Tipps und Tricks für die Sauna Richtig Saunieren

Es stärkt die Abwehr und die Gefäße – Saunabesuche sind mehr als reine Entspannung. Sie machen gesund und für die Finnen gehört das regelmäßige Schwitzen zum Lebensgefühl. Wie ihr richtig sauniert, erfahrt ihr hier.

Richtig Saunieren

Längst hat die Eventkultur die Saunabranche erreicht. Angeboten werden „Guten-Morgen-Aufgüsse“, Themenabende und Dichterlesungen unter Schwitzenden. Doch bei so viel „Saunatainment“ gehen häufig wichtige Saunaregeln und damit alle gesunden Effekte der Sauna baden. Höchste Zeit, die größten Irrtümer aufzuklären, ungesundes Halbwissen zu beseitigen und richtiges Saunieren wieder einzuführen.

Hitze, Kälte – die Reihenfolge ist egal...

Das glaubt, wer den hippen Saunabesuch noch zwischen zwei Termine quetschen will. Klappt aber nicht – und belastet den Körper. Eine vollständige Schwitzkur dauert mindestens zwei Stunden, so der Deutsche Sauna-Bund in Bielefeld (www.saunabund-ev.de, Tel. 05 21/96 67 90). Dazu gehören: duschen, gründliches Abtrocknen, warmes Fußbad, 8–15 Minuten Schwitzen im Handtuch, Abkühlen an der frischen Luft, Tauchbecken, warmes Fußbad, Ruhepause. In dieser Reihenfolge!

Je mehr Saunagänge, desto besser?

Viel hilft viel – diese Theorie wird nicht stimmiger, je öfter man sie liest. Drei vollständige Saunagänge in der richtigen Reihenfolge reichen aus. Anfänger sollten ihre „Dosis“ langsam steigern, und die Sauna vor den 15 Minuten der erfahrenen Saunagänger verlassen. Sonst ist der Kreislauf überfordert.

Wer nicht schwitzt, profitiert nicht?

Falsch! Jeder schwitzt in der Sauna. Manchmal dauert’s nur länger; gerade bei Anfängern ist die Wärmeregulation oft etwas „eingerostet“. Durch das trocken-heiße Klima verdunsten die ersten Perlen sofort beim Betreten der Kabine. Nach und nach nimmt die Schweißproduktion dann Fahrt auf. Wichtig: Feuchtere Warmluft- oder Dampfbäder haben keinen Turboeffekt. Was da wie Schweiß auf der Haut aussieht, ist in Wahrheit Kondenswasser.

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Quelle: Vital, Ausgabe 03/2011