28. Februar 2014
7 Pflegetipps für deine Haare

Sieben Pflegetipps fürs Haar

Täglich waschen
Die Experten sind sich einig: Haare täglich waschen, wenig Shampoo in der Hand mit Wasser aufschäumen, in die Kopfhaut massieren, gründlich ausspülen. „Sogar zwei- bis dreimal am Tag wäre vollkommen okay, wenn der Kopfhaut Feuchtigkeit zurückgegeben wird“, sagt Andreas Kohlhoff aus Düsseldorf, Spezialist bei Redken und Shu Uemura. „Viele wissen nicht, dass das Waschen immer die Kopfhaut austrocknet und den pH-Wert verändert. Ein Spezial-Conditioner gehört deshalb auch auf die Kopfhaut, weil er den pH-Wert neutralisiert.“
 
Konzentration, bitte
Täglich (zumindest dreimal wöchentlich) ein Konzentrat direkt auf die Kopfhaut träufeln, ungefähr fünf Minuten einmassieren. Dabei aktivierende Wirkstoffe morgens (z.B. „Intensive Activating Lotion“ von La Biosthetique) und beruhigende abends verwenden und über Nacht wirken lassen (z.B. „Astera Beruhigendes Fluid“ von Furterer).
 
Großmutters Liebling
Omas empfohlene „100 Bürstenstriche“ sollten Sie in 100 Massagestriche umwandeln. Dafür eine große breite Bürste (Paddlebrush, z.B. von Aveda) nehmen, deren Borsten weit auseinanderstehen, abgerundet und flexibel sind. „Vor allem im Nacken, an den Schläfen und hinter den Ohren liegen die wärmsten Stellen auf der Kopfhaut, hier bilden sich am ehesten Schorf, Schuppen oder ölige Stellen, die durch die Anregung der Massage profitieren“, so Experte Kempf.
 

Schönes, lebendiges Grau
Natürliches Grau ist sehr angesagt. Zur Pflege empfiehlt Ingrid Küffner, Anti-Aging-Expertin und Leiterin des Instituts Kérastase in Nürnberg: „Damit weißes beziehungsweise graues Haar schön bleibt, ist UV-Schutz unabdinglich. Und das rund um die Uhr zu jeder Jahreszeit. Denn es ist vergleichbar mit sehr heller Haut und ist Schäden durch UV-Strahlen ungeschützt ausgesetzt. Ein sichtbarer Effekt ist dann ein Gelbstich sowie Porosität. Älteren Frauen, deren Kopfhaut tendenziell zu Trockenheit neigt, empfehle ich, auf Hyaluronsäure in der Haarmaske zu achten.“

 

Frau mit schönen Haaren
© Thinkstock
Frau mit schönen Haaren

Training für die Haare

Vor Farbe schützen
„Empfindliche Kopfhaut kann vor dem Färben und Aufhellen mit einem Fluid behandelt werden, das Lipide oder Ceramide enthält. So ein Produkt hat jede Firma im Programm. Es legt sich wie ein natürlicher Schutzfilm über die Haut und beeinträchtigt das Farbergebnis nicht“, sagt Dimitri Dimitrakoudis, Inhaber von „Noon Individual Hair“ in Hamburg und Braunschweig. Und: 99 Prozent der Friseure verwenden nach dem Färben eine saure Spülung, die sollte durch eine alkalische ersetzt werden.
Ganzheitlich denken
Das propagierte schon der Vater aller Trichologen, Philip Kingsley, vor 50 Jahren in seinen berühmten Kliniken in Manhattan und London: „Was du isst, ist lebenswichtig für gesundes Haar.“ Alles, was auch in Haarprodukten steckt, sollte seiner Meinung nach vermehrt auf den Speiseplan: Zink, Selen, Aminosäuren, Vitamin E, Biotin, Eisen, Panthenol, Omega-3-, -6- und -9-Fettsäuren.
Dünnes Haar trainieren
Alles lässt nach, wenn wir älter werden, das ist ein vollkommen natürlicher Prozess. Da sich im Alter bei dünner werdendem Haar auch die Wurzel und der Follikel verkleinern, haben Sie mehr Haarwechsel, also mehr Haarverlust. Ein Haar, das dünner wird, lebt kürzer. Es wächst wieder nach, aber eben immer dünner. Die gute Nachricht ist: Solange der Körper Zellerneuerung betreibt, kann man auch die Haarfollikel aktivieren. „Aufbau ist dabei das Stichwort – wie bei unserer Muskelmasse. Auch die lässt sich bis ins hohe Alter aufbauen, der Körper braucht nur mehr Unterstützung, um die Zellen zu aktivieren“, sagt Britta Richter, Gründerin von Hårklinikken Deutschland. Spezialkuren über rund sechs Wochen angewendet, aktivieren nachweislich die Haarwurzel und lassen das Haar wieder voller und kräftiger wachsen.
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