26. Dezember 2017
Haarausfall

Hilfe bei Haarausfall

Mediziner unterscheiden mehrere Arten von Haarausfall. Wir stellen euch die drei häufigsten vor und nennen Gegenmaßnahmen, die den Haarausfall stoppen.

Frau hält ein Haarknäuel und ihre Bürste in der Hand.
© Kwangmoozaa/iStock
Frau hält ein Haarknäuel und ihre Bürste in der Hand.

Es bleibt oft in der Familie

Ob es zu anlagebedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) kommt, legen unsere Gene fest. Bei dieser häufigsten Form des Haarverlusts reagieren die Haarwurzeln besonders empfindlich auf das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT), was Haare kosten kann (meist im Scheitelbereich). Lösungen mit Minoxidil oder Alfatradiol (in Apotheken) helfen. Eine neue Tinktur mit dem körpereigenen Molekül Thiocyanat (z. B. „Thiocyn“, thiocyn-haarserum.de) beugt Haarausfall hormon- und nebenwirkungsfrei vor und stoppt ihn.

Gleichmäßiger Verlust

Wer langsam aber stetig überall auf dem Kopf Haare verliert, leidet vermutlich unter diffusem Haarausfall. Die Diagnose stellt Mediziner vor keine leichte Aufgabe. Zahlreiche Ursachen kommen infrage, z. B. Schilddrüsenfehlfunktionen. Aber auch eine mangelhafte Nährstoffversorgung, etwa durch Crash-Diäten, Stress oder eine gestörte Aufnahmefähigkeit des Körpers, wäre denkbar. Dann verspricht eine Therapie mit B-Vitaminen, Proteinen, Aminosäuren und medizinischer Hefe Linderung (z. B. in „Pantovigar“, in Apotheken).

(K)eine runde Sache

Beim kreisrunden Haarausfall sind die Ursachen weitgehend unbekannt. Ärzte vermuten eine Autoimmunerkrankung als Auslöser. Das Abwehrsystem richtet sich gegen die eigenen Haarwurzeln. Es folgt eine Entzündungsreaktion und schließlich Haarverlust. Typisches Anzeichen: kahle kreisförmige Stellen (etwa münzgroß) auf der Kopfhaut. Eine gute Nachricht: Die Chancen auf Spontanheilung stehen relativ gut. Meist helfen auch kortisonhaltige Tinkturen. In hartnäckigen Fällen spritzen Mediziner Kortison direkt unter die Kopfhaut.

Aprikosen enthalten einen wertvollen Vitamin-A-Gehalt.
© ValentynVolkov/iStock
Aprikosen enthalten einen wertvollen Vitamin-A-Gehalt.

Vitamine und Mineralstoffe für eine gesunde Kopfhaut und schönes Haar

Wenn wir unserem Körper regelmäßig bestimmte Vitamine und Mineralstoffe spendieren, wirkt sich das auch positiv auf unseren Schopf aus.

Vitamin A

Für dem Haaraufbau brauchen wir Vitamin A (Retinol). Es sorgt für gesunden Haarwuchs und einen geschmeidigen Haarschaft. Retinol steckt z.B. in Milchprodukten, Aprikosen und Fischölen, eine Vorstufe in Karotten.

Vitamin C

Dieser Stoff macht es möglich, dass sich Eisen an die roten Blutkörperchen bindet und so weitertransportiert wird. Dadaurch gelangt dieser wichtige Haarbaustein zu den Haarwurzeln. Zudem stärkt Vitamin C die Zellen im Haarschaft. Besonders viel des Vitalstoffs liefern z.B. Paprika, Kiwi und Brokkoli.

Eisen

Nehmen wir dauerhaft zu wenig von dem Spurenelement auf, kann Haarausfall eine der Folgen sein. Eine diagnostizierte Unterversorgung lässt sich mit Kapseln (z.B. "taxofit Eisen + Vitamin C", in Drogerien) ausgleichen.

Magnesium

Der Mineralstoff fördert u.a. die Durchblutung der Kopfhaut (wichtig, um Haarausfall zu vermeiden). Zu den magnesiumreichen Lebensmitteln zählen z.B. Sonnenblumenkerne und Leinsamen.

Fisch, Fleisch, Vollkorngetreide und Gemüse enthalten viel Protein.
© samael334/iStock
Fisch, Fleisch, Vollkorngetreide und Gemüse enthalten viel Protein.

Vitamin B

Die Vitamine des B-Komplexes stärken die Haare und regulieren die Talgproduktion. Fleisch, Eigelb und Nüsse liefern reichlich davon. Zur Komplettversorgung eignen sich Präparate in Tablettenform (z.B. "Cefavit B-complete", in Apotheken).

Kupfer

Das Spurenelement verbessert vor allem die Haarstruktur und wirkt dünnem Haar entgegen. Viel Kupfer enthalten u.a. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Kakao.

Eiweiß

Unsere Haare bestehen aus Keratin, welches sich zum größten Teil aus Proteinen (Eiweiß) aufbaut. Deshalb machen sich Milchprodukte, Bio-Eier, Fleisch und Fisch gut auf dem Speiseplan. Pflanzliche Proteinspender: Vollkorngetreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte.

Zink

Spliss kann eine Mangelerscheinung sein. Außerdem schützt Zink die Haarwurzeln vor Entzündungen. Käse und Haferflocken weisen einen hohen Gehalt auf. Ergänzend helfen spezielle Präparate (z.B. "Doppelherz Zink + Histidin DEPOT", in Drogerien).

Silicium

Der Mineralstoff Silicium aus der Kieselsäure kräftigt die Haarstruktur und verleiht mehr Volumen. Ausgezeichnete Quellen: Hirse, Hafer und Gerste. Besonders praktisch ist die Einnahme als Balsam oder Gel-Kapseln (z.B. "Original Silicea", in Drogerien und Reformhäusern).

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