Der Schlaf und seine Phasen Was passiert im Schlaf?

Im Schlaf durchleben wir verschiedene Phasen. Diese nennt man die Schlafphasen. Jeder Mensch durchlebt die einzelnen Phasen jede Nacht.

Schlafphasen

Die fünf Schlafstadien

Schlaf ist für unseren Körper enorm wichtig. Deshalb ist ein gesunder Schlaf auch so wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Während wir schlafen, arbeitet unser Hirn auf Hochtouren. Unser gesamter Tagesablauf wird in der Nacht verarbeitet und später im Langzeitgedächtnis gespeichert. Probleme, die wir mit ins Bett nehmen, können uns den Schlaf rauben. Liegt ihr länger wach, weil ihr nicht abschalten könnt oder nach einer Lösung sucht, so wird automatisch die Einschlafphase, die erste Schlafphase, verlängert. Die Schlafphasen werden unterschieden in:

  1. Einschlafphase
  2. Leichtschlafphase
  3. Tiefschlafphase
  4. und REM-Phase.

Was bedeuten die einzelnen Einschlafphasen?

Die erste Phase ist die Einschlafphase. In dieser Phase beginnen sich Körper und Organismus langsam zu entspannen. Der Puls wird langsamer, der Herzschlag ruhiger, ihr fühlt euch, als schwebt ihr auf Wolken und manchmal träumt man vor sich hin. Dieser Zustand wird oft auch als Dösen bezeichnet. Die Einschlafphase ist nur ein sehr leichter Schlaf. Jedes noch so kleine Geräusch kann uns in dieser Zeit wieder aus dem Schlaf holen.

Die zweite Phase ist die Leichtschlafphase. Etwa die Hälfte der Nacht über schläft der Mensch in der Leichtschlafphase. Phase eins und zwei werden auch oft zusammen als eine Phase gesehen. 

Die Tiefschlafphase, ist die Phase, in der ihr, wie der Name schon sagt, tief schlaft. In dieser Phase ist es schwer, aus dem Schlaf geweckt zu werden. Der Körper hat in der Tiefschlafphase, die auch von Schlafforschern Stadium drei und vier genannt wird, die entspanntesten Muskeln. Wer dennoch in dieser Phase geweckt wird, der braucht eine Weile, um sich wieder zurechtzufinden. Die Tiefschlafphase ist die wichtigste Zeit während des Schlafens – Körper und Geist erholen sich jetzt besonders gut.

Die REM-Phase ist die Traumphase. Während in der REM Phase das Gehirn auf Hochtouren arbeitet, ist der Körper völlig entspannt. Die Augen bewegen sich in der REM-Phase hin und her. Ihr merkt jedoch nichts von all dem Geschehen. Forscher sind der Meinung, dass man gerade in der REM-Phase am meisten Informationen verarbeitet. In dieser Phase sollte auch niemand geweckt oder gestört werden. Es ist dann, als würden Daten verloren gehen, wenn jemand aus der REM-Phase geweckt wird. Ähnlich wie bei einem Computer, der nicht während eines Updates ausgeschaltet werden sollte.

Die Aufwachphase beginnt schon oft mitten in der Nacht. Das bedeutet nicht, dass der Körper schon völlig wach ist. Der Körper bereitet sich nur schon auf den neuen Tag vor. Das Kortison im Blut steigt an, die Temperatur steigt und der Magen bereitet sich auf das Frühstück vor. Sobald ihr aus dem Schlaf erwacht, ist der Kortisongehalt in eurem Blut am höchsten.

Gibt es bestimmte Zeiten, in denen die Phasen eintreffen?

Im Durchschnitt dauern die verschiedenen Stadien eins bis fünf etwa neunzig Minuten an. Die Phasen wiederholen sich mehrmals pro Nacht. Bei einem gesunden Erwachsenen sollte das in etwa bis zu sieben mal pro Nacht und bei einem Kind in etwa drei bis fünf mal pro Nacht sein.

Der Schlaf der Babys wird zurzeit noch erforscht. Es wird gesagt, das Babys hauptsächlich in der REM-Phase schlafen. Fünfzig Minuten entfallen auf die Einschlaf- und Leichtschlafphase. Vierzig Minuten davon fallen auf die Tiefschlaf- und die Rem-Phase ab. Das sind bislang allerdings nur Schätzungen. 

Was, wenn ich nicht in Phasen schlafe?

Um gesund und fit zu bleiben, ist es wichtig einen gesunden Schlaf zu haben. Gerade Ältere Menschen haben oft mit Schlafstörungen zu kämpfen. Aber auch wenn ihr in Schichten arbeitet oder auf Reisen geht, wird der Schlafrythmus gestört, wodurch sich der gesamte Schlafablauf ändert.

Es ist wichtig, immer den gleichen Schlafablauf einzuhalten. Wenn ihr also tagsüber müde werdet, wäre es sinnvoller nicht in einen Powernap (Kurzschlaf) zu verfallen, sondern durchzuhalten und abends dann früher zu Bett zu gehen. Wer Abends ausgelastet zu Bett geht, der wird automatisch alle Phasen der Schlafphasen durchleben. Stress sollte vor dem zu Bett gehen vermieden werden. Dieser kann ebenso den Schlaf stören wie auch Probleme mit ins Bett zu nehmen.

Wenn ihr noch nicht wirklich müde seid, legt euch besser einfach noch nicht ins Bett. Das Herumwälzen im Bett stresst den Körper, welches gesundheitliche Schäden verursachen kann. Besser ist es nur zu Bett zu gehen, wenn der Körper auch wirklich müde ist. Fällt es euch allgemein schwer, in den Schlaf zu kommen, kann ein heißes Bad helfen. Der Körper beginnt zu entspannen. Dadurch wird Müdigkeit ausgelöst. Auch ein Buch zu lesen, kann helfen. Vermieden werden sollten Online Games oder TV schauen vor dem Schlafen gehen. Auch das Handy kann den Schlaf stören.

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