Anti-Stress-Therapien Punktuell anstoßen und langfristig umsetzen

Der Stresslevel der Deutschen steigt. Zu diesem Ergebnis kam die pronova BKK im Rahmen ihrer Studie zum „Betrieblichen Gesundheitsmanagement 2018“. 1.650 Arbeitnehmer nahmen an dieser Online-Befragung teil. Das erschreckende Ergebnis zeigt: 87 Prozent der Befragten sind von ihrer Arbeit gestresst.
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Die Präsenz eines „Burnouts“ ist stark ausgeprägt

Der Stressfaktor ist laut der eingangs erwähnten Studie bereits so hoch, dass es zu ersten Anzeichen eines Burnouts kommt. Mit Erschöpfungszuständen und Rückenschmerzen kämpfen 61 Prozent der Befragten. 59 Prozent leiden an einer permanenten inneren Anspannung. 54 Prozent machen sich regelmäßig einen sprichwörtlichen „Kopf“ über ihre Arbeit, was vermutlich in einem direkten Zusammenhang mit den Schlafstörungen von 53 Prozent der Befragten steht. Immer deutlicher wird mit Blick auf die Ergebnisse der Studie auch die Präsenz des Krankheitsbildes „Burnout“. Etwa die Hälfte der Befragten diagnostiziert sich selbst ein mäßiges Erkrankungsrisiko.
Mit einem Detailblick auf die Gründe, die zu Stress und Burnout-Anzeichen in der Arbeit führen, benennt die Studie diese Faktoren:
  • 34 Prozent leiden unter dem vorherrschenden Termindruck.
  • 30 Prozent benennen emotionalen Stress durch Dritte.
  • 29 Prozent machen notwendige Überstunden krank.
  • 29 Prozent leiden am schlechten Arbeitsklima im Betrieb.
Wohlwissend, was sie de facto belastet, werden die Anzeichen dennoch nicht aktiv wahrgenommen. Das heißt auch: 35 Prozent der Befragten gehen trotz emotionaler Belastung zur Arbeit, Tendenz steigend.

Mit Konzept gegen Abgeschlagenheit, Migräne, Schlafstörungen und Erschöpfung

Anstatt die Signale des eigenen Körpers zu ignorieren, ist es zielführender, sich dieser anzunehmen – auch, um einem Komplettausfall vorzubeugen. Während Yoga-Übungen und Globuli vornehmlich in Eigenregie zuhause angewendet werden, um das Stresslevel zu senken, wird in Niederösterreich beispielsweise eine spezielle Anti-Stress-Therapie angeboten, die so aussieht:
  • Diagnose: Wer zur Anti-Stress-Therapie nach Niederösterreich reist, der durchläuft zunächst eine fundierte Erstuntersuchung, eine psychologische Begutachtung und eine ausführliche Kontrolluntersuchung. Nach dieser Grund-Diagnostik kann ein individuell passender Therapieplan auf den Stress-Patienten abgestimmt werden.
  • Zielgruppe: Die Anti-Stress-Therapie unterstützt bei Stress- und Überarbeitungszuständen. Wer mit Blick auf Aufgaben und Anforderungen überfordert reagiert oder durch Sorgen und Ängste in seinem normalen Tagesablauf gehemmt wird, ist hier richtig. Auch wer unter der Last des Alltags über die Maßen leidet und dem emotionalen Druck nicht standhält, ist in dieser Anti-Stress-Therapie richtig. Bestimmen Panikattacken, Depressionen oder körperliche sowie geistige Missstände das Befinden, kündigt sich damit häufig ein Burnout an.
  • Therapieplan: Die Anti-Stress-Therapie in Niederösterreich setzt sich aus mehreren Einzeltherapien zusammen. Die manuelle Regulationstherapie ist ein Baustein, die neurophysiologische Bewegungstherapie ist ein weiterer. Die Heilgymnastik im Wasser wird als Gruppentherapie unternommen, die Unterwasserstrahlmassage, die Arsonvalisation und das Erlernen von Entspannungstechniken stehen ebenfalls auf dem Programm.

Jede Anti-Stress-Therapie zeigt nur langfristig Wirkung

Selbstverständlich kann eine Auszeit insofern heilsam sein, als dass sie dabei hilft, zu sich selbst zurückzufinden, durchzuatmen und sich im Zuge einiger Tage „Auszeit“ auf sich selbst zu besinnen. Nicht umsonst jedoch wird Stress als Dauerbelastung beschrieben, die dauerhaft krank macht, wenn sie nicht langfristig nivelliert wird. Das heißt auch, dass die besten Anti-Stress-Tipps nur dann nützen, wenn sich die innere Einstellung zu Aufgaben ändert und langfristig dem Stress-Riesen Paroli geboten wird. Um sich das Thema immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, gibt es verschiedene Hilfsmittelchen:
  1. Haftklebezettel helfen dabei, sich an Dinge zu erinnern – auch wenn es darum geht, abzuschalten. So kann es ein durchaus simples Hilfsmittel sein, an der Kommode einen Haftzettel anzubringen, der direkt nach dem Nach-Hause-Kommen darauf hinweist: „Jetzt ist Feierabend. Schalt ab!"
  2. Denkbar ist es auch, einen Wecker dazu zu nutzen, sich an Auszeiten zu erinnern. Dieser „Wecker“ kann sowohl in der Arbeit läuten, wenn binnen zwei oder drei Stunden intensiver Konzentration auf eine Aufgabe weder was getrunken oder gegessen wurde, ganz zu schweigen von einem tiefen Durchatmen an der frischen Luft. Der positive Nebeneffekt ist, dass sich durch häufigere, kleinere Pausen auch die Produktivität steigern lässt.
  3. Zuhause kann der Wecker übrigens ebenso dazu dienen, nicht im „ungesunden Trott“ zu verweilen (beispielsweise auf der Couch). Klingelt der Wecker, ist es nun Zeit, sich aus dem Lethargie-Stadium herauszubewegen und sich (möglichst an der frischen Luft) zu bewegen. Das bringt den Kreislauf in Schwung und stockt die Vitamin-D-Vorräte im Körper wieder auf.
  4. Verbündete im Kampf gegen den Stress können helfen. Sie „melden“ an, wenn der Stress überhand zu nehmen droht und beispielsweise auf Gemüt, die Kommunikationsfähigkeit oder die Teamfähigkeit schlägt. Da der Stresspegel meist nicht bei allen Beteiligten einer Gruppe im selben Maße und zur selben Zeit steigt, können sich Verbündete gegenseitig daran erinnern, einen „Stopp“ im Stress-Strudel zu setzen.