14. Oktober 2012
Anti-Aging-Strategien

Anti-Aging-Strategien

Sie sind leicht umzusetzen und bringen viel Positives: die besten Anti-Aging-Strategien, die Frauen von 30 bis 50+ jung, fit und gesund halten – mit der natürlichen Kraft der Hormone.

Mutter, Tochter
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Mutter, Tochter

Sie sind die heimlichen Regisseure unseres Lebens: die mehr als 100 Hormone, die bisher wissenschaftlich bekannt sind. Als Botenstoffe steuern sie den Blutfett-Stoffwechsel, die Knochen stärke oder den Eisprung. Sie regulieren den Wasserhaushalt und die Fettzunahme, kontrollieren biologische Reaktionen in Stresszeiten und bestimmen sogar, wie empfindsam wir auf Duftstoffe reagieren Die Hormone entscheiden auch, wie schnell wir altern und wie wohl wir uns in jedem Lebensabschnitt fühlen.

Buchtipps & Infos

Länger jung: „Zellen fahren gerne Fahrrad“, Prof. Dr. med. Martin Halle, Mosaik Verlag, 208 Seiten, 19,99 Euro

Erkenntnisse: „Die Wahrheit über Hormone“, Alexander Römmler, Südwest Verlag, 224 Seiten, 16,99 Euro

Infos: www.bleibjung.de bietet aktuelle Anti-Aging-News.

Fehlen Östrogene, trocknen Haut und Schleimhäute aus. Mangelt es an Melatonin, stockt der Reparaturbetrieb der Zellen. Ohne genug Progesteron kippt die innere Balance. Die einfachste Lösung scheint, fehlende Hormone künstlich zuzuführen. Doch Alternsforscher raten ab, die Risiken gelten nach neuesten Erkenntnissen als zu groß.

Zum Glück lassen sich hormonelle Veränderungen auch auf natürliche Art auffangen oder hinauszögern. Dazu gehören z.B. Yoga-Übungen, die die körpereigene Hormonproduktion anregen. Oder Pflanzenextrakte, die Mängel sanft ausgleichen. VITAL hat für Sie die besten Tipps für die drei Lebens dekaden 30, 40 und 50+ zusammengestellt. Und ein großer Test verrät, wie jung Ihr Körper noch ist.

Frauen mit 30: Die stabile Zeit des Lebens

Jüngere Frauen um die 30 starten in Beruf und Partnerschaft durch. Beim Küssen, beim Sex und beim Stillen, auch nach Gesprächen mit dem Liebsten bildet der Hypothalamus im Zwischenhirn vermehrt das Kuschelhormon Oxytocin – bis ins hohe Alter. Manchen macht ein Überschuss an männlichen Sexualhormonen zu schaffen: Diese Androgene führen zu Hautunreinheiten wie Pickelchen. Ein kleiner Wermutstropfen: Ab jetzt nimmt die Produktion von Wachstumshormonen kontinuierlich ab. Darunter leidet die Zellreparatur, erste Fältchen tauchen auf. Zugleich steigen die schädlichen LDL-Blutfette an, die innere Ausgeglichenheit leidet. Und jede dritte Frau kann nicht genug Schilddrüsenhormone produzieren, weil sie statt 10 Gramm jodiertes Meersalz nur 3 Gramm täglich aufnimmt: der Grundstein für eineFunktionsstörung der Schilddrüse.

Die Jugend länger bewahren

Die Zellreparatur wird angeregt, wenn wir vor dem Einschlafen Naturklänge wie Wellenrauschen hören. Daraufhin bildet die Zirbeldrüse im Gehirn verstärkt das Junghormon Melatonin. Etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf stellen sicher, dass nachts 10- bis 100-mal mehr Melatonin in den Blutkreislauf geschleust wird.
HILFT BEI unruhiger Haut, mindert Fältchenbildung.

Warum altern wir eigentlich?

Was genau diesen Prozess bestimmt, ist nicht endgültig erforscht. Eine Theorie besagt, dass Umweltfaktoren wie Stress, Genussgifte oder Schlafmangel den Körper allmählich verschleißen. Denn all das fördert die Produktion von aggressiven Sauerstoff verbindungen, den freien Radikalen, die unsere Zellen vorzeitig altern lassen. Andere Alternsforscher gehen davon aus, dass die Zellen im Laufe der Jahre die Fähigkeit verlieren, sich zu teilen – und „aussterben“. Oder dass Altern von Geburt an im genetischen Programm jeder Zelle festgeschrieben ist.

Hanteln fördert die Bildung von Wachstumshormonen. Bereits 10 Minuten am Tag senken auch die Cholesterinwerte.
HILFT BEI erhöhten Blutfettwerten, stoppt eine Gewichtszunahme, stützt das Immunsystem.

Grüner Tee ist ein natürlicher Anti-Faltenschutz. Er verhindert durch Flavonoide, dass freie Radikale die Hautalterung beschleunigen. 5 Tassen täglich trinken. Teebeutel immer sorgfältig ausdrücken, um alle Pflanzenstoffe zu gewinnen.
HILFT BEI frühzeitiger Hautalterung.

Stresshormone durch Blitzentspannung abbauen: 5 Sekunden mit Zeige- und Mittelfinger auf den Solarplexus direkt unter dem Brustbein drücken. 5-mal wiederholen.
HILFT BEI inneren Verspannungen, Nervosität.

40 Jahre: Jeden Tag voller Kraft

Frauen haben jetzt jede Menge Power, obwohl ihr Körper immer weniger Somatropin bildet. Das Wachstumshormon bewirkt, dass sich der Fettanteil des Körpers erhöht. Dadurch nimmt die Knochendichte ab, das Bindegewebe wird unelastischer. Aber dagegen lässt sich etwas unternehmen. Leichte Probleme können auftreten, weil das Gehirn weniger Glückshormone wie Serotonin produziert. Das führt zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne oder Konzentrationsstörungen. Auch die Östrogenproduktion nimmt schleichend ab.

Alles bleibt im Fluss

Lachyoga setzt Serotonin frei. Verwandeln Sie sich in einen Spaßvogel: beide Handflächen flach auf die Schulterblätter legen, die Ellenbogen vom Körper abspreizen, als hätten Sie Stummelflügel. Mit den Schultern abwechselnd nach vorn und hinten rotieren, dabei in einer Acht laufen und lauthals lachen.
HILFT BEI innerer Unruhe, Anspannung. Tipp: Lachtherapeuten und -schulen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.hoho-haha.de

Glücksgefühle zum Essen. Unsere Nahrungsmittel enthalten zwar kein Serotonin, aber der Körper kann es aus der Aminosäure Tryptophan herstellen. Sie steckt vor allem in Getreide wie Reis, Weizen, Roggen und Hafer oder in stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln. Auch Gewürze wie Chili enthalten den Inhaltsstoff Capsaicin, der die Serotoninproduktion fördert.
HILFT BEI Dauerstress, Niedergeschlagenheit.

Voller Schaffenskraft

Frauen haben jetzt jede Menge Power, obwohl ihr Körper immer weniger Somatropin bildet. Das Wachstumshormon bewirkt, dass sich der Fettanteil des Körpers erhöht. Dadurch nimmt die Knochendichte ab, das Bindegewebe wird unelastischer. Aber dagegen lässt sich etwas unternehmen. Leichte Probleme können auftreten, weil das Gehirn weniger Glückshormone wie Serotonin produziert. Das führt zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne oder Konzentrationsstörungen. Auch die Östrogenproduktion nimmt schleichend ab.

Das Schüßler-Salz Nr. 7. Magnesium phosphoricum wirkt klassischerweise gegen akute Krämpfe und Schmerzen, besonders als „heiße 7“. Dabei werden 7 bis 10 Tabletten in einem Glas heißem Wasser aufgelöst und langsam getrunken. Als Lotion (z.B. „Biochemie Pflüger Lotion Nr. 7“, Apotheke) lindert es vor allem schmerzhafte Perioden. „Morgens und abends auf den Bauch reiben und die Beschwerden verschwinden in vielen Fällen“, rät Margit Müller-Frahling, Leiterin des Instituts für Biochemie nach Dr. Schüßler in Sundern. „Die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung wird besser, die Muskulatur entspannt sich.“
HILFT BEI Menstruationsbeschwerden, Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich, nervösem vegetativen Nervensystem.

Bindegewebsmassagen erhöhen die Östrogen-Speicherkapazität in den Fettzellen: Oberschenkel morgens mit Birkenblätteröl (Reformhaus) einreiben. Die Haut nach und nach in Bahnen zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, leicht zusammendrücken und ca. 1 Zentimeter rollend Richtung Kopf schieben. Pro Oberschenkel 7 bis 10 Minuten lang.
HILFT BEI leichtem Östrogenmangel, unregelmäßiger Periode.

Himbeertee harmonisiert den Zyklus durch östrogenähnliche Inhaltsstoffe. Je 40 Gramm Himbeerblätter (Apotheke), Rosmarin, Beifuß, Salbei, Holunderblüten mischen. 2 TL mit 1

Himbeer-Tee
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Himbeer-Tee

Tasse Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich 2 Tassen.
HILFT BEI beginnenden Wechseljahrbeschwerden.

Neuen Schwung für den Stoffwechsel bringt diese Übung: gerade hinstellen, Arme hängen lassen, tief einatmen. 3-mal kräftig mit den Armen kreisen, ausatmen. 5-mal wiederholen.
HILFT BEI Energielosigkeit, Müdigkeit, Antriebsschwäche.

Frauen mit 50: Managerinnen ihrer Hormone

Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn das Zusammenspiel von Östrogenen und Gestagenen um die 50 leicht aus dem Takt gerät. Bleiben die Hormonreize für einen Eisprung aus oder fehlen Gelbkörper, die Progesteron freisetzen, passiert vielerlei. Die Liste reicht von innerer Unruhe über depressive Verstimmungen, Blasenprobleme oder Hitzewallungen bis hin zu einer gestörten inneren Harmonie. Doch keine Frau ist ein Spielball ihrer Hormone. Gegen die meisten Probleme lässt sich ein wirksames Mittel finden.
Pluspunkt: Weil der Testosteron-Einfluss wieder leicht zunehmen kann, steigt oft auch das Lustempfinden.

Schnell raus aus dem Minus

Eine Fantasiereise schenkt mehr innere Harmonie. Stellen Sie sich vor, in einem Boot einen breiten Strom hinunterzutreiben. Die Wellen plätschern leise, der Kahn dreht sich langsam im Kreis, ein sanfter Wind und die Sonne streicheln Ihre Haut. Sie werfen eine Sorge nach der anderen über Bord. Fühlen Sie, wie leicht Sie werden. So leicht, als könnten Sie schweben …
HILFT BEI Unzufriedenheit, Rastlosigkeit, Grübeleien.

Managerin der Hormone

Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn das Zusammenspiel von Östrogenen und Gestagenen um die 50 leicht aus dem Takt gerät. Bleiben die Hormonreize für einen Eisprung aus oder fehlen Gelbkörper, die Progesteron freisetzen, passiert vielerlei. Die Liste reicht von innerer Unruhe über depressive Verstimmungen, Blasenprobleme oder Hitzewallungen bis hin zu einer gestörten inneren Harmonie. Doch keine Frau ist ein Spielball ihrer Hormone. Gegen die meisten Probleme lässt sich ein wirksames Mittel finden. Pluspunkt: Weil der Testosteron-Einfluss wieder leicht zunehmen kann, steigt oft auch das Lustempfinden.

Trainieren Sie den Beckenboden. Auf den Bauch legen, das rechte Bein leicht anheben und abspreizen. Beckenbodenmuskeln möglichst stark anspannen, ohne andere Muskeln einzubeziehen. 6 bis 8 Sekunden halten, dann mit dem linken Bein. Jeweils 10-mal wiederholen. 3-mal täglich. Spezielle Kurse an Krankenhäusern oder beim Physiotherapeuten kosten zwischen 80 bis 120 Euro, die meisten Kassen zahlen Zuschüsse.
HILFT BEI Blasenschwäche und Reizblase mit Harntröpfeln.

Das Samenöl des Granatapfels enthält Phytoöstrogene, die bei nachlassender Leistungskraft helfen, ebenso bei Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Die Kerne eines Granatapfels über den Tag verteilt essen.

Granatapfel
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Granatapfel

HILFT BEI Reizbarkeit, innerer Unruhe, seelischer Anspannung, plötzlichen Stimmungsschwankungen.

Extrakte der Sibirischen Rhabarberwurzel entfalten eine hormonähnliche Wirkung. Ihre Inhaltsstoffe, die Hydroxystilbene, docken sich an die beta-Östrogen-Rezeptoren an. Diese steuern die Hitzeregulation, den Knochenstoffwechsel und den Aufbau der Vaginalschleimhaut. Der Extrakt (z.B. „femi-loges“, Apotheke) wirkt jedoch nicht auf die alpha-Rezeptoren, die für das Entstehen von Brustkrebs verantwortlich gemacht werden.
HILFT BEI Hitzewallungen, Schwitzen, Schlafstörungen, trockener Scheide, Ängstlichkeit, Harnwegsbeschwerden und depressiver Verstimmung. Klinische Langzeitstudien über 48 und 96 Wochen bestätigen den positiven Effekt.

Es gibt sogar spezielle Yoga-Übungen für unseren Hormonhaushalt. In unserer Galerie zeigen wir sie Ihnen.

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