11. August 2021
Vierte Welle: Diese Corona-Regeln gelten im Herbst

Vierte Welle: Diese Corona-Regeln gelten im Herbst

Die Zahlen steigen weiter, es droht die vierte Welle. Aus diesem Grund haben sich Bund und Länder nun auf neue Corona-Regeln für Herbst und Winter geeinigt. Erfahren Sie, was bald für Ungeimpfte und Geimpfte gilt.

Nachdem das Gesundheitsministerium bereits die Notwendigkeit weiterer Schutzmaßnahmen betont hatte „um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung“ und ungeimpfte Personengruppen vor einer möglichen „folgenreichen Erkrankung zu schützen“, haben nun Bund und Länder reagiert und neue Maßnahmen und Regeln beschlossen, wie Tagesschau berichtete. Damit soll ein weiterer Lockdown abgewendet werden.

Impfquote steigern hat höchste Priorität

Bislang sind rund 60 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft, mehr als 50 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Das oberste Ziel sei es daher, noch mehr Menschen für die Corona-Impfung zu gewinnen – auch jene, die vom bisherigen Angebot nicht erreicht wurden oder sich aus freien Stücken gegen eine frühzeitige Impfung entschieden haben. Zu einer Steigerung der Impfquote könnte auch die nächste Maßnahme beitragen.

Keine kostenlosen Corona-Tests mehr

Die kostenlosen Bürgertests gehören bald der Vergangenheit an. Denn ab 11. Oktober müssen Ungeimpfte ihre Corona-Tests selbst bezahlen. Ausnahmen gelten jedoch für Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können sowie für Bevölkerungsgruppen, für die seitens der Ständigen Impfkommission keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt. Hierzu gehören etwa Schwangere sowie Kinder und Jugendliche. Begründet wird der Entschluss damit, dass bis Oktober allen Bürger*innen ein Impfangebot gemacht werden kann. 

Das Bundesgesundheitsministerium fordert außerdem von den Ländern, Testkonzepte für Kitas und Schulen im Herbst und Winter zu etablieren.

Die „3G-Regel“ in Innenräumen

Bestimmte Handlungen sowie die Teilnahme an Veranstaltungen in Innenräumen werden spätestens ab dem 23. August nur noch für Geimpfte, Genesene oder Getestete (3G) möglich sein. Dazu gehören:

  • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • Innengastronomie
  • Hotelübernachtungen
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Sport im Innenbereich
  • Veranstaltungen im Innenraum
  • Großveranstaltungen drinnen und draußen

Dabei dürfen negative Antigen-Schnelltests nicht älter als 24 Stunden sein – PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden.

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    AHA+L-Regeln bestehen weiterhin

    Neben dem Erreichen einer höheren Impfquote sollen auch weiterhin die gängigen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden – vor allem dann, wenn der Impfstatuts anderer Personen unbekannt sei oder vulnerable Personen anwesend seien. Die Maskenpflicht gilt daher nach wie vor und das Tragen einer medizinischen Maske wird schätzungsweise mindestens bis ins Frühjahr 2022 notwendig sein.

    Kontaktbeschränkungen möglich

    Auch ein Verhängen von Kontaktbeschränkungen schließt das Gesundheitsministerium nicht aus: „Insbesondere für ungeimpfte Personen können abhängig von der Impfquote, der Inzidenz (nach Altersgruppen) und der Covid-19-Hospitalisierungsrate (nach Altersgruppen) ab bestimmten Grenzwerten erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden.“

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