5. Juni 2016
So schützt ihr Haut und Haare vor der Sonne

Haut und Haar bei Sonne schützen

Die Sonne. Sie streichelt den Körper, beflügelt die Seele - und dank der neuen Schutzengel für Haut & Haar können wir ihre Umarmungen sorglos genießen.

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© GlobalStock/iStock
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Was ist das Geheimnis der Sonne? Wie schafft sie es, dass wir uns sofort leichter und gelöster fühlen, sobald sie scheint? Etwa wenn wir uns trotz Einkaufshektik eine Auszeit auf der Parkbank gönnen oder die Straßenseite wechseln, um die warmen Strahlen bis zum letzten Moment zu spüren. "Sonne regt die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Beta-Endorphin an, das Ängste vertreibt und zuversichtlicher macht. Die durch ihr UV-Licht gebildeten freien Radikale setzen zudem wichtige Signalprozesse im Organismus in Gang. Aber ab einer gewissen Konzentration gerät das Verhältnis zu den schützenden Antioxidantien aus dem Gleichgewicht, das führt zu vrzeitigen Fältchen und erhöht das Risiko für Hautkrebs und übrigens auch grauen Star", erklärt Professor Dr. Jean Krutmann, Direktor des Instituts für umweltmedizinische Forschung an der Universität Düsseldorf. Um die Sonne entspannt genießen zu können, kommt es also auf einen bewussten Umgang mit ihr an. In Australien startete bereits Anfang der 1980er-Jahre eine große Aufklärungskampagne mit der Möwe Sid, die Kinder über wirksamen UV-Schutz informiert. Das funktionierte, im Land unter dem Ozonloch sinkt mittlerweile die Zahl neuer Hautkrebsfälle.

Bei uns dagegen besteht Handlungsbedarf: Eine Studie des Tumorzentrums der Berliner Charité ergab, dass bei unverändertem Sonnenverhalten in 30 Jahren jeder Dritte Deutsche an Hautkrebs erkranken wird. Das liegt erstens daran, dass wir gebräunte Haut immer noch attraktiv finden – anders als etwa Chinesinnen oder Thailänderinnen, zu

deren Schönheitsideal vornehme Blässe zählt. Zweitens unterschätzen wir die Sonne häufig und fühlen uns durch Wolken geschützt. Ist der Himmel aber nur teilweise bewölkt, können sich Lichtstrahlen häufiger brechen, sodass sie sogar stärker wirken. Besonders sonnenbrandgefährdet sind Büroangestellte, die sich während der Mittagspause oder an freien Tagen endlich Sonne gönnen möchten. Das ergab eine Studie der Universität Kopenhagen, bei der 340 Testpersonen ein UV-Messgerät am Handgelenk trugen. Wichtig ist also, dass wir auch im Alltag Sonnencreme benutzen. Dabei lohnt es sich, in hochwertige Produkte zu investieren: Diese enthalten neben UV-A- und UV-B-Schutz auch Pigmente und Antioxidantien, die schädliche Folgen des seit Kurzem erforschten Infrarot-A-Lichts beheben. Außerdem enthalten sie auf Nano-Größe geschrumpfte physikalische Filterpartikel – so entsteht kein weißer Film mehr, und sogar Creme mit LSF 50+ lässt sich leicht verteilen.

Übrigens: Mehr als die Hälfte aller deutschen Frauen verbindet mit dem Duft von Sonnencreme den Anfang des Sommers, ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos. Für viele bedeutet zudem das Aroma von frisch gemähtem Gras und das erste Grillfest den Einzug der warmen Saison. In welchem Moment auch immer für Sie die unbeschwerte Jahreszeit beginnt: Genießen Sie sie gut geschützt!

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Tipps für Haut und Haar im Sommer

80 Prozent unserer Falten entstehen durch die Sonne. Deshalb setzen jetzt immer mehr Kosmetikhersteller auf Spezialisten mit hohem Schutzfaktor, die den Alterungsprozess der Haut deutlich verzögern und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse des Teints erfüllen – indem sie etwa Pigmentflecken und Narben kaschieren, empfindliche Haut besonders sanft behandeln, Glanz und Unreinheiten vorbeugen oder die natürliche Bräunung beschleunigen. Das ist ideal, wenn Sie einen kompletten Tag in der Sonne verbringen – aber auch während der Mittagspause draußen, solange Ihr Teint noch sehr hell ist. Im Büro oder beim Einkaufen genügt bei leicht gebräunter Haut dagegen schon eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 15 und zusätzlichem UV-A-Schutz.

Infrarotschutz für Haut und Haar

Erst vor acht Jahren kamen Sonnencremes auf den Markt, die die Haut nicht nur gegen UV-Strahlen wappneten, sondern auch gegen Infrarot-A-Licht (IRA). Diese wärmenden Strahlen fördern das Entstehen freier Radikale, und weil sie sich nicht von einem herkömmlichen Filter absorbieren lassen, enthalten die Cremes reflektierende Pigmente, um wenigstens einen Teil der Wärme abzuleiten, und schützende Antioxidantien, die das Gleichgewicht in den Zellen wiederherstellen.
Jetzt gibt es erstmals auch Haarpflegesprays mit Infrarotschutz, die gleichzeitig vor Schäden durch Chlor und Salzwasser bewahren. Tipp: Ergänzend zur Pflege das Haar bitte nicht zu lange der Sonne aussetzen, denn die Produkte allein bieten keinen vollständigen Schutz. „Bis jetzt gibt es leider noch keine geeigneten Filter, die in höheren Konzentrationen eingesetzt werden können, ohne das Haar zu beschweren oder fettig aussehen zu lassen“, so Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin der Produktentwicklung für Haarpflege bei Schwarzkopf. Tragen Sie an einem Strandtag deshalb zusätzlich einen Sonnenhut und spülen Sie das Haar nach dem Baden gründlich mit Süßwasser aus. Auch praktisch: Steckfrisuren, bei denen die empfindlichen Spitzen unter dem Deckhaar verschwinden.

Make-up als Sonnenschirm

Doppelt nützlich sind Puder oder Foundation, denn ihre Pigmente schützen auch vor der Sonne. Einige enthalten zudem UV-Filter. Aber Vorsicht, um den angegebenen Faktor zu erreichen, müssen Sie dick auftragen: Zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, das entspricht einem Teelöffel Make-up für die Nase. Verwenden Sie weniger, reduziert sich der Lichtschutz. Deshalb darunter immer eine Tagespflege mit LSF benutzen.

Diese Spezialisten ziehen noch schneller ein, sodass Tennisschläger oder Fahrradlenker jederzeit fest in der Hand liegen, und lassen sich zumeist auch auf nasser Haut leicht verteilen. Schweißabsorbierende Wirkstoffe verhindern, dass beim Schwitzen Creme in die Augen läuft. Herkömmliche „wasserresistente“ Sonnenfilter müssen nach einem 40-minütigen Bad noch zur Hälfte auf der Haut nachweisbar sein; Sportprodukte tragen das Etikett „extra wasserfest“ und halten unter gleichen Bedingungen mindestens 80 Minuten.

Nach der Sonne

„Nur“ reparieren war gestern: Die neuen After-Sun-Lotions spenden nicht nur Feuchtigkeit und beruhigen – einige enthalten zudem zarte Schimmerpartikel und bringen so gebräunte Haut besonders zur Geltung. Andere bieten einen langanhaltenden Kühleffekt. Oder lassen sich noch unter der Dusche auftragen: Dabei die Überschüsse einfach abspülen – und statt den Körper danach kräftig mit dem Handtuch abzurubbeln, lieber sanft trocken tupfen.

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