22. Dezember 2012
Beauty-Elixiere Öl

Beauty-Elixiere Öl

Für Haare, Körper oder Gesicht: Öle boomen. VITAL-Mitarbeiterin Silke Amthor wollte wissen, was dran ist, und probierte von Kopf bis Fuß alles aus. Lesen Sie, welche Erfahrungen sie mit den sinnlichen Beauty-Elixieren machte.

Öl auf der Haut
© jalag-syndication.de
Öl auf der Haut

Öl zum Baden: „Öl in Wasser: Das vermischt sich nicht – so viel weiß ich noch aus dem Chemieunterricht. Dass das heute sehr wohl geht, zeigt mir das ,Lavendelbad‘ von Dr. Hauschka. Der Trick: Ein sogenanntes sulfatiertes Rizinusöl als Basis macht das Öl wasserlöslich. Ich sinke in die leicht milchigen Fluten, beim Drüberstreichen fühlt sich die Haut schon unter Wasser zart an.

"Schon unter Wasser fühlt sich meine Haut ganz zart an."

Und der herrliche Lavendelduft (den man natürlich mögen muss) verleiht mir fast augenblicklich eine angenehme Bettschwere.“ Tipp: Nach dem Ölbad können Sie aufs Eincremen verzichten. Die feuchte Haut nicht abrubbeln, sondern nur sanft mit dem Badetuch abtupfen.

Öl ist nicht gleich Öl

Beauty-Experten sprechen von „leichten“ und „schweren“ Pflanzenölen, die mehr oder weniger fetten und deshalb unterschiedlich schnell einziehen. Zu den leichten gehören z.B. Öle aus Wildrosen, Hanf, Brokkolisamen, Nachtkerzen sowie Trauben kernen. Zu den Schwergewichten zählen Oliven-, Avocado-, Macadamianuss- und Arganöl. Trockenöle wurden durch ein Hightech-Verfahren so veredelt, dass sie nicht fettig wirken und blitzartig einziehen.

Öl zum Duschen: „Ob das meiner trockenen, gereizten Winterhaut hilft? Wird doch gleich wieder abgespült – das ist mein erster Gedanke, als ich zum ,Sensitive Duschöl F‘ von Eubos greife. Wie angenehm! Es verwandelt sich auf feuchter Haut in eine feine Emulsion, die sogar etwas schäumt. Das bewirkt der Zusatz milder Tenside. U. a. stecken Soja- und Färberdistelöl drin, mit wertvollen Fettsäuren, die die Hautbarriere stärken sollen. Und Kamillenextrakt mit beruhigendem Bisabolol.

"Wer hätte das gedacht: herrlich entspannte Haut - sogar noch am nächsten Tag."

Aber weder Konservierungs- noch Farbstoffe. Es funktioniert: Nichts spannt und juckt mehr. Sogar am nächsten Tag ist meine Haut noch schön geschmeidig.“ Tipp: Das Duschöl können Sie auch zum Händewaschen verwenden. Erspart das Eincremen danach.

Öl für die Haare
© jalag-syndication.de
Öl für die Haare

Öl ins Haar: „Seit ich bei einer Ayurveda-Kur in Südindien tagelang mit einem Fettkopf rumgelaufen bin, den kein Shampoo beeindruckte, bin ich vorsichtig geworden: Erst mal knete ich nur eine homöopathische Dosis des ,Fructis Wunder-Öl‘ von Garnier in meine strapazierten Haarspitzen. Aufatmen nach dem Föhnen: Nichts klitscht, keine Spur mehr von Trockenheit und Spliss. Die Spitzen wirken wie frisch geschnitten. Das Geheimnis, warum das Produkt ohne Ölkrise wunderbar pflegt: Es enthält neben pflegendem Arganöl auch ,schwerelose‘ Silikonöle, die das Haar lediglich mit einem feinen Schutzfilm überziehen.“
Tipp:
Das Öl schützt auch gut vor Hitze, etwa durch Föhn oder Glätteisen. Sparsam dosiert, bringt es auch frischen Glanz ins trockene Haar.

"Meine strohigen Haarspitzen wirken wie frisch vom Friseur geschnitten."

Öl für den Körper: „Als Kind musste ich immer ein Öl auf meine rauen Oberarme auftragen. Das war ziemlich glitschig und roch penetrant nach Zitrone. Entsprechend vorsichtig wage ich mich an das neue ,Nutriextra Wohltuendes Pflegeöl‘ von Vichy. Praktisch ist der Pumpzerstäuber, mit dem sich der silikonfreie Mix aus neun Pflanzenölen, z.B. zellschützendes Reiskleieöl und nährendes Passionsfruchtkernöl, wohldosiert auf die Haut sprühen lässt.

Öl zum Selbstanrühren

Rosen-Gesichtsöl: Der Duft hat eine ausgleichende Wirkung auf das weibliche Hormonsystem. Mischen Sie dafür 40 ml Jojobaöl, 10 ml Nachtkerzenöl und 3 Tropfen ätherisches Rosenöl und massieren Sie damit Ihr Gesicht. Gute-Laune-Bad für trübe Wintertage: Verrühren Sie 20 ml Jojobaöl mit je 3 Tropfen Neroli-, Bergamotte- und Limettenöl. Geben Sie einen Becher Sahne oder ein Eigelb als Emulgator dazu und gießen Sie die Mischung ins einlaufende Badewasser.

"Ein feines Schutzmäntelchen, das warm nach Sommer & Sonne duftet"

Überraschend angenehm auch der Duft: keine Zitrone, sondern dezent blumig-holzig, aber auch ein wenig nach Sommer und Sonne. Ich brauche nur wenig, es lässt sich leicht verteilen und glänzt kein bisschen. Ein Gefühl, als hätte die Haut ein hauch dünnes Schutzmäntelchen an.“ Tipp: Nach dem Duschen in die noch leicht feuchte Haut einmassieren. So nimmt sie die Pflegestoffe besser auf.

Bodyöl
Bodyöl

Der Öl-Spezialist: „Das Souvenir meiner Pubertät sind feine, silbrigweiße Dehnungsstreifen an den Schenkeln. Da soll das ,Bi-Oil‘ von Delta Pronatura helfen – mit Sonnenblumenund Sojaöl, das viel Vitamin A und E enthält.

"Wie schön! Meine Dehnungsstreifen fallen jetzt viel weniger auf"

Ich massiere konsequent zweimal täglich. Spiegeltest nach zwei Wochen im extrem uncharmanten Licht einer Umkleide kabine: Die Haut wirkt ebenmäßiger und glatter. Klar, die Streifen sind nicht weg, fallen aber weniger auf.“ Tipp: Macht Narben elastischer, beugt Schwangerschaftsstreifen vor.

Ein Öl für alles: „Ein Wochenende Madrid, nur mit Handgepäck. Statt Gesichtscreme, Haarpflegespray und Bodylotion nehme ich bloß das ,Huile Divine‘ von Caudalie mit. Morgens im Hotel sprühe ich das Öl sparsam auf den ganzen Körper,massiere es ein. Danach fahre ich mit den Händen auch über mein Gesicht und die Haarlängen. Kein Fettglanz, die Haut saugt den Mix aus Trauben-, Argan-, Hibiskus- und Sesamöl sofort auf und strahlt. Das Haar schimmert toll in der Sonne.“ Tipp: Der blumig-warm-würzige Duft ersetzt glatt das Parfüm.

"Pflegt Haut und Haare: Dieser „Öl-Multi“ muss mit auf die Reise."

Öl zur Gesichtsreinigung: „Normalerweise brauche ich etwas Schaum und viel Wasser, um mich richtig sauber zu fühlen. Doch das ,Clean Energy Gentle Cleansing Oil‘ von Origins soll auf die trockene Haut. Ich massiere ein wenig und merke, wie gut sich das Make-up löst. Dann endlich Wasser!

"Sauber im Schongang – mein trockener Teint mag so viel Sanftheit"

Dank eines enthaltenen Emulgators, der Fett und Wasser verbindet, wird das Öl plötzlich milchig und lässt sich rückstandslos samt Make-up vom Gesicht spülen. Meine ziemlich trockene Haut fühlt sich danach quietschsauber an, aber gleichzeitig weich und entspannt.“ Tipp: Auch wasserfeste Mascara lässt sich ohne viel Rubbeln mit dem Öl auf einem Wattepad entfernen. Kontaktlinsen vorher rausnehmen.

Gesichtspflege-Öl: „Seit ich als Teenie jahrelang unter Akne gelitten habe, meide ich Öl im Gesicht. Da meine Haut heute aber eher trocken und sensibel ist, gebe ich dem ,Mandel Gesichtsöl‘ von Weleda eine Chance. Das Öl duftet zunächst mal herrlich, mandelig-marzipanig eben. Und stürzt mein Gesicht freundlicherweise nicht in die befürchtete Ölkrise, sondern zieht relativ schnell ein.

"Öl im Gesicht macht Pickel? Keine Sorge, mit Mandelöl passiert das nicht"

Wie nett: Auch nach vier Tagen blüht kein Pickel auf meiner Haut. Liegt sicher auch an dem Mandelöl, das als nicht komedogen gilt, also keine Mitesser auslöst. Im Gegensatz beispielsweise zu Kokosöl, auf das manche Frauen mit Unreinheiten reagieren.“ Tipp: Das Öl einige Minuten ein ziehen lassen, bevor Sie Make-up auftragen, sonst hält und deckt die Foundation nicht so gut.

Lade weitere Inhalte ...