusstsein ausübt. Zwar können Sie diese Worte individuell wählen, Sie sollten jedoch in der Folge nicht mehr davon abweichen:

• Schwereübung
Sie dient der Muskelentspannung der Arme und Beine und sorgt für eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Dabei konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf Ihre Gliedmaßen und deren Gewicht.

• Wärmeübung
Sie lernen, wie Sie durch Autosuggestion die Blutgefäße Ihrer Arme und Beine erweitern und auf diese Weise eine angenehme Wärme in Ihren Gliedmaßen auslösen können.

• Herzübung
Diese Übung stärkt das Vertrauen in Ihr wertvollstes Organ, das Herz. Hören Sie in sich hinein und erspüren Sie den gleichmäßigen Herzschlag. 
Leiden Sie an übergroßen Ängsten vor einem plötzlichen Herztod oder haben Sie in der Vergangenheit einen nahen Angehörigen durch einen Herzinfarkt verloren, sollten Sie diese Übungseinheit nur in der Gruppe praktizieren. 

• Quigong – die Atemübung
Viele Menschen haben das bewusste und gleichmäßige Atmen verlernt. Begeben Sie sich auf die Spur Ihres Atems und fühlen Sie die Leichtigkeit, wenn sich die Verspannungen in Ihrer gesamten Brust und Bauchregion lösen.

• Sonnengeflecht oder Solarplexus
Dieses Geflecht empfindlichster Nervenfasern befindet sich knapp unter dem Brustbein und beeinflusst die inneren Organe wie Magen, Leber, Darm und Nieren. Da diese Nervenfasern gerne als das Angstzentrum betrachtet werden, kommt dieser Übungseinheit eine entscheidende Bedeutung zu. Ausgelöst durch eine sehr angenehme strömende Wärme berichten Teilnehmer nicht selten über das spontane Abklingen ihrer psychosomatischen Beschwerden wie Sodbrennen oder Verdauungsstörungen.

• Kopfübung 
Die Kopfübung bildet den Abschluss des autogenen Trainings und verhilft Ihnen wieder zu Frische und neuer Energie. Sie wird nur am Tage praktiziert. Soll das autogene Training am Abend den gesunden Nachtschlaf fördern, verzichten Sie einfach auf diese Trainingseinheit. 

Denken Sie stets daran, dass das autogene Training eine Lebenseinstellung und kein kurzfristiges Wundermittel ist. Um zur Perfektion zu gelangen sollten Sie sich möglichst täglich, gerne auch mehrmals am Tag Zeit für Ihre Übungseinheiten nehmen.

Manchen Menschen fällt das Erlernen dieser Techniken nicht schwer, andere müssen mehr Geduld aufbringen. Seien Sie insbesondere zu Beginn nicht zu streng mit sich. Oftmals ist zu beobachten, dass sehr leistungsorientierte, physisch und psychisch stark beanspruchte Teilnehmer mehr Zeit benötigen, um zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden.