11. Dezember 2020
Weihnachtsgeschenke: Können sie Coronaviren übertragen?

Weihnachtsgeschenke: Können sie Coronaviren übertragen?

Dieses Jahr an Weihnachten ist alles anders als sonst. Wir müssen uns vor und an den Feiertagen einschränken, um unsere Liebsten zu schützen. Aber können eigentlich auch unsere Geschenke zum Risiko werden? Hier erfahren Sie, ob Weihnachtsgeschenke Coronaviren übertragen können.

Geschenke überreichen an Weihnachten
© iStock/Ridofranz
Kann man sich über die Weihnachtsgeschenke mit dem Coronavirus anstecken?

Die Feiertage rücken näher und gleichzeitig steigen die Zahlen der Covid-19-Infektionen. Ein Weihnachten wie sonst wird es dieses Jahr nicht geben – Kontaktbeschränkung, AHA-Regeln und im besten Falle eine Selbstisolation vor den Feiertagen. Viele Menschen stellen sich nun die Frage, ob sie auch in Bezug auf die Weihnachtskarten und Geschenke dieses Jahr vorsichtig sein müssen.

Wie lange kann das Coronavirus auf Oberflächen überleben?

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist eine Übertragung von SARS-CoV-2-Viren durch kontaminierte Oberflächen in der unmittelbaren Umgebung einer infektiösen Person nicht auszuschließen. Angaben von durchgeführten Laboruntersuchungen mit künstlich kontaminierten Materialien seien schwer vergleichbar, da diese nach individuellen Methoden durchgeführt wurden. Eine australische Studie fand kürzlich heraus, dass das Virus auf glatten Oberflächen wie Handydisplays oder Bankautomaten bis zu 28 Tage überleben kann.

Können Coronaviren auf Oberflächen von Weihnachtskarten oder Geschenken überleben?

Studien zufolge stellen glatte Oberflächen eine wesentlich größere Infektionsgefahr dar, als raue Oberflächen wie Papier oder Pappe, weil die Erreger in den winzigen Zwischenräumen der Materialoberfläche haften bleiben. Ohnehin können die Viren auf Papier nur maximal 24 Stunden lang überleben und sogar noch kürzer, wenn die Oberfläche Luft ausgesetzt wird, da das Virus an der Luft immer schwächer wird.

Weihnachtsgeschenke: Übertragungsgefahr laut Experte gering

Andreas Podbielski, der Direktor des Institutes für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Uni Rostock bestätigt: „Jeder, der Viren in Form von Aerosolen ausatmet, kontaminiert auch Oberflächen." Laut Podbielski sterben die Coronaviren jedoch innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden ab, da ihre Umweltstabilität zu gering ist. Er hält eine Ansteckung auf diese Art für „komplett irreal”.

Auch auf der Website der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC) heißt es, dass es in der Praxis keine Hinweise auf eine Infektion mit dem Coronavirus durch kontaminierte Verpackungen gibt. Trotzdem lautet die Empfehlung sich bei Kontakt mit vielen Verpackungen und Oberflächen öfter die Hände zu waschen.

Wichtig: Der Hauptübertragungsweg des Coronavirus ist die Tröpfcheninfektion beim Kontakt mit anderen Menschen. Deshalb können Sie Ihre Liebsten am besten schützen, wenn Sie sich bei den Weihnachtseinkäufen, im Supermarkt und bei der Poststation an die geltenden AHA-Regeln halten und Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren.

 

Quelle: DPA

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