Darum sind Duftkerzen gefährlich

Darum sind Duftkerzen gefährlich

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit findet man sie nahezu auf jedem Tisch: Duftkerzen mit Lebkuchen-, Spekulatius- oder Zimtaroma. Neben leckeren Düften können die Deko-Highlights aber auch Chemikalien und Schadstoffe enthalten. Wir haben uns erkundigt, ob Duftkerzen wirklich gesundheitsschädlich sind.

Paraffinwachs kann Kopfschmerzen verursachen

Die meisten Kerzen, die in Deutschland verkauft werden, sind aus Paraffin. Paraffinwachs ist ein Abfallprodukt der Erdölindustrie, für das es aber keine Kennzeichnungspflicht gibt. Es wird deshalb gern für die Produktion von Kerzen genutzt, da es günstig und leicht brennbar ist. Paraffindämpfe enthalten Benzol und Toluol, vergleichbar mit Dieseldämpfen und Nagellackentfernern - diese Stoffe sind für den Menschen schädlich, können u.a. zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen. Und da es sich um ein Erdölprodukt handelt, gilt die Klimabilanz von Paraffinkerzen ohnehin als schlecht.

Erschreckend: Selbst wenn nur zehn Prozent natürliches Wachs in einer Kerze enthalten ist, dürfen Produzenten schon von einer Naturwachskerze sprechen.

Auch Gelkerzen sind bedenklich

Leider können auch Gelkerzen und synthetisch parfümierte Kerzen Husten, Schwindel, Kopfschmerzen und Allergien auslösen. Diese Industriedüfte werden aus Kohlenteer und Benzin hergestellt und sind gesundheitlich ebenfalls sehr bedenklich.

Kerzen schaffen eine wohlige Atmosphäre
Naturwachs-Kerzen sind klimafreundliche Alternativen zu den Paraffin-Kerzen

Fazit

Es gibt viele umwelt- und gesundheitsfreundliche Kerzen von Biowachs über Kokosöl bis hin zu Soja. Die beste und umweltfreundlichste Alternative ist Bienenwachs, denn diese Kerzen brennen nicht nur wesentlicher langsamer ab als Paraffinkerzen, sondern entfernen auch laut einer Studie Staubmilben und lindern Asthma; darüber hinaus haben Bienenwachskerzen eine gute Klimabilanz.

Als Alternative zu den herkömmlichen Paraffinkerzen bieten sich auch Kerzen aus Stearin an. Stearin wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen gewonnen; sie sind außerdem qualitativ hochwertiger und schwerer.

Eine weitere super-saubere Alternativen sind Kerzen aus ungefärbtem Pflanzen-, Reis- oder Palmwachs. Auch hier ist es wichtig, dass das Wachs nicht mit Paraffin gemischt ist und reine ätherische Öle enthält.

Gut zu wissen: Ein reines Öl stammt zu 100 % aus einer Stammpflanze, deren botanische Bezeichnung eindeutig benannt sein muss. Es muss naturbelassen und darf nicht verändert worden sein.

Darauf sollten Sie beim Kauf noch achten

Mit dem "RAL-Gütezeichen Kerzen" hat die deutsche Kerzenindustrie bestimmte Qualitätsstandards festgelegt, die auch für Duftkerzen gelten. Das Siegel soll garantieren, dass keine bedenklichen Stoffe wie verwendet werden.

Im Video sehen Sie: So gießen Sie eine Duftkerze selbst

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