Entspannung Autogenes Training

In unserer schnelllebigen Zeit sind immer mehr Menschen auf der Suche nach natürlichen Entspannungsmitteln jenseits homöopathischer oder gar chemischer Substanzen. Möglicherweise haben auch Sie bereits die Erfahrung gemacht, dass Freizeitsport, dessen gesundheitsfördernde Wirkung hier keinesfalls in Frage gestellt werden soll, nicht notwendigerweise zur ersehnten inneren Ruhe führt. In diesem Zusammenhang fällt quer durch alle Medien regelmäßig das Stichwort „autogenes Training“. 

autogenes Training

Was ist autogenes Training und was bewirkt es?

Das autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, das den Weg zur vollkommenen inneren Ruhe weist. In den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts durch den Berner Psychiater J. H. Schultz entwickelt und erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt, zählt das autogene Training heute zu den beliebtesten westlichen Entspannungstechniken.

Sie können autogenes Training in einer Gruppe oder auch im Einzelunterricht erlernen. Das Training in der Gruppe bietet zudem die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Rasch werden Sie erkennen, dass Sie längst nicht die Einzige von Stress, Ängsten, Schlafstörungen oder unerklärlichen Schmerzzuständen Betroffene sind. Oftmals ist diese Selbsterkenntnis bereits eine gute Basis für eine Heilung.

Die Entspannungsmethode beruht auf der Technik der Autosuggestion und zielt auf eine Beeinflussung der inneren Organe und der Psyche ab. Auf diese Weise können körperliche Verspannungen gelöst und psychosomatische Beschwerden gebessert oder gar geheilt werden. Als besonders hilfreich erweist sich das autogene Training bei

  • chronischer Anspannung
  • Gedanken-Karussell 
  • Burn-out-Syndrom
  • ausgeprägten (Prüfungs-) Ängsten
  • mangelnder Konzentrationsfähigkeit

Obwohl das autogene Training ein regelmäßiges Training mit einer Reihe aufeinander aufbauenden Übungen erfordert, finden die meisten Teilnehmer bereits nach wenigen Sitzungen zu einer positiveren Lebenseinstellung und können ihren Alltag gelassener angehen. Dies empfinden insbesondere Frauen, die mit ihrer Mehrfachbelastung als Mutter, Hausfrau und Erwerbstätigkeit oft genug an ihre Grenzen stoßen, als sehr hilfreich. 

 

Klare Abgrenzung zur Hypnose

Mithilfe des autogenen Trainings lernen Sie Ihr Selbstvertrauen zu stärken und psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Reizmagen und Unterleibsschmerzen selbständig zu kontrollieren. Obwohl dieses Entspannungsverfahren mit seiner Muskelentspannung und seiner ruhigen und verlangsamten Atmung stark an den Zustand der Hypnose erinnert, grenzt es sich ganz klar von dieser ab.

Die beim autogenen Training eingeübten Übungseinheiten zur Selbstentspannung sollen die Teilnehmer erklärtermaßen zu Unabhängigkeit und Selbsterkenntnis führen. Demgegenüber wird bei der Hypnose der Trancezustand beständig durch den Therapeuten, also von außen herbeigeführt.

 

In drei Stufen zur völligen Entspannung

Das autogene Training gliedert sich in die drei aufeinander aufbauende Stufen:

• Grundstufe

• Mittelstufe
• Oberstufe

Während die Ober- und Mittelstufe spannende Reisen ins Unterbewusste ermöglichen möchten und oftmals jahreslanges Training erfordern, können Sie die angenehmen Grundübungen der ersten Stufe meist innerhalb weniger Wochen erlernen. Diese Grundstufe wird in vielen Städten auch als mehrtätiges Seminar angeboten, eine Möglichkeit, die besonders gerne von berufstätigen Frauen und jungen Müttern genutzt wird. 

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