
Für die Analyse werteten Forschende aus Australien und den USA die Daten von rund 8.500 Personen über 60 Jahren aus. Das durchschnittliche Alter lag bei knapp 68 Jahren. Im Mittelpunkt stand die sogenannte fluide Intelligenz – also die Fähigkeit, logisch zu denken, Muster zu erkennen und neue Probleme zu lösen.
Studie: Drei Gruppen von Kaffee-Konsumenten
Die Teilnehmenden wurden je nach Konsummenge in drei Gruppen eingeteilt: kein Kaffeekonsum, moderater Konsum (ein bis drei Tassen täglich) sowie hoher Konsum (vier oder mehr Tassen pro Tag). Dabei zeigte sich deutlich, dass Personen mit hohem Konsum schneller an kognitiver Leistungsfähigkeit verloren. Besonders betroffen waren Fähigkeiten wie logisches Denken und das Erkennen von Zusammenhängen.
Im Gegensatz dazu zeigte sich beim Teekonsum ein anderes Bild: Personen, die regelmäßig Tee tranken, schnitten im Durchschnitt besser bei Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit ab. Ein höherer Teekonsum wurde sogar mit positiven Effekten auf die kognitive Gesundheit in Verbindung gebracht.
Kaffee hat auch positive Effekte
Gleichzeitig liefern die Ergebnisse auch eine wichtige Einordnung: Ein moderater Kaffeekonsum scheint nicht schädlich zu sein. Im Gegenteil – er könnte den altersbedingten geistigen Abbau sogar verlangsamen. Frühere Studien weisen zudem darauf hin, dass Kaffee in moderaten Mengen mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein kann, etwa in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Parkinson.
Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Die Angaben zum Konsum basieren auf Selbstauskünften der Teilnehmenden, was zu Ungenauigkeiten führen kann. Zudem wurden nur ältere Menschen untersucht, während Informationen über den Konsum in jüngeren Jahren fehlen. Auch Unterschiede in der Zubereitung oder in der Art der Getränke wurden nicht berücksichtigt.


