20. April 2012
Natürliche Kosmetik: Produkte und Projekte

Natürliche Kosmetik

Wirksame Kosmetik, die mit Respekt vor Natur und Mensch hergestellt wird – das wünschen sich immer mehr Frauen. VITAL stellt neue, sinnvolle Produkte und Projekte vor, mit denen Sie Haut und Gewissen gleichzeitig pflegen.

Naturkosmetik
© iStockphoto
Naturkosmetik

Ob recycelte Materialien, Strom aus Windenergie oder nachhaltiger Anbau - auch Beauty-Konzerne engagieren sich in Sachen Umwelt. Überzeugen Sie sich selbst.

Creme von Aveda
© Aveda
Creme von Aveda

Strom aus 100 Prozent Windenergie nutzt der US-Konzern Aveda: In der Hauptproduktionsstätte in Minnesota werden mit seiner Hilfe naturnahe Beauty-Produkte hergestellt.
Außerdem wurden gerade sieben Produkte mit der Cradle-to-cradle (C2C, „Von der Wiege zur Wiege“)-Nachhaltigkeits-Zertifizierung in Gold ausgezeichnet: Von der Flasche bis zum Inhalt ist alles komplett biologisch und rückstandsfrei abbaubar.

Creme von Kibio
© Kibio
Creme von Kibio

Neues altes Glas verwendet die Naturkosmetik-Firma Kibio. Bisher war es nicht möglich, nur aus recyceltem Haushaltsglas edle, transparente Glastiegel für Kosmetikprodukte herzustellen. Mit dem neuen Verfahren „Verre Infini“ (unendliches Glas) klappt’s.
Durch das Verarbeiten von bis zu 100 Prozent Glasbruch von weißem Haushaltsglas werden rund 15 Prozent Energie eingespart, die sonst für die Produktion von „neuem“ Glas anfallen würden. Darüber hinaus spart Kibio Rohstoffe wie Quarzsand, Kalk und Natriumkarbonat, die bei der konventionellen Glasproduktion zum Einsatz kommen.

Mascara von Couleur Caramel
© Couleur Caramel
Mascara von Couleur Caramel

Nur wiederverwertbare oder recycelte Materialien wie Holz, Metall und Karton verwendet die französische Kultmarke Couleur Caramel für ihre dekorative Kosmetik.
So steckt beispielsweise die Mascara statt in der üblichen Kunststoff-Ummantelung in einer ungewöhnlichen, aber wunderschönen braunen Papphülse.
Alle Tiegel und Lidschatten-Etuis lassen sich zudem nachfüllen.

Creme von Weleda
© Weleda
Creme von Weleda

Faire Löhne und feste Abnahmemengen garantiert Weleda den rund 300 Kleinbauernfamilien, die für den Schweizer Konzern im marokkanischen Atlas-Gebirge Iris anbauen. Das sichert ihre Existenz, denn für einige Bauern macht die Iris-Ernte rund die Hälfte ihres Einkommens aus.
Aus 20 Tonnen Iris-Wurzeln werden jährlich 500 Kilogramm ätherisches Öl gewonnen, das Weleda für die „Iris“- Pflegeserie benötigt.

Creme von Oceanwell
© Oceanwell
Creme von Oceanwell

Algen aus Aquakulturen stecken in den Produkten für Gesicht und Körper von Oceanwell, die zudem alle NaTrue-zertifiziert sind. Diese einzigartige Kosmetik-Innovation schont erstens das Meer samt seinen Bewohnern und garantiert zweitens eine besonders schadstoffarme Qualität.
Die feuchtigkeitsspendenden und zellschützenden Laminaria-Algen stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Algenfarmen an der Ostseeküste vor Kiel und werden nach der Ernte noch umweltschonend veredelt.

Seife von All Natural Cosmetics
© All Natural Cosmetics
Seife von All Natural Cosmetics

Eine unwiderstehliche Bitte prangt auf den Duschgelen, Flüssigseifen und Shampoos der deutschen Firma All Natural Cosmetics: der Schriftzug „Stop the Water While Using Me!“ („Dreh das Wasser ab, während du mich benutzt!“).
Auch die Design-Hotelkette „25hours“ sowie das „The George Hotel“ in Hamburg erinnern ihre Gäste mit dieser charmanten Gedächtnishilfe ans Wassersparen.

Seife von Pink Grapefruit
© Pink Grapefruit
Seife von Pink Grapefruit

Palmöl aus nachhaltigem Anbau, erkennbar am RSPO-Zertifikat (Roundtable on Sustainable Palm Oil), wollen immer mehr Firmen für ihre Produkte. The Body Shop (z. B. Seife „Pink Grapefruit“) oder die französische Firma Oriflame haben’s schon, Großkonzerne wie Henkel oder L’Oréal stellen gerade darauf um.
Das Problem bei konventionellem Palmöl: Für den Anbau des in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sehr begehrten Rohstoffs werden riesige Regenwaldareale abgeholzt – mit fatalen Folgen für Menschen, Natur und das weltweite Klima.

Shampoo von Pantene Pro-V
© Pantene Pro-V
Shampoo von Pantene Pro-V

Etwa 450 Tonnen Kunststoff spart der multinationale Konzern Procter & Gamble pro Jahr ein – seit er die Haarpflegemarke „Pantene Pro-V“ in neue Flaschen abfüllt. Das entspricht etwa der Menge an Haarpflegeprodukten, die in Deutschland jährlich insgesamt verkauft wird. Und: Nach Entfernen der Deckel sind alle Haarpflege-Verpackungen recyclingfähig.

terre & mer
© terre & mer
terre & mer

FSC-Papier und Pflanzentinte für Verpackungen und Beipackzettel, die Behälter aus recycelbarem Kunststoff oder Glas: Das macht die Ecocert-zertizifierte Naturkosmetik „terre & mer“ von Thalgo auch von außen „grün“. FSC steht für Forest Stewardship Council, also nachhaltige Forstwirtschaft, und bedeutet, dass für jeden abgeholzten Baum ein neuer gepflanzt wird.

Nivea Creme
© Nivea
Nivea Creme

Rund 120 Tonnen Aluminium jährlich spart der Konzern Beiersdorf jetzt bei der Produktion von rund 120 Millionen „Nivea Creme“-Dosen ein.
Neue Maschinen können das Alu-Blech für das Hamburger Werk dünner walzen, und durch einen optimierten Zuschnitt fällt beim Stanzen weniger Abfall an.

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