
Wer zum ersten Mal eine Seife selber macht, sollte sich für das sogenannte Kaltverfahren entscheiden: Dabei werden Fette und Lauge nicht gekocht, sondern bei Temperaturen bis zu 60 Grad zusammengefügt – das ist deutlich einfacher. Die Wahl der Fette entscheidet über die Hautverträglichkeit, die Konsistenz und den Schaum der Seife: So lässt etwa ein hoher Olivenöl-Anteil sie sehr hart und mild werden. Rapsöl ist für empfindliche Haut ebenfalls gut geeignet. Rizinusöl macht Seifen dagegen eher weich, schäumt aber gut.

Zutaten:
200 g Olivenöl
300 g Kokosfett
100 g Rapsöl
100 g Sonnenblumenöl
235 g kaltes Wasser
103 g Natronhydroxid (z. B. in Apotheken)
7 ml ätherisches Orangenöl
3 ml ätherisches Zimtöl
1 EL Kurkuma mit etwas Wasser verrührt
12 getrocknete Orangen-scheiben (z. B. im Bastelladen)
Silikonform für etwa 12 Seifenstücke (z. B. über www.sansavon.com)
emaillierter oder aus nichtrostendem Stahlgefertigter 3-Liter-Topf
emaillierte oder aus nichtrostendem Stahl gefertigte 1-Liter-Schüssel
Gummihandschuhe, Plastikschürze und Schutzbrille
Zubereitung:
Ziehen Sie zunächst die Schutzkleidung an. Die Fette im Topf auf ca. 60 Grad erwärmen. Das kalte Wasser in die Schüssel füllen und das grammgenau abgewogene Natriumhydroxid langsam unterrühren. Die dabei entstehende Natronlauge zu den Fetten gießen und verrühren, bis eine puddingartige Konsistenz entsteht. Kurkuma, Orangen- und Zimtöl damit vermengen. Anschließend den Seifenbrei in die Silikonform füllen und je Seife eine getrocknete Orangenscheibe auflegen. Die Oberfläche luftdicht mit Küchenfolie abdecken und den Behälter für mindestens 24 Stunden gut isoliert stehen lassen. Sollte sich die Seife nicht leicht aus der Form lösen lassen, hilft es, die Seife für eine halbe Stunde in den Gefrierschrank zu stellen. Die fertige Seife sollte an einem kühlen Ort noch ein bis drei Wochen ruhen. In dieser Zeit nimmt der Laugenanteil ab und der pH-Wert sinkt.


